{"id":2917,"date":"2013-10-18T14:12:14","date_gmt":"2013-10-18T14:12:14","guid":{"rendered":"https:\/\/neos-music.com\/?post_type=product&#038;p=2917"},"modified":"2022-11-18T14:14:21","modified_gmt":"2022-11-18T14:14:21","slug":"laurie-altman-convergence","status":"publish","type":"product","link":"https:\/\/neos-music.com\/en_us\/product\/laurie-altman-convergence\/","title":{"rendered":"Laurie Altman: Convergence"},"content":{"rendered":"<p>Infotext:<\/p>\n<table border=\"0\" width=\"100%\" rules=\"none\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"bigcontent2\">\n<div id=\"infotext\">\n<p><b>NOTIZEN ZU CONVERGENCE<\/b><\/p>\n<p>Komponieren ist im weitesten Sinn eine Reise aus der Innerlichkeit zur Klarheit. Man wird von St\u00fcck zu St\u00fcck getragen, hinein in stabile und sich erweiternde Formver\u00e4nderungen und Formen; harmonische und rhythmische Engf\u00fchrungen und Verflechtungen; punktuelle Kl\u00e4nge, Cluster und Klangfarben von Licht und Dunkelheit \u2013 alles f\u00fcr ein Ziel: Vollendung auf pers\u00f6nlicher und universeller Ebene. Man f\u00e4ngt damit an (wie der K\u00fcnstler Robert Motherwell es nennt) \u00bbden fl\u00fcchtigen Inspirationsfunken festzuhalten\u00ab \u2013 die Idee (oder Ideen), die die gesamte Komposition untermauern und tragen. Inhaltliche Unterschiede bieten die M\u00f6glichkeit, innere Stimmen einzubeziehen, die sich mit der musikalischen Landschaft und Topographie, die entsteht, verbinden und sie formen. Stilistische Einordnungen wie \u00bbMinimalist\u00ab, \u00bbRomantiker\u00ab oder \u00bbJazzer\u00ab geh\u00f6ren nicht dazu. In meinem Fall bediene ich mich der Elemente, die ich brauche und gehe die Wege wie und wohin ich sie gehen muss.<\/p>\n<p>Die Kompositionen auf\u00a0<i>Convergence<\/i>\u00a0sind zutiefst verschieden: getrennt durch Zeit, Ort, Emotion, Ereignis und \u00bbFunken\u00ab. Das Ergebnis einer Reise in die Antarktis erfordert einen spirituellen Kommentar zu K\u00e4lte, Leere und unvorstellbarer Sch\u00f6nheit, w\u00e4hrend ein Ausflug in ein Kunstmuseum in San Francisco zun\u00e4chst zu einer tiefen Verbindung meiner Augen mit den Farben und Visionen der Kunst f\u00fchrt, die dann in mein Herz dringt. Die Lekt\u00fcre einer Fantasy-Erz\u00e4hlung tr\u00e4gt meine Phantasie in Wolken von Geistern, Tr\u00e4umen und Tod. Wohingegen eine Klaviersonate von Verlust, Qual, v\u00e4terlicher Zuneigung, Wut und Liebe spricht. Schlie\u00dflich erlaubt mir die Wiederbegegnung mit einem musikalischen Meister, Duke Ellington, drei gro\u00dfe klassische Meisterwerke neu zu erfinden und mit ihnen neue Wege zu beschreiten \u2013 eine Art Wiedergeburt, eine Formver\u00e4nderung und Ausweitung der Form, der Stimmung, der L\u00e4nge und des Inhalts.<\/p>\n<p><b>Sonata for Piano # 5<\/b><\/p>\n<p>Die Sonata for Piano # 5 wurde im Jahr 2006 geschrieben und vollendet und ist dem Andenken an meinen Sohn Olivier Altman gewidmet, der 2004 von uns ging. Die Form des Werkes zeigt sich schnell (diese Sonate hat immer den Eindruck eines meiner organischsten Werke gemacht) in dessen Introduktion, die in den Verh\u00e4ltnissen der Tonarten zueinander das sp\u00e4tere Material und seine Entwicklung bereits vorwegnimmt. Die Wahl von cis-Moll als vorherrschende Tonart entsprach zum Zeitpunkt der Komposition am besten meiner Stimmung und dem Inhalt der Sonate.