{"id":2967,"date":"2012-05-11T19:43:00","date_gmt":"2012-05-11T19:43:00","guid":{"rendered":"https:\/\/neos-music.com\/?post_type=product&#038;p=2967"},"modified":"2024-10-28T15:03:37","modified_gmt":"2024-10-28T14:03:37","slug":"thomas-blomenkamp-orchestral-works-chamber-music-piano-music","status":"publish","type":"product","link":"https:\/\/neos-music.com\/en_us\/product\/thomas-blomenkamp-orchestral-works-chamber-music-piano-music\/","title":{"rendered":"Thomas Blomenkamp: Orchestral Works &#8211; Chamber Music &#8211; Piano Music"},"content":{"rendered":"<p>Infotext:<\/p>\n<table border=\"0\" width=\"100%\" rules=\"none\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"bigcontent2\">\n<div id=\"infotext\">\n<p><b>\u00bbTobende Ordnung\u00ab \u2013 Musik von Thomas Blomenkamp<\/b><\/p>\n<p>\u00bbEs gilt die Maxime: keine wie auch immer geartete Ideologie, keine Dogmen, keine festgezurrte \u00c4sthetik. Es soll Musik entstehen, die um ihrer selbst willen Bestand hat\u00a0<u>und<\/u>\u00a0in der Lage ist, den aufmerksamen H\u00f6rer zu bewegen, anzuziehen und\/oder zu verunsichern, jedenfalls nicht gleichg\u00fcltig zur\u00fcckzulassen.\u00ab So umschreibt Thomas Blomenkamp seine kompositorische T\u00e4tigkeit. Der gro\u00dfe Erfolg, der die Auff\u00fchrungen von Blomenkamps Werken stets begleitet, liegt einerseits in der von ihm praktizierten Ideologiefreiheit begr\u00fcndet, in der direkten, oft geradezu k\u00f6rperlichen Wirkung seiner Musik auf den Rezipienten. Doch gleichzeitig eignet Blomenkamps Tonsprache ein hoher Wiedererkennungswert, eine unverwechselbare klangliche Physiognomie; oft sind es kleinste Motivzellen, aus denen seine Kompositionen aufgebaut sind. Und schlie\u00dflich befinden sich bei Blomenkamp, der Wert darauf legt, \u00bbkein Bauch-Komponist\u00ab zu sein, Emotion und Intellekt in einem genau austarierten Gleichgewicht. Nicht umsonst h\u00e4ngt an der Wand seines Arbeitszimmers ein Zitat des franz\u00f6sischen Dramatikers Antonin Artaud: \u00bbAlles muss haargenau in eine tobende Ordnung gebracht werden\u00ab.<\/p>\n<p>Blomenkamps bislang umfangreichstes Orchesterwerk, die\u00a0<i>F\u00fcnf St\u00fccke f\u00fcr gro\u00dfes Orchester<\/i>, verdanken ihre Entstehung einem Auftrag der Tonhalle D\u00fcsseldorf und wurden von den D\u00fcsseldorfer Symphonikern unter John Fiore im Januar 2008 zur Urauff\u00fchrung gebracht. Spezielle W\u00fcnsche bez\u00fcglich der Besetzung hatte Fiore nicht: \u00bbMachen Sie, was Sie wollen\u00ab, sagte er dem erfreuten Komponisten. Blomenkamp entschied sich f\u00fcr ein Werk, in dem er das Orchester mit seinen Mitteln \u00bbauf Herz und Nieren pr\u00fcfen\u00ab wollte. Die f\u00fcnf S\u00e4tze sind in der Reihenfolge schnell\u2013langsam\u2013schnell\u2013langsam\u2013schnell angelegt, in einer Bogenform also. Das einleitende \u00bbPreludio\u00ab beschreibt einerseits ein auskomponiertes Accelerando, andererseits findet hier, wie oft in Blomenkamps Musik, ein Konflikt zwischen dynamischen und statischen Elementen statt. Im \u00bbCanto\u00ab singt das selten verwendete Heckelphon, eine Bariton-Oboe, eine weit ausschwingende Melodie. Die Musik des blechgepanzerten \u00bbScherzo\u00ab wirkt gelegentlich wie der Versuch eines Riesen, Walzer zu tanzen. Die durchaus vorhandene Aggressivit\u00e4t\u00a0 erscheint allerdings durch den t\u00e4nzerischen Charakter gemildert. Dominierender Klangtr\u00e4ger des \u00bbNotturno\u00ab ist die solistisch behandelte Cellogruppe. Die Nachtruhe wird jedoch durch h\u00e4ufige, insistierende Einw\u00fcrfe der gro\u00dfen und kleinen Trommel gest\u00f6rt \u2013 eine gef\u00e4hrdete Idylle. Im Finale befinden sich R\u00fcckbez\u00fcge auf die vorangegangenen S\u00e4tze; gleichzeitig steuert die Musik in unaufhaltsamer Bewegung auf ihren energischen Schluss zu.<\/p>\n<p>Gelegentlich, so schreibt Blomenkamp, \u00fcberkomme ihn zwischen gro\u00dfdimensionierten Werken \u00bbder Appetit auf die kleine Form\u00ab. Einem solchen Bed\u00fcrfnis entsprangen die\u00a0<i>Sept Desserts Rythmiques<\/i>\u00a0(2006) f\u00fcr Bl\u00e4serquintett. Der Titel ist, nach Worten des Komponisten, \u00bbeine Verbeugung vor Erik Satie\u00ab. Das Element des \u00bbfaire plaisir\u00ab, wie es einen gro\u00dfen Teil der franz\u00f6sischen Musik pr\u00e4gt, spielt auch in diesen kurzen, pointierten und rhythmisch pr\u00e4gnanten St\u00fccken eine bedeutende Rolle. Ein leiser Humor ist hier zu finden, wie er in der zeitgen\u00f6ssischen Musik, der deutschen zumal, \u00e4u\u00dferst selten ist. Die Vortragsbezeichnung des letzten Satzes, \u00bbCon delicatezza\u00ab, k\u00f6nnte als Motto f\u00fcr den gesamten Zyklus dienen.<\/p>\n<p>Wie eine Verbeugung vor der gro\u00dfen kammermusikalischen Tradition wirken die ersten Takte von\u00a0<i>Toccata, Tombeau und Torso<\/i>\u00a0f\u00fcr Klavierquartett, entstanden 2009 f\u00fcr das Rivinius KlavierQuartett und von diesem im Januar 2011 aus der Taufe gehoben. \u00bbAlles, was ich komponiere, ist zugleich auch Reflex auf das, was ich von der Musiktradition verinnerlicht habe\u00ab, sagt Blomenkamp. Als Tonmaterial des \u00bbTombeau\u00ab dient der in Noten gesetzte Vorname eines verstorbenen Jugendfreunds des Komponisten. Das dynamische Element der einleitenden \u00bbToccata\u00ab und die Introversion des Mittelsatzes werden im abschlie\u00dfenden \u00bbTorso\u00ab zusammengef\u00fchrt, wobei der Titel keine Fragmentierung anzeigen soll, sondern auf die thematischen Splitter hindeutet, die in diesem Finale zu gro\u00dfer Dichte zusammengepresst werden.<\/p>\n<p>Als \u00bbzwei Seiten einer Medaille\u00ab beschreibt Blomenkamp seine beiden Klavierst\u00fccke\u00a0<i>Barkarole<\/i>\u00a0und\u00a0<i>Nocturne<\/i>: \u00bbBeide St\u00fccke sind monolithisch, bleiben \u203abei sich\u2039, folgen je einer Klangspur, weichen nicht aus in andere Regionen\u00ab. Und dennoch k\u00f6nnten die beiden Werke vom Charakter her verschiedener kaum sein. Wenig erinnert in der 1988 entstandenen\u00a0<i>Barkarole<\/i>\u00a0an ein sanft vor sich hinschaukelndes Boot, wie es der Titel eigentlich nahelegen k\u00f6nnte. Blomenkamps Schiff bewegt sich \u2013 im Gegenteil \u2013 von Anfang an auf gefahrvollem Wasser. Das konsequent zweistimmig angelegte St\u00fcck zeitigt zentrifugale Kr\u00e4fte und setzt Energien frei, die H\u00f6rer wie Interpreten