{"id":2501,"date":"2020-12-04T15:17:49","date_gmt":"2020-12-04T15:17:49","guid":{"rendered":"https:\/\/neos-music.com\/?post_type=product&#038;p=2501"},"modified":"2023-05-22T19:48:18","modified_gmt":"2023-05-22T19:48:18","slug":"younghi-pagh-paan-chamber-works","status":"publish","type":"product","link":"https:\/\/neos-music.com\/en_us\/product\/younghi-pagh-paan-chamber-works\/","title":{"rendered":"Younghi Pagh-Paan: Chamber Works"},"content":{"rendered":"<p>Infotext:<\/p>\n<table border=\"0\" width=\"100%\" rules=\"none\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"bigcontent2\">\n<div id=\"infotext\">\n<p><b>YOUNGHI PAGH-PAAN \u00b7 KAMMERMUSIK<\/b><\/p>\n<p><b><i>MAN-NAM I<\/i><\/b>\u00a0(Begegnung) f\u00fcr Klarinette und Streichtrio (1977) ist drei Jahre nach Younghi Pagh-Paans Ankunft in Deutschland entstanden, als die Komponistin dringend einen Ausweg suchte aus einer strapazi\u00f6sen Lebenslage, in der sie sich befand \u2013 ausgel\u00f6st durch die Konfrontation mit einer ihr noch so fremden Kultur. Um den Kulturschock in ihr selbst zu \u00fcberwinden, thematisiert sie die Begegnung beider Kulturen in Gestalt einer vierteiligen, von einem Gedicht der koreanischen Dichterin Sa-Im-Dang Sin (1504\u20131551) inspirierten Komposition, in der sie zudem \u2013 gleich der Dichterin \u2013 die Sehnsucht nach ihrer Mutter (bzw. Heimat) zum Ausdruck bringt. Auf den ruhig-bewegten ersten Teil des Werkes, in dem die Komponistin \u00bbz\u00f6gernd\u00ab ihre Angst zu bes\u00e4nftigen versucht, folgt die \u00bbFlucht in die sch\u00fctzende Einsamkeit der Berge\u00ab \u2013 dargeboten als ein reiner Streichersatz mit beweglich h\u00fcpfenden Melodie-Zellen, eingebettet in \u00e4u\u00dferst zarte Flageolett-Kl\u00e4nge [01:50]. Der aufgew\u00fchlte dritte Teil [03:42], mit der Klarinette als Protagonistin, f\u00fchrt schlie\u00dflich \u00fcber das Intermezzo einer Solokadenz des Violoncellos [05:59] zur \u00bbVers\u00f6hnung\u00ab der Stimmen im letzten Teil [08:03], die, begleitet von trommelartigen Cello-Pizzicati, das Miteinander ihrer Existenzen innig zu zelebrieren scheinen.<\/p>\n<p>Die Nuria Sch\u00f6nberg-Nono nach dem Tod ihres Mannes Luigi Nono gewidmete Komposition\u00a0<b><i>ma-am (Mein Herz)<\/i><\/b>\u00a0f\u00fcr Frauenstimme (1990) ist der Beginn einer Werkreihe, in der sich die Komponistin nachdr\u00fccklich mit dem Thema \u00bbHerz\u00ab befasst. Ein in Form des altkoreanischen\u00a0<i>Sijo<\/i>\u00a0\u2013 mit seiner charakteristischen Dreiteiligkeit \u2013 verfasstes Gedicht des Lyrikers Chung Chul (1536\u20131593) wird nicht nur innerlich emotional, sondern auch \u00e4u\u00dferlich formal zur Grundlage dieser Komposition. Im ersten Teil, welcher mit dem ersten,\u00a0<i>Cho-Jang<\/i>\u00a0genannten Gedichtteil (\u00bbIch m\u00f6chte das Herz \u2026\u00ab) \u00fcbereinstimmt, verwendet Pagh-Paan einen explizit der koreanischen Musik entlehnten Rhythmus als zeitliches Ger\u00fcst (beginnend mit einem auff\u00e4lligen kurzen Akzent, der dem langgehaltenen Zentralton\u00a0<i>des<\/i>\u00a0vorausgeht). Das Claves-Paar \u00fcbernimmt in diesem Teil, in einer