<br \/>\nDer Er\u00f6ffnungssatz ist stark rhythmisch und von vertikalem Charakter, mit kleinen Terzen als verbindende Strukturen. Eine R\u00fcckkehr zu cis-Moll (ein Moment pers\u00f6nlicher Erinnerung) wird zun\u00e4chst behindert, dann aber von einer Sechszehntel-Triolen-Figur verfestigt und durchgesetzt. Die R\u00fcckkehr zum Material des Anfangs, jetzt mit einigen Variationen, bringt den ersten Satz zu seinem Ende.<br \/>\nDer zweite Satz, ein Scherzo, ist schnell, intensiv und sehr rhythmisch. Er beginnt mit einer Figur, die sich aus dem Er\u00f6ffnungsthema entwickelt (eine Art Nachgedanke) und schreitet fort in einem neuen Gedanken mit Wechseln von 2\/4 und 5\/8 Takten. Das Ende kehrt zur Er\u00f6ffnungsfigur zur\u00fcck und schlie\u00dft in einem perkussiven Ausbruch sehr schneller Akkordfolgen.<br \/>\nDer dritte Satz ist meine Version des ber\u00fchmten Spirituals\u00a0<i>Nobody Knows the Trouble I\u2019ve Seen<\/i>. Das St\u00fcck schien mir eine angemessene Metapher sowohl f\u00fcr den Verlust meines Sohnes wie auch f\u00fcr den daraus folgenden andauernden Schmerz und die Trauer. Er schlie\u00dft wehm\u00fctig, gleichsam in einem Traum. Ein Traum von Frieden, Ruhe und Losl\u00f6sung.<br \/>\nDer vierte Satz beginnt mit der Rekapitulation der Introduktion des ersten Satzes \u2013 quasi als \u00e4u\u00dfere St\u00fctze \u2013 gefolgt von einer langen Fuge und zwei choral\u00e4hnlichen Einsch\u00fcben. Die f\u00fcnf Er\u00f6ffnungsnoten der Fuge sind der Introduktion entlehnt, und unter Ver\u00e4nderungen der Tonart, des Metrums und der Struktur schreitet die Fuge schlie\u00dflich schnell voran. Die Chor\u00e4le lassen Augenblicke von Raum, Atmung und Besinnung entstehen.<br \/>\nMaterialeinsch\u00fcbe aus der Introduktion \u2013 quasi ein Versuch, die Fuge zu irritieren \u2013 lassen ihre Kraft erliegen (ein Moment von gro\u00dfem Schmerz und Wut) bevor das Thema wieder zu cis-Moll zur\u00fcckkehrt und die Sonate zum Abschluss bringt.<br \/>\n<i><br \/>\nLaurie Altman<\/i><\/p>\n<p>Es ist in jeder musikalischen Epoche eine Seltenheit, dass solch ein emotionales Drama, mit seinen mal zart, mal heftig sich ver\u00e4ndernden Farben, in einer organischen und gebundenen Form wie der der Sonate ausgedr\u00fcckt wird. Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung f\u00fcr mich als ausf\u00fchrender K\u00fcnstler ist die Interpretation eines solchen Werkes \u2013 sowohl als musikalisch-architektonisches Gef\u00fcge wie auch als zutiefst bewegende Herzens\u00e4u\u00dferung. Die Auff\u00fchrung von Beethovens Sonaten ist eine \u00e4hnliche Erfahrung. Laurie Altmans Sonaten haben viel mit diesen gemeinsam. Die Entwicklung der Motive, die Verh\u00e4ltnisse der Tonarten, die Art und Weise, in der das meditative und durchscheinende langsame Motiv sich in einer Art Fantasie zu einer \u00fcbersch\u00e4umenden und triumphierenden Fuge entwickelt (im Falle der\u00a0<i>Sonata for Piano # 5<\/i>\u00a0eine Neuformulierung des Er\u00f6ffnungsmotivs), erinnert an die\u00a0<i>Hammerklavier-Sonate, Op. 106<\/i>. Es zeigt den Triumph der unaufhaltsamen kreativen Kraft \u00fcber die Trag\u00f6die und Traurigkeit menschlichen Lebens. Mit der\u00a0<i>Sonata for Piano # 5<\/i>\u00a0\u00fcbersetzt Laurie Altman das universelle psychische Drama Beethovens in die musikalische Sprache des 21. Jahrhunderts.