zu verschlingen drohen. \u00bbIch habe tats\u00e4chlich wieder sehr viel daran \u00fcben m\u00fcssen\u00ab, schrieb der Pianist Stefan Irmer einige Tage vor der Aufnahme f\u00fcr diese CD an Blomenkamp, \u00bbund wei\u00df manchmal nicht, ob man Dir daf\u00fcr einen Platz im Himmel oder eher in der H\u00f6lle reservieren sollte \u2026\u00ab. Das 1998 komponierte\u00a0<i>Nocturne<\/i>\u00a0hingegen gibt sich still, statisch, in sich gekehrt. Die ostinat wiederholten langsamen Akkorde halten die Musik\u00a0 quasi am Boden, w\u00e4hrend dynamische Ausbr\u00fcche hinauf ins Sonnenlicht zielen. Es handelt sich in den Worten Blomenkamps um \u00bbMusik nicht ausgesprochener Gedanken, gefl\u00fcsterter Worte, stummer Gesten, m\u00fchsamer Schritte, zerbrechlicher Zust\u00e4nde\u00ab.<\/p>\n<p>Wie die F\u00fcnf Orchesterst\u00fccke, so beschreibt auch die\u00a0<i>Musik f\u00fcr Violine, Violoncello, Klavier und Orchester<\/i>, komponiert\u00a0 2003, eine Bogenform, allerdings in einem Satz. Die Musik kommt aus der Stille und sinkt am Schluss wieder in diese hinab. Sp\u00fcrbar ist schon am Beginn, der in seiner Melismatik ein wenig an fern\u00f6stliche Musik gemahnt, ein konkret abgesteckter \u00bbTon-Pool\u00ab, aus dem sich das Werk entwickelt. Blomenkamp spricht vom \u00bbVersuch, kleine Motiv-Keime zu gr\u00f6\u00dfter Entfaltung zu bringen\u00ab. Hier findet kein Wettstreit zwischen Solisten und Orchester statt, sondern die beiden klanglichen Ebenen erg\u00e4nzen sich und gehen auseinander hervor. Zum vorwiegend ruhigen, oszillierenden Charakter der Musik passt die farbige Orchestrierung mit Instrumenten wie Glockenspiel, Vibraphon und Glasharfe in der Schlagzeuggruppe.<\/p>\n<p>Ein Blick auf die Satztitel der\u00a0<i>Suite f\u00fcr Violoncello solo<\/i>\u00a0\u2013 Prelude, Double, Courante, Air, Gigue \u2013 verr\u00e4t die Inspiration f\u00fcr dieses Werk: die Instrumentalmusik des Barock, in erster Linie nat\u00fcrlich die Cellosuiten Johann Sebastian Bachs. Das kompakte, nichtsdesto-weniger \u00e4u\u00dferst anspruchsvolle Werk entstand f\u00fcr den mit Blomenkamp befreundeten Solocellisten der D\u00fcsseldorfer Symphoniker, Nikolaus Trieb, der es auch im Juni 2010 urauff\u00fchrte.<\/p>\n<p>Die j\u00fcngste Kompositon dieses CD-Portr\u00e4ts,\u00a0<i>Animato, Adagio und Agitato<\/i>\u00a0f\u00fcr Klavierquintett, steht schon aufgrund der Besetzung und des Titels in enger Beziehung zu dem Geschwisterwerk f\u00fcr Klavierquartett, Toccata, Tombeau und Torso. Auch hier handelt es sich beim Mittelsatz um ein musikalisches Gedenken f\u00fcr einen verstorbenen Freund. Zwischen Klagegesang und \u00bbMarcia funebre\u00ab bewegt sich die Klangwelt dieses Adagios, in der man Chiffren wiederzuerkennen glaubt, wie sie Musiken mit Memento-Charakter oft pr\u00e4gen \u2013 der stockende Rhythmus, tiefe Einzelnoten im Klavier \u2013, ohne dass jedoch die Klangsprache der anderer Komponisten tats\u00e4chlich \u00e4hnelte. H\u00f6chstens vielleicht \u00fcber eine Jahrhunderte weite Entfernung hinweg: Ein Meister der Vergangenheit, der Blomenkamp besonders am Herzen liegt, ist Franz Schubert. Und ist es nicht, als ob gerade in diesem Adagio, durch Blomenkamps Tonsprache in die Gegenwart transzendiert, Schuberts Melancholie von Ferne aufscheint?