{"id":2531,"date":"2020-02-21T16:17:04","date_gmt":"2020-02-21T16:17:04","guid":{"rendered":"https:\/\/neos-music.com\/?post_type=product&#038;p=2531"},"modified":"2023-05-22T20:19:57","modified_gmt":"2023-05-22T20:19:57","slug":"nicolaus-a-huber-percussion-pieces","status":"publish","type":"product","link":"https:\/\/neos-music.com\/en_us\/product\/nicolaus-a-huber-percussion-pieces\/","title":{"rendered":"Nicolaus A. Huber: Percussion Pieces"},"content":{"rendered":"<p>Infotext:<\/p>\n<table border=\"0\" width=\"100%\" rules=\"none\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"bigcontent2\">\n<div id=\"infotext\">\n<p><b>VON DER SEHNSUCHT DES SCHLAGZEUGS<br \/>\n<\/b>Nicolaus A. Hubers j\u00fcngste Werke f\u00fcr Perkussion<\/p>\n<p>Die exotischen Regionen jenseits der traditionellen Grenzen des musikalischen Fruchtlands, die das Schlagzeug seit Edgard Var\u00e8ses\u00a0<i>Ionisation<\/i>\u00a0f\u00fcr dreizehn Schlagzeuger (1929\u20131931) der Neuen Musik einst er\u00f6ffneten, sind inzwischen l\u00e4ngst erschlossen und urbar gemacht. Wer nach Var\u00e8se, Cage, Stockhausen, Xenakis, Nono, Kagel, Riedl, Berio und vielen anderen ebenfalls f\u00fcr Schlagzeug komponiert, sieht sich einem ebenso riesigen wie globalen Sortiment gegen\u00fcber. Nicolaus A. Huber spricht in seinem Beitrag f\u00fcr das Kompendium\u00a0<i>Die Spieltechnik des Schlagzeugs: Schl\u00e4gel, Anreger und Anwendungen<\/i>\u00a0(Kassel 2018, S. 20) von einer \u00bbLuxuswelt des Schlagzeugs\u00ab. Statt sich daraus mit vollen H\u00e4nden zu bedienen, trifft er f\u00fcr jedes St\u00fcck eine klare Auswahl, die sich entscheidend auf Klang, Charakter, Verlauf und Form auswirkt. Mit reduziertem Instrumentarium \u2013 beispielsweise in\u00a0<i>Clash Music<\/i>\u00a0f\u00fcr ein Beckenpaar (1988) \u2013 zielt er auf maximale spieltechnische, rhythmische und klangliche Differenzierung. Der programmatische Titel seines\u00a0<i>dasselbe ist nicht dasselbe<\/i>\u00a0f\u00fcr kleine Trommel (1978) betont die Nichtidentit\u00e4t scheinbar identischer Ereignisse, die sich in Wirklichkeit durch winzige Differenzen unterscheiden. Genauigkeit und Vielfalt kennzeichnen auch Hubers j\u00fcngste Werke f\u00fcr Schlagzeug. Die verwendeten Instrumente hat er zuvor alle eigenh\u00e4ndig auf ihre Spiel- und Klangm\u00f6glichkeiten ausgelotet und in den Partituren mit Angaben zu Herstellern oder H\u00e4ndlern und Artikelnummern exakt bezeichnet. Pr\u00e4zise notiert er Spielweisen mit verschiedenen Schlegeln, linker oder rechter Hand, Fingerspitze, Fingernagel, Fingerschnipsen, wechselnde Anschlagspunkte sowie \u2013 durch kleine Graphiken verdeutlicht \u2013 bestimmte Bewegungsrichtungen, Reibe- oder Kratzverl\u00e4ufe.<\/p>\n<p>Das \u00e4lteste St\u00fcck dieser neuen Serie \u2013\u00a0<i><b>Barong des M\u00e9duses<\/b><\/i>\u00a0f\u00fcr drei Schlagzeuger (2005) \u2013 ist noch recht divers besetzt. Manche Instrumente liegen auch aufeinander und werden gegeneinandergeschlagen oder gestrichen. Zudem fl\u00fcstern und pfeifen die Perkussionisten. Am Ende stecken sie Instrumente und Schlegel in Papp- und Plastikt\u00fcten, als wollten sie diese forttragen. Die Behandlung des vielseitigen Instrumentariums wie ein \u00fcbergeordnetes Metainstrument findet ein Pendant in der Figur des \u00bbBarong\u00ab aus dem balinesischen Tanzspiel, wo unter einem L\u00f6wenkost\u00fcm zwei M\u00e4nner ein genau koordiniertes Bewegungsganzes gestalten.