reduzierten Manier, die Rolle des in\u00a0<i>Sijo<\/i>-Vorf\u00fchrungen begleitend eingesetzten Schlaginstruments\u00a0<i>Janggo<\/i>. Der zweite und der dritte Teil [01:52 und 02:45] kongruieren formal mit den \u00fcbrigen zwei Teilen des Gedichts, namentlich\u00a0<i>Jung-Jang<\/i>\u00a0(\u00bbIn der unbegrenzten Himmelstiefe \u2026\u00ab) und\u00a0<i>Jong-Jang<\/i>\u00a0(\u00bbDamit den Ort er erhelle \u2026\u00ab), und f\u00fchren uns, das Rhythmische immer weiter entzerrend, \u00fcber verschiedene Tonzentren zu dem anf\u00e4nglichen Ton\u00a0<i>des<\/i>\u00a0zur\u00fcck, womit sich der Kreis der Komposition schlie\u00dft.<\/p>\n<p>In\u00a0<b><i>U-MUL \/ Der Brunnen<\/i><\/b>\u00a0(1992) nimmt das Schlagwerk \u2013 eine der Grundst\u00fctzen der traditionellen koreanischen Musik \u2013 wie oft in Werken Pagh-Paans eine essenzielle Position ein. Es steht symbolisch f\u00fcr das archaische Bild des Brunnens, der selbst zu einem zweifachen Symbol wird: einerseits als Abbild der menschlichen Seele, so tief wie \u00bbeine Quelle ohne Abgrund\u00ab (Meister Eckhart), andererseits als Mahnmal eines sozialen Aktes: des Nehmens und Weitergebens \u2013 des Teilens. Die \u00bbNotwendigkeit zu teilen\u00ab wird bereits zu Beginn deutlich, wenn die Kl\u00e4nge der Rahmentrommel \u2013 eintretend nach dem anf\u00e4nglichen Einl\u00e4uten der Eisenspirale und des Windgl\u00f6ckchens \u2013 von Instrumenten \u00fcbernommen und weitergereicht werden. Das Ergebnis ist ein Reichtum an Kl\u00e4ngen, der geradezu dazu einl\u00e4dt, in die \u00bbTiefe\u00ab des akustischen Raums hineinzuhorchen. Das Schlagwerk, als Hauptfigur des Werkes, durchl\u00e4uft indes \u00fcber einige Stationen einen Weg der Konkretisierung: Nach dem Hinzutreten des Bambusb\u00fcndels [01:40] \u00fcbergibt die Rahmentrommel ihre tragende Hauptfunktion an ein archaisch anmutendes Duo aus Holzbalken und Guiro [02:47], das dem Eingang des Zentraltons\u00a0<i>E<\/i>\u00a0(beginnend mit der Altfl\u00f6te) vorausgeht und sp\u00e4ter [04:10] als alleiniger Akteur alle Aufmerksamkeit auf sich zieht. Anschlie\u00dfend bereiten die um den Zentralton\u00a0<i>Es<\/i>\u00a0umwobenen Instrumentalkl\u00e4nge [05:26] den Einsatz der kreisenden Maracas vor [05:46], deren Klang Assoziationen an das ruhige Flie\u00dfen des Wassers evoziert. Doch bevor dieser Konkretisierungsprozess noch weiterschreitet, l\u00e4sst die R\u00fcckkehr zu den anf\u00e4nglichen Kl\u00e4ngen der Rahmentrommel, der Eisenspirale und des Bambusb\u00fcndels [06:50] uns r\u00fcckbesinnen auf den \u00bbUrgrund des Seins\u00ab, auf das Immer-Dagewesene. Das Prozesshafte ist nur ein Schein, alles Gegebene war schon immer da und wird immer wiederkehren. Das Durchschimmern eines leuchtenden, schwebenden Klanges der Streicher [08:05] leitet nun den Einsatz des Regenrohrs als ein noch deutlicheres Wasser-Symbol ein. Am Schluss des Werkes wird gleicherma\u00dfen der Vorgang des \u00bbTeilens\u00ab konkretisiert, indem ein gro\u00dfes Tamtam zweimal, als Resonator agierend, den Ton eines laut angeschlagenen und sofort abged\u00e4mpften Gongs \u00fcbernimmt [09:17], um ihn in seinem