<\/p>\n<p>Thomas Schulz<\/p>\n<\/div>\n<\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Programm:<\/p>\n<p><b>CD 1<\/b><\/p>\n<p><b>F\u00fcnf St\u00fccke f\u00fcr gro\u00dfes Orchester<\/b>\u00a0(2007) 30:25<br \/>\n<i>Work commissioned by the D\u00fcsseldorf Tonhalle<br \/>\nLive recording of the world premiere<\/i><\/p>\n<p>[01]\u00a0<b>Preludio<\/b>\u00a004:35<br \/>\n[02]\u00a0<b>Canto<\/b>\u00a005:57<br \/>\n[03]\u00a0<b>Scherzo<\/b>\u00a005:42<br \/>\n[04]\u00a0<b>Notturno<\/b>\u00a008:14<br \/>\n[05]\u00a0<b>Finale<\/b>\u00a006:04<\/p>\n<p><a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Duesseldorfer_Symphoniker.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">D\u00fcsseldorfer Symphoniker<\/a>\u00a0\u00b7\u00a0<a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Fiore_John.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">John Fiore<\/a>, conductor<\/p>\n<p><b>Sept Desserts Rythmiques<\/b>\u00a0for wind quintet (2006) 14:51<\/p>\n<p>[06]\u00a0<b>Sempre piano e leggiero<\/b>\u00a001:29<br \/>\n[07]\u00a0<b>Calmo \u2013 Vivo<\/b>\u00a001:45<br \/>\n[08]\u00a0<b>Semplice e piano<\/b>\u00a003:18<br \/>\n[09]\u00a0<b>Con fuoco<\/b>\u00a002:15<br \/>\n[10]\u00a0<b>Con slancio<\/b>\u00a001:38<br \/>\n[11]\u00a0<b>Calmo, ma con moto<\/b>\u00a002:48<br \/>\n[12]\u00a0<b>Con delicatezza<\/b>\u00a001:44<\/p>\n<p>Bl\u00e4serquintett der D\u00fcsseldorfer Symphoniker<br \/>\n<i>Ruth Legelli, flute \u00b7 Gisela Hellrung, oboe \u00b7 Adolf M\u00fcnten, clarinet<br \/>\nEgon Hellrung, horn \u00b7 Martin Kevenh\u00f6rster, bassoon<\/i><\/p>\n<p><b>Toccata, Tombeau und Torso<\/b>\u00a0for piano quartet (2009) 18:51<br \/>\n<i>Work commissioned by the Duisburger Philharmoniker<br \/>\nfor the Rivinius KlavierQuartett<br \/>\nLive recording of the world premiere<\/i><\/p>\n<p>[13]\u00a0<b>Toccata<\/b>\u00a004:26<br \/>\n[14]\u00a0<b>Tombeau<\/b>\u00a008:56<br \/>\n[15]\u00a0<b>Torso<\/b>\u00a005:39<\/p>\n<p><a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Rivinius_Klavierquartett.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Rivinius KlavierQuartett<\/a><br \/>\n<i>Siegfried Rivinius, violin \u00b7 Benjamin Rivinius, viola<br \/>\nGustav Rivinius, violoncello \u00b7 Paul Rivinius, piano<\/i><\/p>\n<p>[16]\u00a0<b>Barkarole<\/b>\u00a0for piano (1988) 08:08<\/p>\n<p><a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Irmer_Stefan.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Stefan Irmer<\/a>, piano (Fazioli F 228)<\/p>\n<p>total time 72:46<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>CD 2<\/b><\/p>\n<p>[01]\u00a0<b>Nocturne<\/b>\u00a0for piano (1998) 14:37<\/p>\n<p><a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Irmer_Stefan.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Stefan Irmer<\/a>, piano (Fazioli F 228)<\/p>\n<p>[02]\u00a0<b>Musik f\u00fcr Violine, Violoncello, Klavier und Orchester<\/b>\u00a0(2003) 21:04<br \/>\n<i>Work commissioned by the Nordwestdeutsche Philharmonie<br \/>\nand the Kunststiftung NRW for \u201cBegegnung mit Beethoven 2004\u201d<br \/>\nLive recording of the world premiere<\/i><\/p>\n<p><a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Trio_Opus_8.