<\/p>\n<p><b><i>Fingercapriccio<\/i><\/b>\u00a0f\u00fcr zwei Schlagzeuger (2007) konzentriert sich dagegen \u00fcberwiegend auf zwei Bongo-Paare, welche die Spieler mit ihren je zwei H\u00e4nden und zwei zentralen Spielweisen (Fingerkuppe und Fingernagel) durch differenzierte Dynamik, abgestufte Zugriffswinkel, wechselnde Positionen auf den Fellen und ausnotierte Fingers\u00e4tze immer anders rhythmisch-klanglich kombinieren und schattieren. Statt \u00bbHerumdonnern im Instrumentenpark\u00ab bezweckt Huber \u2013 so sein Werkkommentar \u2013 vielmehr eine \u00bbinstrumentale Di\u00e4t\u00ab, die erst im letzten Abschnitt von den kurzen Impulsen der wenig tonh\u00f6henspezifischen Fellinstrumente zu lange ausklingenden klaren Tonh\u00f6hen von Metallinstrumenten umschl\u00e4gt.<\/p>\n<p>Schlaginstrumente werden gemeinhin nicht mit Sehnsucht in Verbindung gebracht, wof\u00fcr \u00fcblicherweise Violine, Cello, Klavier oder Horn bereitstehen. Doch Huber schrieb seinen \u00bbSehnsuchtszyklus\u00ab ausgerechnet f\u00fcr Schlagwerk. Die Titel der drei St\u00fccke\u00a0<i>P\u00f3thos<\/i>,\u00a0<i>H\u00edmeros<\/i>\u00a0und\u00a0<i>Erosfragmente<\/i>\u00a0\u2013 Huber hatte als Gymnasiast Altgriechisch gelernt \u2013 stammen aus der griechischen Mythologie und benennen Personifikationen verschiedener Arten von Sehnsucht, deren Verh\u00e4ltnis Platon im Dialog\u00a0<i>Kratylos<\/i>\u00a0erkl\u00e4rt: \u00bbP\u00f3thos\u00ab steht f\u00fcr das Verlangen nach etwas Abwesendem und bedeutet insofern auch Trauer, \u00bbH\u00edmeros\u00ab und \u00bbEros\u00ab meinen dagegen die Begierde nach etwas Anwesendem, wobei H\u00edmeros aus dem Menschen selbst erw\u00e4chst, Eros dagegen durch \u00e4u\u00dfere Objekte ausgel\u00f6st wird. Verbindendes Element des Zyklus sind wechselseitige klangliche Durchdringungen von materialverwandten, doch akustisch verschiedenen Instrumenten, als sehnten sich diese nach eigener Verwandlung und klanglicher Verschmelzung miteinander.<\/p>\n<p>Zu Anfang von\u00a0<b><i>P\u00f3thos<\/i><\/b>\u00a0f\u00fcr einen Schlagzeugsolisten (2010) stecken Extremwerte die fortan geltenden Koordinaten ab: Ger\u00e4uschhafte Beckenschl\u00e4ge kontrastieren mit klaren Tonh\u00f6hen eines Glockenspiels, lange Auskl\u00e4nge mit trocken abged\u00e4mpften Akzenten sowie Fortissimo-Aktionen mit Pianissimo-Kl\u00e4ngen. Teils minutenlang nachklingende Gl\u00f6ckchen werden von kurzen Schl\u00e4gen auf Trommeln und Holz \u00fcberlagert, so dass die Kl\u00e4nge sich mischen, umf\u00e4rben und immer wieder anders auseinander hervortreten. Zudem werden Instrumente aufeinandergelegt oder aneinandergeschlagen, gerieben, gestrichen, so dass sich ihre Klangcharakteristiken amalgamieren. Auch wilde Trommel-Orgien, pulsierende oder t\u00e4nzerisch