Inneren weiter erklingen zu lassen. Wenig sp\u00e4ter endet das St\u00fcck mit einem transparenten Klang, der sich zwischen hohen T\u00f6nen von Violine und Viola und einem in der Tiefe verweilenden Kontrabasston entfaltet und somit der Komposition ein offenes Ende gew\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Im j\u00fcngsten Werk aus der \u00bbHerz\u00ab-Serie,\u00a0<i><b>Mein Herz I<\/b><\/i>\u00a0f\u00fcr Sopran und Viola (2020), widmet sich die Komponistin dem gleichnamigen Gedicht des \u00f6sterreichischen Lyrikers H.\u2009C. Artmann (1921\u20132000). Signifikant f\u00fcr die Komposition ist das hochgradig synthetische Verh\u00e4ltnis zwischen Stimme und Instrument: Sie folgen gemeinsam einem organischen und langsam pulsierenden Zeitfluss, treffen sich bei strukturell tragenden Tonh\u00f6hen, umschlingen einander, trennen sich, um sich jedoch bald wieder zu vereinen. Die acht Zeilen des Gedichts, die wiederholend mit den Worten \u00bbmein herz\u00ab beginnen, sind formal f\u00fcr die Komposition konstitutiv. Die ersten zwei Zeilen werden aufeinanderfolgend vertont und f\u00fchren zu einem Moment des Innehaltens, ausgel\u00f6st durch Doppel-Flageoletts der Viola solo. Ein zweiter Abschnitt [01:52] er\u00f6ffnet mit der dritten Zeile des Gedichts und endet mit den Anfangsworten der vierten, bevor der n\u00e4chste Formteil \u00fcberraschend mit einem anderen, koreanisch anmutenden Duktus anhebt [03:20], um die Worte \u00bbmein herz\u00ab in koreanischer Sprache Klang werden zu lassen. Die vorhin abgebrochene vierte Zeile wird anschlie\u00dfend zu Ende gef\u00fchrt, der Bruch bleibt jedoch dem Text-Musik-Verh\u00e4ltnis nachhaltig anhaftend. Im vierten Formteil [04:40] werden die Zeilen f\u00fcnf und sechs zwar vollst\u00e4ndig vertont, die siebte wird dennoch nur mit einem einzigen Wort (\u00bbmein herz liegt, trinkt, tr\u00e4gt, ist\u00ab) angedeutet, die achte bleibt ganz aus. Das St\u00fcck schlie\u00dft im f\u00fcnften Abschnitt [05:55] mit der reprisenhaften R\u00fcckkehr der ersten Zeile: \u00bbmein herz ist das l\u00e4chelnde kleid eines nie erratenen gedankens\u00ab. Diese zauberhafte Ausgewogenheit von\u00a0<i>ratio<\/i>\u00a0und\u00a0<i>emotio<\/i>\u00a0kann gewiss auch als eine substanzielle Quelle des ganzheitlichen und authentischen Ausdrucks f\u00fcr die Musik Younghi Pagh-Paans gelten.<\/p>\n<p>\u00bbWellen. Gesamtes und Teile. Dasselbe und das Andere. Horizont auf hoher See. Wir sind von unserem eigenen Blick eingekreist.\u00ab Diese Zeilen von Simone Weil (1909\u20131943) sowie das erste Wort aus den Sieben Kreuzesworten (\u00bbVater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.\u00ab, Lukas 23,34) stehen Pate f\u00fcr Younghi Pagh-Paans Streichquartett\u00a0<b><i>Horizont auf hoher See<\/i><\/b>\u00a0(2016). Sie scheint in Simone Weil eine Seelenverwandte gefunden zu haben, die wie sie die Realit\u00e4ten des Lebens aus einem spirituellen Blickwinkel betrachtend und mit einer stetigen \u00bbBewegung im Bewegungslosen\u00ab in ihre Kunst zu integrieren vermochte. Die \u00bbKraft des Mystischen\u00ab und die \u00bbTiefe\u00ab will die Komponistin