{"id":2973,"date":"2012-03-12T19:48:14","date_gmt":"2012-03-12T19:48:14","guid":{"rendered":"https:\/\/neos-music.com\/?post_type=product&#038;p=2973"},"modified":"2024-09-04T14:57:31","modified_gmt":"2024-09-04T12:57:31","slug":"alexandre-glazounov-nicola-lefanu-krzysztof-meyer-saxophone-concertos","status":"publish","type":"product","link":"https:\/\/neos-music.com\/en_us\/product\/alexandre-glazounov-nicola-lefanu-krzysztof-meyer-saxophone-concertos\/","title":{"rendered":"Alexandre Glazounov, Nicola LeFanu, Krzysztof Meyer: Saxophone Concertos"},"content":{"rendered":"<p>Infotext:<\/p>\n<table border=\"0\" width=\"100%\" rules=\"none\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"bigcontent2\">\n<div id=\"infotext\">\n<p><b>Glasunow \u2013 LeFanu \u2013 Meyer \u00b7 Saxophonkonzerte<\/b><\/p>\n<p><b>Alexander Glasunow \u00b7 Konzert f\u00fcr Altsaxophon und Streichorchester (1934)<\/b><\/p>\n<p>Der gro\u00dfe russische Romantiker Alexander Glasunow (1865\u20131936) lebte quasi als Fl\u00fcchtling in der N\u00e4he von Paris, als ihn mein Lehrer Sigurd Rascher am 15. Dezember 1933 bat, ein Saxophonkonzert zu schreiben. Rascher hatte am Abend zuvor eine Auff\u00fchrung von Glasunows Saxophonquartett op. 109 geh\u00f6rt und war sicher, dass der Meister sich f\u00fcr sein Spiel interessieren w\u00fcrde. Glasunow hingegen erwartete nicht, enthusiastisch zu sein: \u00bbJunger Mann, ich kenne das Saxophon seit mehr als 50 Jahren!\u00ab erkl\u00e4rte er, als Rascher ihn ansprach. Als er jedoch Raschers au\u00dfergew\u00f6hnliches Spiel h\u00f6rte, rief er begeistert: \u00bbJa, f\u00fcr solch einen Musiker werde ich ein Konzert schreiben!\u00ab Durch die politische Situation und seine Verpflichtungen am Konservatorium von St. Petersburg abgelenkt, war Glasunow in den vergangenen Jahren nicht viel zum Komponieren gekommen. Umso erstaunlicher war deshalb seine spontane Entscheidung, ein gr\u00f6\u00dferes Werk zu schreiben.<\/p>\n<p>Wenige Wochen sp\u00e4ter erhielt Rascher in Kopenhagen \u2013 wo er von 1933 bis 1938 im Exil lebte \u2013 die Nachricht, dass das Konzert fast fertig sei. Bald darauf machte er sich erneut auf den Weg nach Paris, um die letzten Details mit dem Komponisten zu besprechen, unter anderem sich \u00fcber die Tempi und eine neue Kadenz einig zu werden. Die Urauff\u00fchrung fand am 26. November 1934 in Nyk\u00f6ping (Schweden) mit dem Norrk\u00f6ping Sinfonieorchester unter Tord Brenner und Sigurd Rascher als Solist statt. Am n\u00e4chsten Tag wurde Glasunows Konzert in Norrk\u00f6ping gleich wieder gespielt; diesmal stand zus\u00e4tzlich die Urauff\u00fchrung des Saxophonkonzerts von Lars-Erik Larsson auf dem Programm.<br \/>\nGlasunows Saxophonkonzert hat sich l\u00e4ngst als das ber\u00fchmteste Werk f\u00fcr Saxophon etabliert. Inzwischen ist es auch das meistgespielte Werk Glasunows, denn sein umfangreiches \u0152uvre ist weitgehend in Vergessenheit geraten.<\/p>\n<p>Glasunow war weder Modernist noch ein modischer Komponist, sondern vielmehr ein treuer russischer Romantiker in der Tradition Rimsky-Korsakovs und \u2013 im edelsten Sinne \u2013 ein versierter Handwerker. Einst als gr\u00f6\u00dftes musikalisches Talent Russlands ger\u00fchmt, waren seine erstaunlichen musikalischen F\u00e4higkeiten schon zu Lebzeiten Legende (siehe die zahlreichen Anmerkungen in Schostakowitschs \u203aTestament\u2039). Auch das Saxophonkonzert ist kein sehr progressives Werk, sondern eine wunderbare Pr\u00e4sentation des von Glasunow offensichtlich geliebten Saxophons. F\u00fcr die Akzeptanz des Saxophons als Konzertinstrument tat Glasunow viel, und er gab diesem Instrument sein einziges wahrhaftig romantisches Konzert.