springende Rhythmen sind im Detail hochgradig modifiziert. Die bogenf\u00f6rmige Aufstellung der vier Gruppen von Metall-, Fell-, Holz- und erneut Metallinstrumenten wird vom Solisten w\u00e4hrend der Auff\u00fchrung von links nach rechts und wieder zur\u00fcck abgeschritten, so dass sich der akustische Gesamtverlauf auch optisch erschlie\u00dft. Hinzu kommt die Sichtbarkeit der Klangerzeugung mit wahlweise kraftvoll ausholenden Gesten oder sanftem Betasten und Streicheln der Instrumente mit blo\u00dfen Fingern, deren unterschiedliche Energetik und Taktilit\u00e4t sich den Resultaten h\u00f6rbar als individuelle \u00bbMenschenklangfarbe\u00ab \u2013 dies Hubers Begriff \u2013 einschreibt, selbst wenn die visuelle Dimension wie bei einer Wiedergabe von CD fehlen sollte.<\/p>\n<p>Zu Beginn von\u00a0<i><b>H\u00edmeros<\/b><\/i>\u00a0f\u00fcr Harfe, Schlagzeug, Lautsprecher und CD-Zuspielungen (2011) dienen Gl\u00f6ckchen, Crotales und Triangeln als Fortsetzungen von Harfenkl\u00e4ngen, bei denen die Saiten nicht blo\u00df gezupft, sondern mit H\u00e4nden, Fingern und Gegenst\u00e4nden auch geschlagen werden. Beide Instrumentalisten sollen ihr Spiel \u00bbt\u00e4nzerisch verstehen\u00ab, um ebenso unterschiedliche wie sich angleichende Grade von Spannung, Gewicht und Farbe hervorzurufen. Da die Harfe etwas h\u00f6her gestimmt ist als Glockenspiel und Crotales, kommt es zwischen den rhythmisch eng verzahnten Partien zu mikrotonalen Harmonien und Schwebungen. Mehr eingeh\u00fcllt als fortgesetzt werden die Harfenkl\u00e4nge von den Becken. F\u00fcr eine weitere Durchdringung sorgen Lautsprecher-Zuspielungen, welche die Instrumentalmusik st\u00f6ren und ihr zugleich einverleibt werden. Gleich zu Beginn ert\u00f6nt blechernes Stuhlr\u00fccken. Sp\u00e4ter kontrastiert ein langer Sinuston (1081 Hertz, ein viertelt\u00f6nig erh\u00f6htes\u00a0<i>c<sup>3<\/sup><\/i>) mit scheppernden koreanischen Para-Becken, bevor diese Frequenz \u00fcber Repetitionen der Harfe auf derselben Tonh\u00f6he wieder ins obertonreich-ger\u00e4uschhafte Instrumentalgeschehen zur\u00fcckgleitet. Der Gegensatz von elektronisch generiertem Ton und instrumentalem Klang markiert einen Wendepunkt, ab dem sich die Schlaginstrumente aus ihrer bisherigen Anamorphose an die Harfenkl\u00e4nge l\u00f6sen. Den Schlusspunkt setzen dumpfe Schl\u00e4ge mit zugespieltem Dr\u00f6hnen und zischendem Rauschen.<\/p>\n<p>Klangliche Polarit\u00e4ten bestimmen schlie\u00dflich auch\u00a0<b><i>Erosfragmente<\/i><\/b>\u00a0f\u00fcr einen Schlagzeuger (2012). Mit Schl\u00e4geln, Fingern und Bassbogen werden 18 Klangschalen zu jeweils anderen Obertonspektren angeregt, die sich zu irisierenden Mixturen \u00fcberlagern. Dem steht das kurze Klirren des Toy Pianos gegen\u00fcber sowie als Extrempol die trockenen Ger\u00e4usche eines Knackfroschs. Wie in allen St\u00fccken des \u00bbSehnsuchtszyklus\u00ab entsteht der Eindruck, als sehnten sich die verschiedenen Instrumente \u00fcber das einengende\u00a0<i>principio individuationis<\/i>\u00a0hinweg nach einander und werde ein Klang vom n\u00e4chsten angezogen. Wie einst Sch\u00f6nberg dem \u00bbTriebleben der Kl\u00e4nge\u00ab folgt Huber den Sehns\u00fcchten perkussiver Kl\u00e4nge, um die H\u00f6rer letztlich ihre eigenen Sehns\u00fcchte erleben zu lassen.