<br \/>\nAltman versteht zutiefst die Bedeutung von\u00a0<i>Nobody Knows the Trouble I\u2019ve Seen<\/i>. Die Klangf\u00fclle zu Beginn, die die ganze Breite der Klaviatur aussch\u00f6pft, spricht von Weite und Zeitlosigkeit. Die Phrasen von Ruf und Antwort, die gleichsam pianistischen Formen des \u00c4chzens und St\u00f6hnens der \u00bbsorrow songs\u00ab, folgen der authentischen Tradition der Spirituals. Da ist man im Herzen des Werkes, der zentralen Erfahrung, die die vorausgegangenen S\u00e4tze angedeutet und gesucht haben. Die abschlie\u00dfende Fuge ist die Antwort auf dieses Erlebnis, zugleich majest\u00e4tisch und von feuriger Energie.<br \/>\nEin Teil des Abenteuers sein zu k\u00f6nnen, dieses Werk in realen Klang zu verwandeln, war eine wunderbare Arbeit, die als solche und durch ihre speziellen Herausforderungen allen sehr viel gegeben hat. Mein Gef\u00fchl als Interpret von Laurie Altmans Sonaten sagt mir, dass sie als einzigartiger Beitrag zur musikalischen Literatur gesehen werden m\u00fcssen. Seine Sonaten zeigen, dass Musik, die aus der Seele und dem Herzen spricht, also nicht nur eine intellektuelle Konstruktion darstellt, so lebendig und relevant ist wie in den vergangenen Zeiten der gro\u00dfen Klavier-Komponisten.<br \/>\n<i><br \/>\nClipper Erickson<\/i><\/p>\n<p><b><\/b><\/p>\n<p><b>Antarctic Convergence<\/b>\u00a0f\u00fcr Tenorsaxophon, Klavier und Kontrabass<\/p>\n<p>Die Anf\u00e4nge dieser Komposition liegen sozusagen an Bord des Expeditionsschiffes \u00bbNational Geographic Endeavor\u00ab, auf dem meine Frau Jeannine und ich 2006 eine Reise in die Antarktis machten. Mich verfolgte die Idee, einen Klang zu finden, der mich n\u00e4her zu der Leere, der unendlichen Weite, der Farbe, der K\u00e4lte und der unber\u00fchrten Ruhe dieses bemerkenswerten Ortes f\u00fchren sollte. Es wurde eine mehr oder minder klare AABBAAB-Form. Improvisierte Statements der drei Instrumente werden jedoch zu pers\u00f6nlichen Kommentaren: Dialoge innerhalb der Leere, Bestimmung von Orten, Temperaturen, Ver\u00e4nderung und Ende.<br \/>\n<i><br \/>\nLaurie Altman<\/i><\/p>\n<p>Laurie Altman\u2019s\u00a0<i>Antarctic Convergence<\/i>\u00a0ist Programmmusik im besten Sinn. Es ist ein bewegendes St\u00fcck, das sehr genau sowohl die Trostlosigkeit als auch die Sch\u00f6nheit der Eiswelt einf\u00e4ngt. Au\u00dferdem ist das St\u00fcck ein sch\u00f6nes Beispiel f\u00fcr eines meiner Lieblingsmerkmale in Laurie Altmans Musik, seinem wunderbaren Sinn f\u00fcr Harmonien. Vom ersten Moment des Lesens an war ich v\u00f6llig eingenommen von den Farben der Akkorde, die das St\u00fcck bestimmen. Aus seinem tiefen Verst\u00e4ndnis der Klangfarben \u00fcbertr\u00e4gt er dieses Timbre perfekt auf das Klavier.