<\/p>\n<p>Dennoch war Glasunows Saxophonkonzert eine schwere Geburt. Weitgehend aus sozialpolitischen Gr\u00fcnden hatte er Probleme, einen Verleger f\u00fcr das Konzert zu finden, und er starb bevor die gedruckte Ausgabe korrigiert werden konnte. Demzufolge blieb die Ausgabe fehlerhaft und mit dubiosen Ver\u00e4nderungen, sowohl im Solopart wie auch im Orchester. Noch dazu wird das Saxophonkonzert als \u203aOp. 109\u2039 bezeichnet, obwohl Glasunow diesem \u2013 wie allen seinen letzten vier Kompositionen \u2013 keine Opuszahl gab. (\u203aOp. 109\u2039 ist das Saxophonquartett). Zus\u00e4tzlich finden sich in der Ausgabe mehrere auffallend falsche Noten und eine offensichtlich irrt\u00fcmliche Metronomangabe. Au\u00dferdem wurde A. Petiot, ein Herausgeber bei Editions Leduc, in fr\u00fchen Auflagen als \u203aMit-Komponist\u2039 angegeben. Von dieser Absurdit\u00e4t konnte ich mich selbst \u00fcberzeugen, da Sigurd Rascher mir Gelegenheit gab, das Werk von der vollst\u00e4ndig handgeschriebenen Partitur Glasunows zu lernen, und nirgendwo taucht der Name A. Petiot auf. Nachweise liegen bislang nicht vor, doch der wahrscheinlichste Grund f\u00fcr dieses \u203aSpielchen\u2039 scheint ein rein urheberrechtlicher zu sein, besonders im Hinblick auf die weltpolitische Lage der Zeit.<\/p>\n<p>Basierend auf Glasunows Manuskript habe ich die ver\u00f6ffentlichte Ausgabe in den Originalzustand zur\u00fcckversetzt und diese f\u00fcr die vorliegende CD-Aufnahme verwendet. Im Konzert spielte Sigurd Rascher mit Glasunows Zustimmung seine eigene Kadenz, von der ich pers\u00f6nlich nie besonders angetan war. Rascher ermutigte mich, eine eigene zu schreiben, die hier auch gespielt wird.<\/p>\n<p><b>Nicola LeFanu \u00b7 Konzert f\u00fcr Altsaxophon und Streichorchester (1989)<\/b><\/p>\n<p>Nicola LeFanu (geboren 1947) ist die Tochter der Komponistin Elisabeth Maconchy, einer Enkelin des legend\u00e4ren irischen viktorianischen Schriftstellers Sheridan LeFanu und eine ehemalige Studentin des Ausnahmekomponisten Egon Wellesz. Nach ihren Studien in Oxford, am Royal College of Music, Harvard und Brandeis, lebte Nicola LeFanu viele Jahre in London, wo sie am King\u2019s College zusammen mit ihrem Ehemann, dem australischen Komponisten David Lumsdaine, unterrichtete. 1994\u20132008 war sie Leiterin der Musikabteilung und Professorin f\u00fcr Komposition an der Universit\u00e4t von York. Ihr umfangreiches \u0152uvre umfasst mehr als hundert Kompositionen \u2013 einschlie\u00dflich sieben Opern \u2013 und wurde \u00fcberall in der Welt aufgef\u00fchrt. Trotz ihres Erfolgs bleibt f\u00fcr sie das Komponieren eher Leidenschaft als Beruf.<\/p>\n<p>Auf meine Bitte hin hatte sie schon 1985 das bemerkenswerte Saxophonquartett Moon Over the Western Ridge, Mootwingee komponiert, als ich sie 1988 bat, f\u00fcr mich ein Saxophonkonzert zu schreiben. 1990 ergab sich eine g\u00fcnstige Gelegenheit f\u00fcr die Urauff\u00fchrung mit dem fabelhaften finnischen Ostrobothnian Chamber Orchestra unter Juha Kangas, und es dauerte nicht mehr lange, bis das Konzert fertig wurde.<\/p>\n<p>\u00dcber ihr magisches Vierteltonwerk schrieb Nicola LeFanu: \u00bbMein Konzert f\u00fcr Saxophon besteht aus einem einzigen Satz und dauert ungef\u00e4hr 20 Minuten. Seine charakteristische und ungew\u00f6hnliche Klangwelt ergibt sich aus seiner Virtuosit\u00e4t (besonders im Saxophon, aber auch in den Streichern) und den Viertelt\u00f6nen, die sich durch das gesamte St\u00fcck ziehen. Das Konzert besitzt geballte Energie und Klangfarbe; es ist im Grunde ein lyrisches Werk, das viel mit Phantasie und Reflexion zu tun hat.