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Trio Opus 8<\/a><br \/>\n<i>Eckard Fischer, violin \u00b7 Mario De Secondi, violoncello \u00b7 Michael Hauber, piano<br \/>\n<\/i><a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Nordwestdeutsche_Philharmonie.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Nordwestdeutsche Philharmonie<\/a>\u00a0\u00b7\u00a0<a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Beermann_Frank.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Frank Beermann<\/a>, conductor<\/p>\n<p><b>Suite f\u00fcr Violoncello solo<\/b>\u00a0(2010) 12:29<br \/>\n<i>Work commissioned by the Meerbuscher Kulturkreis<\/i><\/p>\n<p>[03]\u00a0<b>Prelude<\/b>\u00a002:19<br \/>\n[04]\u00a0<b>Double<\/b>\u00a002:00<br \/>\n[05]\u00a0<b>Courante<\/b>\u00a002:08<br \/>\n[06]\u00a0<b>Air<\/b>\u00a002:59<br \/>\n[07]\u00a0<b>Gigue<\/b>\u00a003:01<\/p>\n<p><a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Trieb_Nikolaus.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Nikolaus Trieb<\/a>, violoncello<\/p>\n<p><b>Animato, Adagio und Agitato<\/b>\u00a0for piano quintet (2010) 15:26<br \/>\n<i>Work commissioned by the D\u00fcsseldorfer Symphoniker<br \/>\nand the Prime Minister of the Land Nordrhein-Westfalen<br \/>\nfor the Lambertus-Klavierquintett and \u201cSchumann 2010\u201d<\/i><\/p>\n<p>[08]\u00a0<b>Animato<\/b>\u00a004:22<br \/>\n[09]\u00a0<b>Adagio<\/b>\u00a004:53<br \/>\n[10]\u00a0<b>Agitato<\/b>\u00a006:10<\/p>\n<p>Lambertus-Klavierquintett<br \/>\nFranziska Fr\u00fch, violin \u00b7 Cristian-Paul Suvaiala, violin \u00b7 Ralf Buchkremer, viola<br \/>\nNikolaus Trieb, violoncello \u00b7 Thomas Blomenkamp, piano<\/p>\n<p>total time 64:10<\/p>\n<p>Pressestimmen:<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/logo_das_orchester.png?ssl=1\" \/><br \/>\n05\/2013<\/p>\n<p>Thomas Blomenkamp, 1955 geboren in D\u00fcsseldorf: ein freier Komponist, verpflichtet allein musikalischer Tradition, soweit mit ihrer Hilfe Ansprache und Fasslichkeit erm\u00f6glicht wird. [\u2026]\u00a0Blomenkamp ist nicht nur Komponist, sondern beherrscht als Konzertpianist und Kammermusikpartner auch unmittelbar die musikalische Materie. [\u2026] Ein introvertierter Musiker zweifellos, aber keiner, der sich in reduzierten, klang-armen oder blo\u00df mikrologischen Raumbildungen bewegt.<\/p>\n<p>[\u2026] Musikalisch vermitteln die beiden CDs h\u00f6chst kompetente Umsetzungen der Blomenkamp\u2019schen \u00c4sthetik.<\/p>\n<p><i>Bernhard Uske<\/i><\/p>\n<p><a class=\"arcoma_editor_link\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?template=german-album-details.php&amp;content=Alben\/11205-06.php#\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.dasorchester.de<\/a><\/p>\n<p><i><\/i><\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/logo_suedwestpresse.gif?ssl=1\" \/><br \/>\n05.10.2012<\/p>\n<p><b>Wohltemperierte Moderne<\/b><\/p>\n<p>Der 1955 in D\u00fcsseldorf geborene Komponist Thomas Blomenkamp z\u00e4hlt zu den gro\u00dfen deutschen Hoffnungstr\u00e4gern seiner Zunft.