suchen. Sie l\u00e4sst kraftvolle urspr\u00fcngliche Kl\u00e4nge gemeinsam mit ihren \u00e4u\u00dferst zarten Kontrahenten, motivisch pr\u00e4gnante \u2013 zeitweise fugierende \u2013 Tonfolgen mit den ihnen strukturell entgegengesetzten, beweglichen und lebendigen Einzelt\u00f6nen sowie unendlich weitere Andersartigkeiten hineingie\u00dfen in das stabile Ger\u00fcst einer akribisch durchdachten Zeitstruktur. Sie ist eine \u00bbArchitektin der Zeit\u00ab. Ihr gelingt es, die scheinbar gegens\u00e4tzlichen Elemente miteinander zu verschmelzen, die vielf\u00e4ltigen Einzel-\u00bbTeile\u00ab zu einem \u00bbGesamten\u00ab zu sublimieren. Im Schlussakt des St\u00fcckes offenbart sich dieser Vorgang ein letztes Mal nahezu ostentativ, indem eine pentatonisch strukturierte, durch ihre Schlichtheit strahlende Melodie Eingang in den Schmelztiegel der Komposition findet: Die von der Viola eingef\u00fchrte Modalmelodie [14:42], gleichsam eine fremdartige Reflexion auf der Klangoberfl\u00e4che des St\u00fcckes, wirft ein \u00fcberraschendes \u2013 wenngleich vorgeahntes \u2013 Licht auf das Vorhergeh\u00f6rte, wird wieder in die Gesamtheit des Klangapparats gestreut und geht schlie\u00dflich im Gef\u00fcge des Werkes v\u00f6llig auf. Am Ende ist es die lebendige Ruhe, die \u00bbBewegung im Bewegungslosen\u00ab, die bleibt.<\/p>\n<p>Ali Gorji<\/p>\n<\/div>\n<\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Programm:<\/p>\n<p>[01]\u00a0<b>MAN-NAM I<\/b>\u00a0f\u00fcr Klarinette, Violine, Viola und Violoncello (1977)\u00a0<b>12:34<\/b><\/p>\n<p>[02]\u00a0<b>ma-am (Mein Herz)<\/b>\u00a0f\u00fcr Solo-Frauenstimme\u00a0(1990)*\u00a0<b>04:07<br \/>\n<\/b>auf ein Gedicht von Chung Chul<\/p>\n<p>[03]\u00a0<b>U-MUL \/ Der Brunnen<\/b>f\u00fcr sieben Isntrumentalisten (1992)\u00a0<b>10:10<\/b><\/p>\n<p>[04]\u00a0<b>Mein Herz I<\/b>\u00a0f\u00fcr Sopran und Viola (2020)*<b>\u00a007:22<\/b><br \/>\nauf ein Gedicht von H. C. Artmann<\/p>\n<p>[05]\u00a0<b>Horizont auf hoher See<\/b>\u00a0f\u00fcr Streichquartett (2016)*\u00a0<b>17:50<\/b><\/p>\n<p>Gesamtspieldauer:\u00a0 52:36<\/p>\n<p><b>Angela Postweiler<\/b>, Sopran<\/p>\n<p><b>Ensemble KNM Berlin<br \/>\n<\/b>Rebecca Lenton, Fl\u00f6te<br \/>\nMiguel P\u00e9rez I\u00f1esta, Klarinette<br \/>\nMichael Weilacher, Schlagzeug<br \/>\nTheodor Flindell, Violine<br \/>\nLisa Werhahn, Violine<br \/>\nKirstin Maria Pientka, Viola<br \/>\nCosima Gerhardt, Violoncello<br \/>\nJonathan Heilbron, Kontrabass<\/p>\n<p><i>* Ersteinspielungen<\/i><\/p>\n<p>Pressestimmen:<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/logo_mundoclasico.png?ssl=1\" alt=\"\" \/><br \/>\n10.01.2022<\/p>\n<p>Ecos coreanos, en el coraz\u00f3n de Alemania<\/p>\n<p>Como tantos compositores asi\u00e1ticos, entre los que podemos destacar a T\u014dru Takemitsu, Isang Yun, Toshio Hosokawa, o Misato Mochizuki, la compositora surcoreana Younghi Pagh-Paan (Cheongju, 1945) es un perfecto ejemplo de sincretismo y di\u00e1logo intercultural: el que en su obra se tiende entre los atisbos que en ella perviven de la m\u00fasica tradicional coreana y las corrientes de la avantgarde que Pagh-Paan asimil\u00f3, de primera mano, en algunos de los centros acad\u00e9micos alemanes de referencia, en los que complet\u00f3 sus estudios musicales (comenzados en Se\u00fal en los a\u00f1os sesenta) con maestros entre los que encontramos a Peter F\u00f6rtig, a Klaus Huber y a Brian Ferneyhough.