<\/p>\n<p>Das Werk ist auf einer Anzahl wiederkehrender Ideen aufgebaut, hat also eine entfernte Verwandtschaft mit der Ritornello-Form. Diese Ideen werden miteinander verbunden und vermischt, jedoch nie genau wiederholt; sie tauchen immer wieder verwandelt auf. Dies ist im kraftvollen Wiederauftreten der unisono Streichermusik leicht zu erkennen. Die chromatische Harmonie des Konzerts ist die modale Basis des Werkes. Sie zeigt sich in seinem ruhigen Zentrum und schimmert in der Coda erneut auf.<\/p>\n<p>Wenn ich versuche, Bilder f\u00fcr mein St\u00fcck zu finden, dann denke ich an das Meer: turbulent, st\u00fcrmisch, ruhig&#8230; Ich denke an einen dahinschwebenden Vogel oder eine Muschel, die wieder und wieder durch die Wogen hin- und hergeworfen wird, selbst durch die zarteste Welle, in einer sternenklaren Nacht.<br \/>\nDas Konzert wurde vom Ostrobothnian Chamber Orchestra in Auftrag gegeben und vom Arts Council of Great Britain finanziert. Es ist dem au\u00dfergew\u00f6hnlichen Solisten John-Edward Kelly gewidmet.\u00ab<\/p>\n<p><b>Krzysztof Meyer \u00b7 Konzert f\u00fcr Altsaxophon und Streichorchester, op. 79 (1993)<\/b><\/p>\n<p>Krzysztof Meyer (geboren 1943) wird f\u00fcr seine hochentwickelte musikalische Begabung, seine gro\u00dfe k\u00fcnstlerische Integrit\u00e4t und sein vielseitiges \u0152uvre besonders gesch\u00e4tzt, dennoch bleibt seine Musik weitgehend ein Insider-Tipp. Trotz der zahlreichen internationalen Auff\u00fchrungen seiner Werke und einer langen Liste von Bewunderern (darunter bekannte Instrumentalisten und auch ber\u00fchmte Komponisten, wie z.\u2009B. sein enger Freund Witold Lutos\u0142awski) stand sein Schaffen viele Jahre im Schatten der bekannteren polnischen Avantgardisten. Dadurch lie\u00df er sich jedoch nicht ablenken, sondern setzte die Entwicklung seiner ausdrucksstarken musikalischen Sprache weiter fort.<\/p>\n<p>1943 als Sohn eines Arztes in Krakau geboren, f\u00fchrten ihn seine Studien letztendlich zur Kompositionsklasse von Stanis\u0142aw Wiechowicz und Krzysztof Penderecki in Krakau sowie zu Nadia Boulanger in Paris. Er freundete sich mit Dmitri Schostakowitsch an, wurde ein bekannter Experte f\u00fcr dessen Musik und schrieb eine herausragende Schostakowitsch-Biographie. Schnell wurde er ein anerkannter und beliebter P\u00e4dagoge und nahm zuerst in Krakau und sp\u00e4ter an der Hochschule f\u00fcr Musik in K\u00f6ln Professuren an. Er ist mit der polnischen Musikwissenschaftlerin Dr. Danuta Gwizdalanka verheiratet und lebt in Deutschland und Polen.<\/p>\n<p>Das Konzert f\u00fcr Altsaxophon und Streichorchester wurde auf meinen Wunsch hin 1992\u201393 geschrieben. Das Werk besteht aus einem klagenden, dunklen langsamen Satz (\u203aQuieto\u2039) und einem siebenteiligen, kontrastreich wirkenden schnellen Satz (\u203aInquieto\u2039). Ein ber\u00fchrend sch\u00f6ner Einsatz herber Dissonanzen \u2013 typisch f\u00fcr Meyers Musik \u2013 steht im Zentrum der melodischen und harmonischen Charakteristika beider S\u00e4tze. Ebenso typisch f\u00fcr Krzysztof Meyer ist der hohe Grad an Integration zwischen Soloinstrument und Orchester: Das Saxophon spielt durchweg die f\u00fchrende Rolle, bleibt jedoch stets eingebettet in die Fortf\u00fchrung des Ganzen. Das Orchester bleibt seinerseits ein immer essentieller Partner des Geschehens, es wird ihm niemals eine sekund\u00e4re Begleitungsrolle zugeteilt. Bemerkenswert ist der Gebrauch des Saxophons, insbesondere eine ungehinderte Virtuosit\u00e4t in den h\u00f6chsten Registern.