<br \/>\n<i><br \/>\nAndrew Rathbun<\/i><\/p>\n<p><b>Pedro\u2019s Story<\/b>\u00a0f\u00fcr Klavier solo<\/p>\n<p>Die mexikanische Pianistin Ana Cervantes erteilte im Jahr 2007 den Auftrag zu\u00a0<i>Pedro\u2019s Story<\/i>, nachdem sie von einer Gruppe von Komponisten gebeten wurde, musikalische Impressionen \u00fcber das bahnbrechende Werk\u00a0<i>Pedro Paramo<\/i>\u00a0des mexikanischen Schriftstellers Juan Rulfo zu kreieren. Juan Rulfo (1917\u20131986) war ein angesehener lateinamerikanischer Romancier, Autor von Kurzgeschichten und Fotograf.\u00a0<i>Pedro Paramo<\/i>, eine Art Fantasy-Novelle, spielt in einer mythischen H\u00f6lle auf Erden, die von Toten bewohnt wird, welche von ihren moralischen Verfehlungen der Vergangenheit verfolgt werden. Ich hatte die M\u00f6glichkeit, hierzu die Werke einiger anderer Komponisten zu h\u00f6ren und nahm sie in einigen F\u00e4llen als eine Art klassische \u00bbNew Age\u00ab-Fantasie wahr \u2013 etwas zu vorhersehbar und best\u00e4ndig in ihrer Verwendung von Bewegung\u2009\/\u2009Stillstand, laut\u2009\/\u2009leise oder \u00fcbertrieben dramatischen Pausen. Meine Version von\u00a0<i>Pedro\u2019s Story<\/i>\u00a0ist bei weitem jazziger, mit einem dezidierten Latin-Farbton, einer Song-Form als Struktur, AAB, die sich langsam in das Fantasy-Reich begibt, ohne es zu ernst zu nehmen.<\/p>\n<p><i>Laurie Altman<\/i><\/p>\n<p><i>Pedro\u2019s Story<\/i>\u00a0von Laurie Altman ist einfach eine Erz\u00e4hlung. Eine seltsame Erz\u00e4hlung vielleicht, aber so logisch wie Rulfos Meisterwerk. Die Novelle zwingt den Leser dazu, alles aus einer retrospektiven Sicht zu verstehen. Laurie Altmans Version erfordert vom H\u00f6rer ebensolches. Das Wesentliche ist nicht das impressionistische Portr\u00e4t der Geister in der Geschichte, sondern das Erlebnis der Erz\u00e4hlung beim Lesen. Es ist eine Geschichte, die eine musikalische Version nahelegt, da sie verschiedene Zeitebenen mitbringt, sowohl fortlaufende als auch gest\u00f6rte\/gebrochene Zeitma\u00dfe. Lauries Pedro\u2019s Story ist ebenso gelehrt und pr\u00e4gnant wie die Vorlage Rulfos. Es gibt nichts Belangloses, nichts das nicht da sein m\u00fcsste.<\/p>\n<p><i>Clipper Erickson<\/i><\/p>\n<p><b>Romare Bearden: A Gallery Tour<\/b>\u00a0f\u00fcr Tenorsaxophon, Sopransaxophon, Klavier und Kontrabass<\/p>\n<p><i>Romare Bearden: A Gallery Tour<\/i>\u00a0ist offensichtlich in mancherlei Hinsicht Mussorgskys\u00a0<i>Bilder einer Ausstellung<\/i>\u00a0nachempfunden, auch wenn die Verbindung zu diesem Werk kein bewusst motivierter Vorgang war. Nachdem ich im San Francisco Art Museum die ganze Bandbreite au\u00dfergew\u00f6hnlicher Kunstwerke erlebt hatte, wollte ich spontan und unverz\u00fcglich eine neue Komposition beginnen \u2013 eine Art Ehrenbezeugung sowohl in Bezug auf die Vielfalt der Ausstellung wie auch hinsichtlich der Art und Weise von Beardens Behandlung von Farbe, Struktur und Form. All das beeinflusste und verst\u00e4rkte meine Idee einer sp\u00e4teren\u00a0<i>Gallery Tour<\/i>. Die Gesamtstruktur des Werkes setzt sich, nach einem er\u00f6ffnenden Statement des Klaviers, aus einer Reihe von St\u00fccken zusammen, elf an der Zahl (die elf Galerie-R\u00e4ume, in denen die Ausstellung