<\/p>\n<p>Sein beim Label NEOS erschienenes Deb\u00fct-Doppelalbum pr\u00e4sentiert packende Orchester-, Kammer- und Klaviermusik, entstanden zwischen 1988 und 2010. Die intensiven, teils sehr verletzlichen, dabei aber immer ins Ohr (und unter die Haut) gehenden Tonsch\u00f6pfungen wie etwa das einem Klagegesang gleichende \u201eAnimato, Adagio und Agitato\u201c f\u00fcr Klavierquintett oder die meditativ-fragile \u201eMusik f\u00fcr Violine, Violoncello, Klavier und Orchester\u201c sind zwar h\u00f6rbar durch \u201eSchaltzentren\u201c der Moderne gegangen, bleiben aber in ihrem gebrochenen Gestus letztlich dem klassisch-romantischen Sch\u00f6nheitsideal verpflichtet.<\/p>\n<p>Das gilt auch f\u00fcr die \u201ekleinen\u201c Werke wie etwa die \u201eSuite f\u00fcr Violoncello solo\u201c sowie f\u00fcr die gro\u00dfdimensionierten \u201eF\u00fcnf St\u00fccke f\u00fcr gro\u00dfes Orchester\u201c.<\/p>\n<p>Die Interpreten, etwa die D\u00fcsseldorfer Symphoniker oder das Lambertus und Rivinius-Klavierquintett liefern ein bezwingendes Pl\u00e4doyer f\u00fcr ber\u00fchrende Musik unserer Zeit.<\/p>\n<p><b>Drei Fragen an den Komponisten Thomas Blomenkamp<\/b><\/p>\n<p><i>Sind Sie ein sp\u00e4ter Romantiker oder wo verorten Sie sich?<\/i><\/p>\n<p>Ich sehe mich selbst in der europ\u00e4ischen Traditionslinie. Meine gro\u00dfe Liebe gilt, neben Bach, aber tats\u00e4chlich der Romantik und hier den Komponisten Schubert, Schumann und Brahms. Auch Bart\u00f3k und Strawinsky geh\u00f6ren zu den Komponisten, die ich sehr sch\u00e4tze.<\/p>\n<p><i>Ihre Kompositionen geben dem Gef\u00fchl und der Innigkeit eine Stimme. Diese Dinge wurden und werden oft noch kritisch be\u00e4ugt \u2026<\/i><\/p>\n<p>Kann man Gef\u00fchl und Innigkeit komponieren? Ich glaube nicht. Sie werden im H\u00f6rer wachgerufen, weil er bestimmte Kl\u00e4nge mit seinen Empfindungen verbindet. Daran kann ich nichts Schlechtes finden, jeder Komponist m\u00f6chte seine Adressaten ber\u00fchren. In Deutschland l\u00e4sst sich die Scheu vor \u201eAusdruck\u201c nat\u00fcrlich historisch erkl\u00e4ren, nicht zuletzt durch den Missbrauch der Musik im Nationalsozialismus.<\/p>\n<p><i>Auf Ihrer CD sind sowohl Orchester- als auch Kammermusik und Solo-Werke zu h\u00f6ren. Welche Rolle spielen Gattungen in Ihrer Musik?<\/i><\/p>\n<p>In meinem Werkverzeichnis tauchen die Begriffe Symphonie, Konzert, Sonate (noch) nicht auf \u2013 Oper und Lied dagegen schon, letzteres allerdings selten als Klavierlied. Gattungen sehe ich nicht als starre Gr\u00f6\u00dfen. Die Form meiner Werke ist mir wichtig, die Proportionen, Kontraste, ein gewisserma\u00dfen klassisches Ebenma\u00df.<\/p>\n<p><i>Burkhard Sch\u00e4fer<\/i><\/p>\n<p><i><\/i><\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/logo_rheinische_post.png?ssl=1\" \/><br \/>\n<b>D\u00dcSSELDORFER KULTUR<\/b><br \/>\n10\/2012<\/p>\n<p><b>Desserts, Winzlinge und alte Fl\u00fcgel<\/b><\/p>\n<p><i>von Wolfram Goertz<\/i><\/p>\n<p>Drei neue Klassik-CDs sind eng mit D\u00fcsseldorf verwoben: Pianist Tobias Koch entdeckt den fr\u00fcheren Kapellmeister Ferdinand Hiller, Udo Falkner widmet sich dem Klavier-\u201eTagebuch\u201c von Georg Kr\u00f6ll \u2013 und Komponist Thomas Blomenkamp wird umfangreich portr\u00e4tiert.