<\/p>\n<p>bwohl das Konzert auf dem Weg zu seinem dramatischen H\u00f6hepunkt einen blendenden Eindruck macht, so ist es doch auch ein Werk, das in minuti\u00f6ser Detailarbeit entstand. Besondere Aufmerksamkeit sollte der H\u00f6rer der emotional geladenen Atmosph\u00e4re schenken, die durch Meyers ausdrucksstarke, harmonische Sprache moduliert wird, und ebenso den pantomimischen Gesten, die sich in den kleinsten melodischen Motiven \u00e4u\u00dfern. Diese beiden Aspekte z\u00e4hlen zu den zentralen Bausteinen von Krzysztof Meyers spezieller musikalischer Welt.<\/p>\n<p>Das Konzert f\u00fcr Altsaxophon und Streichorchester wurde am 12. Januar 1994 in Stuttgart mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart unter Heinrich Schiff uraufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>John-Edward Kelly<br \/>\nJanuar 2012<\/p>\n<\/div>\n<\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Programm:<\/p>\n<p><b><a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Glazounov_Alexandre2.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Alexandre Glazounov<\/a><\/b>\u00a0(1865\u20131936)<\/p>\n<p>[01]\u00a0\u00a0<b>Concerto for Alto Saxophone and String Orchestra<\/b>\u00a0(1934) 14:17<br \/>\n<i>Cadenza: John-Edward Kelly<\/i><\/p>\n<p>John-Edward Kelly, conductor &amp; soloist<\/p>\n<p><b><a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Glazounov_Alexandre.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Nicola LeFanu<\/a><\/b>\u00a0(*1947)<\/p>\n<p>[02]\u00a0<b>Concerto for Alto Saxophone and String Orchestra<\/b>\u00a0(1989) * 23:43<br \/>\n<i>Dedicated to John-Edward Kelly<\/i><\/p>\n<p>Micha Hamel, conductor<\/p>\n<p><b><a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Meyer_Krzysztof.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Krzysztof Meyer<\/a><\/b>\u00a0(*1943)<\/p>\n<p><b>Concerto for Alto Saxophone and String Orchestra, op. 79<\/b>\u00a0(1993) * 20:41<br \/>\n<i>Dedicated to John-Edward Kelly<\/i><\/p>\n<p>[03]\u00a0<b>I Quieto<\/b>\u00a011:40<br \/>\n[04]\u00a0<b>II Inquieto<\/b>\u00a009:01<\/p>\n<p>Micha Hamel, conductor<\/p>\n<p>total time 58:42<\/p>\n<p><a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Kelly_John-Edward.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">John-Edward Kelly<\/a>, alto saxophone<br \/>\n<a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Netherlands_Radio_Chamber_Philharmonic.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Netherlands Radio Chamber Philharmonic<\/a><br \/>\nJohn-Edward Kelly &amp;\u00a0<a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Hamel_Micha.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Micha Hamel<\/a>, conductors<\/p>\n<p><i>* World Premiere Recordings<\/i><\/p>\n<p>Pressestimmen:<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/logo_fanfare.jpg?ssl=1\" \/><br \/>\n19.01.2013<\/p>\n<p>Here at last is the recording for which John-Edward Kelly\u2019s fans have been waiting for almost 12 years. Recorded in 2000 by the soon-to-be-defunct Emergo label, it has been waiting in legal limbo until NEOS was finally able to secure the rights to the recording. It is of particular interest for a number of reasons, not least for the recording of the Glazunov Concerto. This concerto is the most famous and most frequently played in the repertoire, so that seems an odd statement