<\/p>\n<p>Rainer Nonnenmann<\/p>\n<p>Programm:<\/p>\n<table border=\"0\" width=\"100%\" rules=\"none\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"bigcontent2\">\n<div id=\"tracks\">\n<p>[01]\u00a0<b>Barong des M\u00e9duses<\/b>\u00a0f\u00fcr drei Schlagzeuger (2005)\u00a0<b>14:17<br \/>\n<\/b>Domenico Melchiorre\u2009\/\u2009Johannes Fischer\u2009\/\u2009Dirk Rothbrust, Schlagzeug<\/p>\n<p>[02]\u00a0<b>Fingercapriccio<\/b>\u00a0f\u00fcr zwei Schlagzeuger (2007)\u00a0\u00a0<b>13:55<br \/>\n<\/b>eardrum percussion duo (Johannes Fischer \u00b7 Domenico Melchiorre)<\/p>\n<p>[03]\u00a0<b>P\u00f3thos<\/b>\u00a0f\u00fcr einen Schlagzeugsolisten\u00a0(2010)\u00a0<b>13:00<br \/>\n<\/b>Johannes Fischer, Schlagzeug<\/p>\n<p>[04]\u00a0<b>H\u00edmeros<\/b>\u00a0f\u00fcr Harfe, Schlagzeug, Lautsprecher und CD-Zuspielungen (2011)\u00a0<b>16:21<br \/>\n<\/b>Andreas Mildner, Harfe<br \/>\nJohannes Fischer, Schlagzeug<\/p>\n<p>[05]\u00a0<b>Erosfragmente<\/b>\u00a0f\u00fcr einen Schlagzeuger\u00a0(2012)\u00a0<b>15:27<br \/>\n<\/b>Johannes Fischer, Schlagzeug<\/p>\n<p>Gesamtspielzeit: 73:51<\/p>\n<p><i>Welt-Ersteinspielungen<\/i><\/p>\n<p><i><\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe src=\"https:\/\/w.soundcloud.com\/player\/?url=https%3A\/\/api.soundcloud.com\/playlists\/977776924&amp;color=%23ff5500&amp;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;show_teaser=true\" width=\"100%\" height=\"450\" frameborder=\"no\" scrolling=\"no\" data-mce-fragment=\"1\"><\/iframe><\/div>\n<div>Pressestimmen:<\/div>\n<div>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/logo_musiktexte.jpg?ssl=1\" alt=\"\" \/><br \/>\n170<\/p>\n<p>Wer die Frage aufwirft, welchem Instrumentarium Hubers Augenmerk vorrangig gilt, kommt wohl zwangsl\u00e4ufig zu dem Schluss: Es ist das Schlagzeug. Angesichts der Einsatzfreudigkeit, mit der die Instrumente in seinen Ensemble- und Orchesterwerken im Spiel gehalten werden &#8211; sie sind fast unabl\u00e4ssig im Einsatz, haben tragende, oft exponierte Rollen und ausgedehnte Solopassagen &#8211; \u00fcberrascht es, dass Huber vor der Jahrtausendwende nur wenige St\u00fccke f\u00fcr einen oder mehrere Schlagzeuger geschrieben hat.<\/p>\n<p>Das hat sich in den letzten Jahren ge\u00e4ndert &#8211; und auch die \u00e4sthetische Auspr\u00e4gung ist eine andere: Huber setzt sein Instrumentarium in einer Vielfalt ein, die fast schon wieder orchestral wirkt. [\u2026]<\/p>\n<p>Als H\u00f6rprobe enmpfielt sich hier &#8222;Barong des M\u00e9duses&#8220;(2005) &#8211; wie alle anderen St\u00fccke auch von Domenico Melchiorre, Johannes Fischer und Dirk Rothbrust (in wechselnden Besetzungen) so einnehmend und makellos vorgetragen werden, dass einen die Phantasie verl\u00e4sst, was da noch ernsthaftbesser zu machen w\u00e4re. [\u2026]<\/p>\n<p>Wenn es nicht so verwegen w\u00e4re, \u00fcber ein Oeuvre, das jetzt bereits sechzig Jahre umspannt, zu sagen, dass es immer ausgeruhter wird &#8211; dann sei es hiermit gesagt. Auf die n\u00e4chsten Erscheinungen bin ich gespannt.