stattfand), mit einem kurzen Ritornell, das periodisch zwischen den Galerien eingeflochten ist und so die verbindende Einheit des Werkes mit wenigstens f\u00fcnf deutlichen Wiederholungen bildet. Die erste Serie der Galerien, die Nummern 1 bis 7, sind ausdr\u00fccklich als kleine pr\u00e4zise musikalische Begebenheiten gedacht, irgendwie verwandt mit der Art und Weise, in der man ein Bild oder eine Collage zuerst sieht und von der Ferne aufmerksam betrachtet. Ab Galerie 8 werden die St\u00fccke l\u00e4nger, durchmessen sozusagen den Umfang des Werkes dieses gro\u00dfen K\u00fcnstlers und \u00fcbertragen Erregung und Intensit\u00e4t von der Leinwand in Klang und schlie\u00dflich in einen instrumentalen Dialog: Galerie 8 ist ein Zerrbild von Jerome Kerns Standard\u00a0<i>All the Things You Are<\/i>\u00a0mit Improvisationen, Galerie 10 ist eine Wiedergabe des Spirituals\u00a0<i>Nobody Knows the Trouble I\u2019ve Seen<\/i>\u00a0(Beardens Werk ber\u00fchrt tief die Seelen Farbiger, die eng mit Leben und Musikschaffen verbunden sind). Galerie 11 ist das finale Res\u00fcmee.<br \/>\n<i><br \/>\nLaurie Altman<\/i><\/p>\n<p>Wenn sich in New York City gleichgesinnte Musiker zu einer Session treffen, beginnen wir immer mit einem \u00bbSt\u00fcck\u00ab, was in diesem Fall freie Improvisation bedeutet, bei der nichts gesagt wird, wo wir einfach nur zusammen spielen. Ich denke immer,\u00a0 dass es so etwas ist, was in Laurie Altman vorgeht, wenn er komponiert: das Wechselspiel findet in seinem eigenen Verstand und Geist statt. Die Muse spricht innig zu ihm und besucht ihn oft. Er komponiert mit harmonischer und rhythmischer Komplexit\u00e4t, mit starker Form und sch\u00f6nen Melodien, und trotzdem sind alle Kl\u00e4nge gleichsam frei, frisch und notwendig. Diese beiden Kompositionen Antarctic Convergence und\u00a0<i>Romare Bearden: A Gallery Tour<\/i>\u00a0repr\u00e4sentieren die impressionistische und improvisatorische Eigenheit, die Laurie Altman verk\u00f6rpert: sie sind furchtlos, suchend und dazu bestimmt, in der Welt zu sein.<br \/>\n<i><br \/>\nScott Lee<\/i><\/p>\n<p>Ich bewundere Laurie Altmans F\u00e4higkeit, Werke gr\u00f6\u00dferer Form zu schaffen, und seine Reverenz an den gro\u00dfen K\u00fcnstler Romare Bearden ist ein fantastisches Werk. F\u00fcr einen Improvisierenden ist es eine gro\u00dfe Freude, Melodien erfinden zu k\u00f6nnen, die von einem solch klaren und eindrucksvollen musikalischen Hintergrund getragen werden, wie es in Laurie Altmans St\u00fcck durchg\u00e4ngig der Fall ist. Ein gro\u00dfer Teil der Musik ist eher kompliziert, mit einer F\u00fclle verschiedener gemischter Taktarten und eigenartigen Gruppierungen, ungeraden Phrasierungen und komplizierten Harmonien, aber immer bleibt die Musik organisch und klar. Altman komponiert die Musik nicht kompliziert, nur um kompliziert zu sein. Er komponiert, was er h\u00f6rt und f\u00fchlt, und dies f\u00fchrt dazu, dass seine Musik \u2013 unabh\u00e4ngig von der verwendeten Technik \u2013 originell, melodisch und (dies ist am wichtigsten) sch\u00f6n klingt.