<\/p>\n<p>[\u2026] Eine wahre Freude ist auch die neue Portr\u00e4t-CD f\u00fcr den in Meerbusch lebenden, zum erweiterten landeshauptst\u00e4dtischen Denkerkollektiv z\u00e4hlenden und hier geborenen Komponisten Thomas Blomenkamp (57).<\/p>\n<p>Die Doppel-CD bringt unter anderem die \u201eF\u00fcnf St\u00fccke f\u00fcr gro\u00dfes Orchester\u201c, die dem Schreiber dieser Zeilen jetzt noch besser gefallen als bei der Urauff\u00fchrung 2007, bringt auch die exquisiten \u201eSept Desserts Rythmiques\u201c f\u00fcr Bl\u00e4ser oder die beinahe vibrierende \u201eBarkarole\u201c f\u00fcr Klavier (die zeigt, dass Blomenkamp im Nebenberuf ein gl\u00e4nzender Pianist ist).<\/p>\n<p>Diverse Musiker aus D\u00fcsseldorf und Umgebung spendieren dem Freund und Kollegen \u00fcberaus animierte Interpretationen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/logo_neue_musikzeitung.jpg?ssl=1\" \/><br \/>\n05.07.2012<\/p>\n<p>Frei pulsierend: Werke von Thomas Blomenkamp auf einer neuen Doppel-CD<\/p>\n<p>(nmz) &#8211; Der Komponist Thomas Blomenkamp arbeitet erfolgreich f\u00fcr namhafte Orchester und Solisten, sein \u0152uvre umfasst fast alle Gattungen, von Miniaturen f\u00fcr Klavier bis zur gro\u00dfen Oper. Er ist in Repertoire-Reihen der Kammer- und Orchestermusik sowie auf internationalen Festivals vertreten, zahlreiche Werke wurden von Rundfunkanstalten aufgezeichnet. Moden oder Marktzw\u00e4nge haben ihn nie tangiert. Nun legt der 57J\u00e4hrige seine erste Doppel-CD vor: einen Querschnitt seines Instrumentalwerks \u2013 kompromisslos und spannend.<\/p>\n<p>Die F\u00fcnf St\u00fccke f\u00fcr gro\u00dfes Orchester f\u00fchren direkt hinein in die Klangwelt des Komponisten, ein Reich feinster Farben und Instrumentierung, raffinierter Rhythmik und (A)Tonalit\u00e4t. Zarte Kantilenen schweben \u00fcber dichten Clustern, hingetupfte t\u00e4nzerische Metren balancieren mit wuchtigen Bl\u00f6cken der Streicher, Blechbl\u00e4ser und Pauken. Harmonie und Dissonanz, Skalen, Fl\u00e4chen, Schichten \u2013 alles greift wie selbstverst\u00e4ndlich ineinander, flie\u00dft mit gro\u00dfem Atem und ist doch klar und transparent geformt. Die D\u00fcsseldorfer Symphoniker unter John Fiore spielen mitrei\u00dfend dynamisch. Sie geben dem kleinsten solistischen Motiv Glanz und eruptiven Tutti Raum.<br \/>\nJedes der acht Werke dieser Doppel-CD hat eine pr\u00e4zise, eigene Struktur und Grundfarbe: eher verschlossen und nach innen tastend klingt ein Nocturne f\u00fcr Piano (Stefan Irmer), wie ein schmerzvolles Aufb\u00e4umen Animato, Adagio und Agitato f\u00fcr Klavierquintett (Lambertus-Klavierquintett), sinnlich virtuos die Suite f\u00fcr Violoncello solo (Nikolaus Trieb).<\/p>\n<p>Alle Musiker spielen in H\u00f6chstform und man sp\u00fcrt, dass Blomenkamp ihnen auf den Leib komponiert hat. Der Reichtum des individuellen Ausdrucks ist ihm wichtig. Er l\u00e4sst auch dem kleinsten Detail Zeit, sich zu entfalten \u2500 und dem Publikum Luft f\u00fcr Fantasie. Nichts Monumentales oder Abstraktes versperrt den Zugang, musikalische Prozesse sind durchl\u00e4ssig, schlank und greifbar. Da blitzen asiatisch oder arabisch gef\u00e4rbte Splitter auf, dort kurze Momente der Erinnerung an J.S. Bach, Schubert, Satie, Strawinsky oder Schostakowitsch. Kein Gedanke wirkt lang, kein Gef\u00fchl ausufernd. Blomenkamps Musik pulsiert frei und konsequent. Sie gibt der Stimme des Herzens Gestalt, Gr\u00f6\u00dfe und Poesie.