<\/p>\n<p><i>Frank Hilberg<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/logo_sueddeutsche.jpg?ssl=1\" alt=\"\" \/><br \/>\n29.09.2020<\/p>\n<p>Kammermusik mit Trommeln und Marimbas: Von der &#8222;Luxuswelt des Schlagzeugs&#8220; spricht der aus Passau stammende, in Essen lebende Komponist Nicolaus A. Huber, der Luigi Nonos Sch\u00fcler in Venedig war und mit seiner experimentellen Musik die politische Zeitgenossenschaft\u00a0in Ohr und\u00a0Blick behielt. Hubers f\u00fcnf Percussion Pieces lassen h\u00f6ren, was einer, der seine Kompositions- und Klangmodelle mit Begriffen aus der Quantentheorie verbindet, sich alles ausdenken kann, um seine Zuh\u00f6rer zu fesseln.<\/p>\n<p>Das St\u00fcck f\u00fcr zwei Schlagzeuger nennt Huber &#8222;Fingercapriccio&#8220;, weil vier H\u00e4nde auf zwei Bongo-Paaren gelenkige Klang- und Dynamikzauberei entstehen lassen. Johannes Fischer und Domenico Melchiorre hei\u00dfen die Virtuosen.<\/p>\n<p>In &#8222;Erosfragmente&#8220; erzeugt ein Schlagzeuger mit Fingern, Schl\u00e4geln und Bassbogen an 18 Klangschalen lauter Obertonspektren. Lauschen, wie sirrende Kl\u00e4nge und Tonkaskaden allm\u00e4hlich ausfransen und verstummen, trainiert das Wahrnehmungsverm\u00f6gen.<\/p>\n<p><i>Wolfgang Schreiber<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/logo_FonoForum.gif?ssl=1\" alt=\"\" \/><br \/>\n06\/20<\/p>\n<p>Der Rhythmus war immer ein wesentlicher Parameter der \u00c4sthetik Nicolaus A. Hubers. Dass dies zumeist jenseits eines &#8222;Herumdonnerns im Instrumentenpark&#8220; (Huber) geschah, verdeutlicht der Schlagzeuger Johannes Fischer in St\u00fccken, die zwischen 2005 und 2012 entstanden sind.<\/p>\n<p><i>Dirk Wieschollek<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/logo_neue_musikzeitung.jpg?ssl=1\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>In der Mai-Ausgabe 2020 schrieb Dirk Wieschollek:<\/p>\n<p>Dass eine Konzentration auf wesentliche Strukturmomente und artikulatorischer Reichtum sich nicht widersprechen m\u00fcssen, beweist Johannes Fischer in einer Auswahl aktueller Schlagzeugst\u00fccke Nicolaus A. Hubers, die sich erfreulich jenseits eines &#8222;Herumdonnerns im Instrumentenpark&#8220; (Huber) bewegen. Wie minuti\u00f6s taktil diese Musik gedacht ist, macht das &#8222;Fingercapriccio&#8220; h\u00f6rbar, wo das &#8222;eardrum percuission duo&#8220; sich mit Fingerkuppeln und Fingern\u00e4geln trommelnd, klopfend, reibend und kratzend an zwei Bongopaaren zu schaffen macht. [&#8230;]<\/p>\n<\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Infotext: VON DER SEHNSUCHT DES SCHLAGZEUGS Nicolaus A. Hubers j\u00fcngste Werke f\u00fcr Perkussion Die exotischen Regionen jenseits der traditionellen Grenzen des musikalischen Fruchtlands, die das Schlagzeug seit Edgard Var\u00e8ses\u00a0Ionisation\u00a0f\u00fcr dreizehn Schlagzeuger (1929\u20131931) der Neuen Musik einst er\u00f6ffneten, sind inzwischen l\u00e4ngst erschlossen und urbar gemacht. 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