<br \/>\n<i><br \/>\nAndrew Rathbun<\/i><\/p>\n<p><b>3 for Duke<\/b>\u00a0Version f\u00fcr Fl\u00f6te, Sopran und Klavier<\/p>\n<p>Duke Ellingtons Musik lebt pulsierend in meinem K\u00f6rper. Seit ich mit 11 oder 12 Jahren zum ersten Mal am Klavier\u00a0<i>Sophisticated Lady<\/i>\u00a0mehr schlecht als recht zusammensuchte und dann ein Leben lang mit Ellingtons Kompositionen, Events und Konzerten verbunden war, bin ich \u00fcberzeugt, dass seine Gr\u00f6\u00dfe in der Direktheit und Klarheit seiner Stimme liegt, seinen unerwarteten Verschiebungen von Rhythmik und Stimmung, gepaart mit der F\u00e4higkeit, nie aufzuh\u00f6ren zu \u00bbswingen\u00ab, uneingeschr\u00e4nkt auf dem Punkt zu sein, raffiniert, unmissverst\u00e4ndlich ehrlich und eindringlich. Diese drei originellen Ellington-St\u00fccke sind f\u00fcr Fl\u00f6te, Stimme und Klavier gesetzt. Der Aufbau des Werkes beginnt mit der Solofl\u00f6te, die sowohl direkt wie auch verschlungen den Weg zu den ersten Worten \u00bbThey say\u00ab in den Er\u00f6ffnungstakten von\u00a0<i>Sophisticated Lady<\/i>\u00a0sucht. Diese \u00bbLady\u00ab entwickelt sich zu einem Vehikel f\u00fcr Stimme und Klavier. Allm\u00e4hlich wird man konfrontiert mit etwas, das leer ist, allein, spekulativ und meditativ. \u00bbAnd when nobody is nigh, you cry\u00ab. Ein dreimaliges \u00bbYou cry\u201c schlie\u00dflich betont und beendet kraftvoll den Song.<br \/>\n<i>Mood Indigo<\/i>, schwer und seelenvoll zu Beginn, findet seine Energie in neuen metrischen Wegen, die zu einem Fl\u00f6tensolo f\u00fchren, aus dem ein heiterer und temporeicher Impuls Fl\u00f6te und Klavier am Ende irgendwo verklingen l\u00e4sst.<br \/>\n<i>It Don\u2019t Mean a Thing if it Ain\u2019t\u2026<\/i>\u00a0wird durch ein wiederkehrendes Ostinato zusammengehalten, das Groove und federnde Bewegung in das St\u00fcck bringt. Das gesamte Ensemble spielt hier mit zahlreichen Verbindungen, Dialogen und verwirrenden Momenten. Eine Reihe von Quart-Harmonien am Klavier, eine chromatisch aufsteigende Fl\u00f6tenfigur und Scats f\u00fchren schlie\u00dflich wieder zu \u00bbSo-phis-ti-ca-ted-La-dy\u00ab \u2013 ein Zirkelschluss mit dem Anfang, um sich am Ende mit kleinen verspielten Wort- und Instrumentalfiguren in Leichtigkeit und kurze Klangpunkte aufzul\u00f6sen.<br \/>\n<i><br \/>\nLaurie Altman<\/i><\/p>\n<p>Mein herzlicher Dank gilt allen mitwirkenden Musikern, die unendlich viel Zeit, Lernen und kreative Energie in diese CD investiert haben. Helen, Patrice, Scott, Andrew und Clipper: Mit Euch zu spielen, oder einfach nur zuzuh\u00f6ren war eine bereichernde Erfahrung, die mir den Raum gab, etwas mehr als nur ein hartn\u00e4ckiger Komponist mit einer fixen Vision zu sein. Diese gr\u00f6\u00dfere Dehnbarkeit, das Flie\u00dfen und die Offenheit f\u00fcr Vorschl\u00e4ge und Kommentare gab den Werken die M\u00f6glichkeit, besser zu werden und st\u00e4rker zu wachsen, um schlie\u00dflich in neue Wege hinein und auch wieder aus ihnen heraus zu finden.<\/p>\n<p>An Judith Sherman, Toningenieurin und Produzentin und ihre Assistentin Jeanne Velononis geht mein herzlicher Dank f\u00fcr solch inspiriertes H\u00f6ren und ihren sehenden Einblick. Ich bin umso mehr ein besserer Komponist geworden, wie Ihr meine innere Stimme gefunden und ihr erlaubt habt, sich sicher und oftmals fast unmerklich zu zeigen und ihren Platz zu finden.