until one realizes that John-Edward Kelly was a student of Sigurd Rasch\u00e8r, who in 1933 convinced the aging Glazunov to write the concerto for him. The serious works for the instrument were still few and Rasch\u00e8r, having just heard Glazunov\u2019s saxophone quartet, was determined to have a concerto by him. The composer initially resisted the commission, but was convinced by Rasch\u00e8r\u2019s extraordinary technique and sound. In his notes for this recording, Kelly quotes Glazunov as saying \u201cYes, for such a musician I will write a concerto!\u201d<\/p>\n<p>Kelly brings the same qualities of silky richness and unforced eloquence\u2014which led Rasch\u00e8r to choose Kelly to replace him in the Rasch\u00e8r Saxophone Quartet in 1981\u2014but goes further by returning to the original manuscript to correct the \u201cmany mistakes and dubious alterations in both the solo part and the orchestra.\u201d Kelly provides his own cadenza, as he was encouraged to do by his teacher, rather than use Rasch\u00e8r\u2019s. He also conducts the performance himself, assuring that the concerto is heard as a dignified, reflective work of more than usual autumnal gentleness.<\/p>\n<p>The two other items on the program present a marked contrast to the romantic Glazunov concerto. They are both contemporary works, dedicated to Kelly by two composers whom he has since championed as a conductor of the New York-based Arcos Orchestra, which he founded in 2005. Kelly has an ear for wellconstructed works, but these works challenge the ear where the Glazunov beguiles. Opening with a bold orchestral surge, English composer Nicola LeFanu\u2019s single-movement Concerto for Alto Saxophone and String Orchestra (1989) sets the alternatingly agitated and ruminative solo line against an often mysterious orchestral background that occasionally becomes energetic and aggressive. The essentially chromatic character of the music is made stranger by the use of quarter-tone bending of the line. LeFanu indulges in some mild extended techniques, mainly slap-tongue, but generally as punctuation for the predominantly and, as the work progresses, increasingly ethereal lyricism.<\/p>\n<p>Polish composer Krzysztof Meyer\u2019s Concerto for Alto Saxophone and String Orchestra (1993) is a work of deeper emotions in two contrasting movements: the first dark and mournful, the second unsettled and dramatic in its contrasting sections. The saxophone functions often as an orchestral lead as much as a soloist, rising out of the string textures and interacting with the orchestra rather than contending with it in the classical sense of a concerto. Again, extended techniques\u2014slap- and flutter-tongue\u2014are used, but sparingly, often as an almost musing gesture. The harmonic language is often dissonant, but expressive.<\/p>\n<p>John-Edward Kelly does not disappoint. The modern works are as skillfully realized as the more traditionally beautiful Glazunov. He draws a fluid, open tone from his 1928 instrument which was built to the original Adolphe Sax specifications. Legato is smoothly done, extended techniques are realized with taste, and the extensive altissimo of the Meyer concerto is accomplished with apparent ease. The Netherland Radio Chamber Philharmonic plays well under both the soloist and guest conductor Micha Hamel. A most welcome release.