<\/p>\n<p>Bewertung:\u00a0<img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/stars5.gif?ssl=1\" \/><\/p>\n<p><i>Annette von Wangenheim<\/i><\/p>\n<p><a class=\"arcoma_editor_link\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?template=german-album-details.php&amp;content=Alben\/11205-06.php#\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.nmz.de<\/a><\/p>\n<p><i><\/i><\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/logo_rheinische_post.png?ssl=1\" \/><br \/>\n29.06.2012<\/p>\n<p><b>Werkschau des Komponisten Thomas Blomenkamp<\/b><\/p>\n<p><i>von Regine M\u00fcller<\/i><\/p>\n<p>Rund 70 Kompositionen umfasst das bisherige Werk von Thomas Blomenkamp. Der in D\u00fcsseldorf geborene Komponist, der in Meerbusch lebt, hat sich fast allen klassischen Gattungen gewidmet, vom Solost\u00fcck \u00fcber Kammermusik und St\u00fccken f\u00fcr Kinder bis hin zur abendf\u00fcllenden Oper &#8222;Der Idiot&#8220; nach Dostojewskis Roman, die 2001 am Theater Krefeld-M\u00f6nchengladbach uraufgef\u00fchrt wurde.<\/p>\n<p>Seit 1982 arbeitet der Sch\u00fcler von J\u00fcrg Baur beharrlich und abgeschieden vom Rummel der Avantgarde-Szene an seinem Werk und bringt es mit sch\u00f6ner Regelm\u00e4\u00dfigkeit zu viel beachteten Urauff\u00fchrungen, obwohl \u2013 oder vielleicht gerade weil \u2013 seine Tonsprache sich weder einer aktuellen Mode noch einer der angesagten Schulen zurechnen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Blomenkamp ist kein Freund von musikalischen Materialschlachten und macht einen weiten Bogen um elektronisch erzeugte Kl\u00e4nge und technische Hochr\u00fcstungen. &#8222;Maschinenpark&#8220; nennt er dergleichen skeptisch und glaubt ohnehin nicht an den Fortschritt in der Musik, sondern an die Vielfalt.<\/p>\n<p>Ein Schwerpunkt von Blomenkamps Arbeit liegt in der Kammermusik, denn er ist studierter Pianist.<\/p>\n<p>Soeben ist beim Label &#8222;NEOS&#8220; eine Doppel-CD mit einem sch\u00f6nen Querschnitt durch sein Schaffen erschienen. Enthalten sind unter anderem atmosph\u00e4risch ungemein dichte Kammermusiken wie &#8222;Toccata, Tombeau und Torso&#8220; f\u00fcr Klavierquartett, einige Solost\u00fccke, darunter die &#8222;Suite f\u00fcr Violoncello solo&#8220; f\u00fcr den Solocellisten der D\u00fcsseldorfer Symphoniker Nikolaus Trieb und &#8222;F\u00fcnf St\u00fccke f\u00fcr gro\u00dfes Orchester&#8220;, ein Auftragswerk der Tonhalle, das von den Symphonikern mit gro\u00dfem Erfolg im Januar 2008 aus der Taufe gehoben wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Infotext: \u00bbTobende Ordnung\u00ab \u2013 Musik von Thomas Blomenkamp \u00bbEs gilt die Maxime: keine wie auch immer geartete Ideologie, keine Dogmen, keine festgezurrte \u00c4sthetik. 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