<\/p>\n<p>[\u2026]<\/p>\n<p>Las tomas de sonido, a cargo de Deutschlandfunk Kultur, son ejemplares y de una transparencia que se agradece, aunque estemos ante piezas camer\u00edsticas de por s\u00ed muy cristalinas, aqu\u00ed registradas con gran cuerpo t\u00edmbrico y definici\u00f3n espacial. Por lo que a la edici\u00f3n se refiere, \u00e9sta es la habitual del sello muniqu\u00e9s NEOS, con un libreto que incorpora muy bellos e interesantes ejemplos de partituras (primorosamente manuscritas) de Younghi Pagh-Paan, as\u00ed como unas notas de Ali Gorji que van directas al grano y a la sustancia de cada una de estas cinco obras.<\/p>\n<p><i>Paco Y\u00e1\u00f1ez<\/i><\/p>\n<p><i><\/i><\/p>\n<p><b><i>Koreanische Kl\u00e4nge im Herzen Deutschlands<\/i><\/b><\/p>\n<p><i>Wie so viele asiatische Komponisten, darunter T\u014dru Takemitsu, Isang Yun, Toshio Hosokawa und Misato Mochizuki, ist die s\u00fcdkoreanische Komponistin Younghi Pagh-Paan (Cheongju, 1945) ein perfektes Beispiel f\u00fcr Synkretismus und interkulturellen Dialog: in ihrem Werk finden sich Ankl\u00e4nge an die traditionelle koreanische Musik und die avantgardistischen Str\u00f6mungen, die Pagh-Paan in einigen der f\u00fchrenden deutschen akademischen Zentren, in welchen sie ihr (in den 1960er Jahren in Seoul begonnenes) Musikstudium bei Meistern wie Peter F\u00f6rtig, Klaus Huber und Brian Ferneyhough absolvierte, aus erster Hand aufgenommen hat.<\/i><\/p>\n<p><i>[\u2026]<\/i><\/p>\n<p><i>Die Tonaufnahmen von Deutschlandfunk Kultur sind vorbildlich und von einer Transparenz, die man sch\u00e4tzt, auch wenn es sich um an sich sehr kristalline Kammermusikst\u00fccke handelt, die hier mit gro\u00dfer Klangf\u00fclle und r\u00e4umlicher Definition aufgenommen wurden. Was die Ausgabe betrifft, so handelt es sich um die \u00fcbliche Ausgabe des M\u00fcnchner Labels NEOS, mit einem Booklet, das sehr sch\u00f6ne und interessante Beispiele der (wundersch\u00f6n handgeschriebenen) Partituren von Younghi Pagh-Paan enth\u00e4lt, sowie Anmerkungen von Ali Gorji, die direkt auf den Punkt und auf den Inhalt jedes dieser f\u00fcnf Werke eingehen.<\/i><\/p>\n<p><a class=\"arcoma_editor_link\" href=\"https:\/\/www.mundoclasico.com\/articulo\/36263\/Ecos-coreanos-en-el-coraz%C3%B3n-de-Alemania\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.mundoclasico.com<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Infotext: YOUNGHI PAGH-PAAN \u00b7 KAMMERMUSIK MAN-NAM I\u00a0(Begegnung) f\u00fcr Klarinette und Streichtrio (1977) ist drei Jahre nach Younghi Pagh-Paans Ankunft in Deutschland entstanden, als die Komponistin dringend einen Ausweg suchte aus einer strapazi\u00f6sen Lebenslage, in der sie sich befand \u2013 ausgel\u00f6st durch die Konfrontation mit einer ihr noch so fremden Kultur. 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