<\/p>\n<p><i>Ronald E. Grames<\/i><\/p>\n<p><i><\/i><\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/logo_audaud.jpg?ssl=1\" \/><br \/>\n18.06.2012<\/p>\n<p>Alexander Glazounov\u2019s (1865-1936) career as a composer and teacher spanned the transition from Romantic era to experimental modernity. As Director of the St. Petersburg (later the Leningrad) Conservatory from 1895-1928, he taught Miaskovsky and Prokofiev, but his compositions never moved beyond the Romantic Russian tradition. Taught by one of the great orchestrators, Rimsky-Korsakov, his works were brilliantly scored, and, unlike many Russian composers, mostly optimistic, but lacked the melodic fecundity that would compensate for his monochromic emotional landscape.<\/p>\n<p>Glazounov\u2019s Saxophone Concerto eschews any link to jazz; it\u2019s a purely romantic work. The alto saxophone, with its mellifluous, dusky tone and the lush string accompaniment creates the perfect environment for a \u201850s cocktail lounge setting. There is a bouncy, spirited second section that provides tempo contrast, but the lack of bite is a significant drawback. Saxophonist John-Edward Kelly negotiates the musical challenges with verve and aplomb.<\/p>\n<p>Listening to Nicola LeFanu\u2019s (b. 1947) Concerto for Alto Saxophone and String Orchestra (1989) after the Glazounov, is akin to experiencing a fresh autumn breeze at the end of a hot summer. LeFanu is the daughter of composer Elizabeth Maconchy, whose Symphony for Double String Orchestra, recorded on the Lyrita label, was an audiophile favorite in the 1990s. The quicksilver mood changes \u2013 frenetic, calm, eery, beautiful \u2013 make this an emotionally riveting work. The composer accurately describes her composition as \u201cfull of energy and color; essentially a lyrical piece concerned with fantasy and reflection.\u201d Especially beautiful is the calm interlude of the middle section that expresses the nostalgic autumnal quality that the alto sax expresses so well. An ending solo cadenza exploits virtuosic possibilities that are flawlessly executed by John-Edward Kelly.<\/p>\n<p>Krzysztof Meyer (b. 1943) is a relatively unknown member of the Polish avantgarde, who studied with Krzysztof Penderecki, Nadia Boulanger, and befriended Witold Lutoslawski and Dmitri Shostakovich. His Concerto for Alto Saxophone and String Orchestra (1993) starts with a brooding and serious quiet section, \u2018Quieto,\u2019 yet its dissonances are starkly beautiful. The second section, \u2018Inquieto\u2019 is a lighter, almost improvisational romp, exploiting the alto sax\u2019s higher registers to create a brilliant tapestry that stimulates the musical intellect.<\/p>\n<p>Soloist John-Edward Kelly commissioned both of the modern works and is an impeccable soloist. The Netherlands Radio Chamber Philharmonic is a superb accompanist and the sound is ideal. If you love the classical saxophone, this CD will provide much stimulation and pleasure.<\/p>\n<p><i>Robert Moon<\/i><\/p>\n<p><i><\/i><\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/logo_listener.jpg?ssl=1\" \/><\/p>\n<p>26.05.2012<\/p>\n<p><b>Sternstunden f\u00fcr ein &#8222;aquatisches Instrument&#8220;<br \/>\n<\/b><i>von Rainer Aschemeier<\/i><\/p>\n<p>Die meisten Musikh\u00f6rer kennen es so gut wie ausschlie\u00dflich aus der Jazzmusik, nicht wenige halten es im klassischen Orchester perse f\u00fcr verzichtbar, und Claude Debussy beschimpfte es einst als \u201eaquatisches Instrument\u201c: Das Saxophon.<\/p>\n<p>Keine Frage \u2013 das Saxophon hatte es als relativ sp\u00e4te Entwicklung nicht leicht, sich im klassischen Sinfonieorchester durchzusetzen. 