<\/p>\n<p>Ich umarme meine Frau Jeannine f\u00fcr ihre gro\u00dfartigen, ausdrucksstarken Fotos und meinen lieben Freund Christian Henking, der mich in einem g\u00fcnstigen Augenblick fotografiert hat.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich geht mein allerherzlichster Dank an Wulf Weinmann und NEOS Music. Ich f\u00fchle mich durch diese Unterst\u00fctzung f\u00fcr das Projekt sehr geehrt und bin stolz, mit einem Unternehmen verbunden zu sein, das sich so unzweifelhaft der Verbreitung moderner Musik verschrieben hat, das herausragt in Ausdruckskraft, Einzigartigkeit und Qualit\u00e4t.<br \/>\n<i><br \/>\nLaurie Altman<\/i><\/p>\n<p><i>\u00dcbersetzung aus dem Englischen: Alexandra Z\u00f6llner<\/i><\/p>\n<\/div>\n<\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Programm:<\/p>\n<table border=\"0\" width=\"100%\" rules=\"none\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"bigcontent2\">\n<div id=\"tracks\">\n<p>CONVERGENCE<br \/>\nMusic of Laurie Altman (*1944)<\/p>\n<p><b>Sonata for Piano # 5<\/b>\u00a0(2006)\u00a0<b>22:52<br \/>\n<\/b><i>Dedicated to the memory of Olivier Altman<\/i><\/p>\n<p>[01]\u00a0<b>I. Introduction<\/b>\u00a008:29<br \/>\n[02]\u00a0<b>II. Scherzo<\/b>\u00a002:22<br \/>\n[03]\u00a0<b>III. \u201cNobody knows the Trouble I\u2019ve Seen\u201d<\/b>\u00a003:55<br \/>\n[04]\u00a0<b>IV. Introduction and Fugue, Choral<\/b>\u00a007:54<\/p>\n<p>Clipper Erickson, piano<\/p>\n<p>[05]\u00a0<b>Antarctic Convergence<\/b>\u00a0(2006)\u00a0<b>08:36<\/b><br \/>\nfor tenor saxophone, piano and double bass<\/p>\n<p>Andrew Rathbun, tenor saxophone<br \/>\n<a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Altman_Laurie.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Laurie Altman<\/a>, piano<br \/>\nScott Lee, double bass<\/p>\n<p>[06]\u00a0<b>Pedro\u2019s Story<\/b>\u00a0for solo piano (2007)\u00a0<b>06:35<\/b><\/p>\n<p>Clipper Erickson, piano<\/p>\n<p>[07]\u00a0<b>Romare Bearden: A Gallery Tour<\/b>\u00a0(2006)\u00a0<b>23:01<br \/>\n<\/b>for tenor saxophone, soprano saxophone, piano and double bass<\/p>\n<p>Andrew Rathbun, saxophones<br \/>\n<a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Altman_Laurie.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Laurie Altman<\/a>, piano<br \/>\nScott Lee, double bass<\/p>\n<p><b>3 for Duke<\/b>\u00a0(2006)\u00a0<b>14:15<\/b><br \/>\nfor soprano, flute and piano<\/p>\n<p>[08]\u00a0<b>I. Sophisticated Lady<\/b>\u00a006:45<br \/>\n[09]\u00a0<b>II. Mood Indigo<\/b>\u00a004:26<br \/>\n[10]\u00a0<b>III. It Don\u2019t Mean a Thing If It Ain\u2019t\u2026<\/b>\u00a002:48<\/p>\n<p>Patrice Michaels, soprano<br \/>\nHelen Rathbun, flute<br \/>\n<a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Altman_Laurie.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Laurie Altman<\/a>, piano<\/p>\n<p>total time 75:43<\/p>\n<\/div>\n<\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Infotext: NOTIZEN ZU CONVERGENCE Komponieren ist im weitesten Sinn eine Reise aus der Innerlichkeit zur Klarheit. 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