1840 von dem belgischen Instrumentenbauer Adolphe Sax erfunden, bekam es mit seinem sonoren Sound ab 1845 zun\u00e4chst einen Stammplatz in franz\u00f6sischen Milit\u00e4rkapellen. Erst einige Zeit sp\u00e4ter entdeckten es auch ernstzunehmende Komponisten wie Hector Berlioz oder Giacomo Meyerbeer f\u00fcr ihr Orchester.<\/p>\n<p>So richtig spannend wurde es erst, als der Jazz in den 1920er-Jahren in der Popmusik f\u00fcr einen Saxophon-Boom sorgte, dem sich auch die Vertreter der sogenannten E-Musik nicht entziehen konnten: Alban Berg, Igor Strawinsky, Ralph Vaughan Williams, Maurice Ravel, Benjamin Britten \u2013 und ja, auch Claude Debussy komponierten Musik mit prominenten Saxophonparts. Ein veritables Saxophonkonzert schrieb jedoch niemand von ihnen. Und so kommt es, dass ausgerechnet einer der Komponisten, die ansonsten inzwischen von der breiten Musikh\u00f6rermehrheit fast vergessen sind, das bis heute meist gespielte und popul\u00e4rste Saxophonkonzert f\u00fcr sich verbuchen kann. Es wird selbst bis tief hinein in die Provinz immer wieder auf den Spielpl\u00e4nen zu entdecken sein und kann auf eine reiche Einspielungshistorie auf Schallplatten und CDs zur\u00fcckblicken.<\/p>\n<p>Die Rede ist von dem wundersch\u00f6nen Saxophonkonzert Alexander Glasunows. Glasunow war Professor f\u00fcr Instrumentation am St. Petersburger Konservatorium und Lehrer einer gef\u00fchlt un\u00fcberschaubaren Zahl von russischer Komponistenprominenz wie etwa Dmitri Schostakowitsch, Sergej Prokoffjew oder Nikolai Mjaskowski (um nur die drei Wichtigsten zu nennen). In den sp\u00e4teren Jahren seines Lebens bekam Glasunow schwerwiegende gesundheitliche Probleme, die wohl auch auf eine jahrelange \u201eKarriere\u201c als Alkoholiker zur\u00fcckzuf\u00fchren waren. Dennoch machte sich der bereits kranke Komponist noch zwei Jahre vor seinem Tod daran, ein herrliches Saxophonkonzert zu schreiben, das wir auf dieser Neuerscheinung des M\u00fcnchener Labels NEOS in einer Spitzendarbietung zu h\u00f6ren bekommen.<\/p>\n<p>Ausf\u00fchrender Solist und Dirigent der hier vorgestellten Einspielung ist John-Edward Kelly, dessen Lehrer Sigurd Rascher war. Rascher wiederum war Solist bei der Urauff\u00fchrung des Glasunowschen Konzerts im Jahr 1934 im schwedischen Nyk\u00f6ping.<\/p>\n<p>Obwohl es dieses Werk in vielen guten Darbietungen gibt (mein Favorit war bisher die Einspielung mit dem niederl\u00e4ndischen Solisten Arno Bornkamp und dem Niederl\u00e4ndischen Radiosinfonieorchester auf challenge classics), geh\u00f6rt doch diese hier auf NEOS fraglos zu den allerbesten, ist vielleicht sogar die bisherige Topaufnahme dieses unwiderstehlich anziehenden Werks.<\/p>\n<p>John-Edward Kelly verf\u00fcgt \u00fcber ein ungew\u00f6hnlich hohes Ma\u00df dynamischer Abstufungen und \u00fcber eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Virtuosit\u00e4t. W\u00e4hrend dies Glasunows Saxophonkonzert eher \u201ebeil\u00e4ufig\u201c zugute kommt, kann Kelly bei den beiden anderen St\u00fccken auf dieser CD wirklich alles zeigen, was sein Instrument hergibt.<\/p>\n<p>Sowohl die irische Komponistin Nicola LeFanu (eine Enkelin des irischen Kultschriftstellers Sheridan LeFanu, der eine Art irische Antwort auf E.T.A. Hoffmann war) als auch der polnische Komponist Krzysztof Meyer beschr\u00e4nken sich nicht darauf, das Saxophon als blo\u00dfes Blasinstrument zu betrachten. Bei ihnen wird es auch als quasi perkussives Gestaltungselement eingesetzt. Obert\u00f6ne werden geradezu provoziert, herausgekitzelt, m\u00f6glichst ungew\u00f6hnliche Klangeffekte sollen erzielt werden.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend dies bei Krzysztof Meyer recht gut funktioniert \u2013 einfach auch deshalb, weil er als einstiger Freund Witold Lutos\u0142awskis und als heute noch aktiver zeitgen\u00f6ssischer Komponist einen ad\u00e4quat modernen Stil pflegt -, ist das Konzert f\u00fcr Altsaxophon und Streichorchester von Nicola LeFanu in meinen Augen deutlich weniger gelungen. LeFanu m\u00fcht sich, ihrem Konzert einen modernen Anstrich zu verpassen, kann aber nicht verhehlen, dass ihr neoromantische Kl\u00e4nge \u00e1 la Michael Nyman eigentlich lieber gewesen w\u00e4ren. Damit will ich nichts gegen Neotonalit\u00e4t gesagt haben, doch Nicola LeFanus Saxophonkonzert wirkt dadurch eher aufgesetzt und nicht wie \u201eaus einem Guss\u201c. Da ist Krzysztof Meyers Konzert schon etwas ganz Anderes. Es hebt sich schon vom Aufbau des Werks her bewusst vom Vorbild Glasunow ab (was LeFanu \u00fcbrigens nicht macht) und stellt das Saxophon in zwei gegens\u00e4tzlichen Abschnitten (betitelt mit \u201eQuieto\u201c und \u201eInquieto\u201c) quasi sich selbst gegen\u00fcber. Sein Ansatz ist nicht nur ein Konzert mit einer originellen Form und einer traditionsbewusst modernen Tonsprache, sondern es ist auch eine Ausstellung des Soloinstruments. Wie in einer Vitrine wird hier das Saxophon in all seinen Facetten gezeigt \u2013 von goldgl\u00e4nzend und schillernd bis hin zu schnatternd und l\u00e4rmend.<\/p>\n<p>Klangtechnisch ist die CD durchaus gelungen, l\u00e4sst es aber etwas an akustischer Aufl\u00f6sung fehlen. Nichtsdestotrotz kann man hier ohne Bedenken von einer hochklassigen Tontechnik sprechen, auch wenn sie h\u00f6chsten HiFi-Anspr\u00fcchen vielleicht nicht in allen Details gerecht wird.<\/p>\n<p>Fazit: Seit langer Zeit hat es kein so spannendes Saxophon-Album im klassischen Bereich mehr gegeben. Alle vertretenen St\u00fccke sind sehr h\u00f6renswert und werden von der renommierten Niederl\u00e4ndischen Kammerphilharmonie unter der Leitung von Micha Hamel konsequent erstklassig dargeboten. Der absolut fabelhafte Solist John-Edward Kelly ist dann gewisserma\u00dfen das \u201ei-T\u00fcpfelchen\u201c auf einer rundum gelungenen CD-Produktion. Gl\u00fcckwunsch an das M\u00fcnchener NEOS-Label zu dieser wunderbaren Einspielung! F\u00fcr mich ist sie zumindest in Sachen Glasunow die neue Referenz am Markt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Classicsax.com<\/b><br \/>\n05.05.2012<\/p>\n<p>John-Edward Kelly&#8217;s latest saxophone CD release is one that we&#8217;ve been waiting on for a few years! Back in 2000, Mr. Kelly recorded these three concerti with the excellent Netherlands Radio Chamber Philharmonic. Only now have they been released on the NEOS label.<\/p>\n<p>Most saxophonists are very familiar with the famous Concerto by Alexander Glazunov. It is easily one of the most often studied and performed works in the repertory. There has been a resurgence of interest in the work from an historical viewpoint, so much so that there will be a presentation at the World Saxophone Congress meeting in July on this topic. While this type of examination of the repertoire of a particular instrument is commonplace among other instrumentalists, it is not always so with the saxophone. I believe the primary reason is that our body of music is relatively young, as is our instrument, and, therefore, has not attracted the scholarly examination into the origins or performances of the music. However, the new edition of the Glazunov Concerto from Baerenreiter, the new edition of the Debussy Rhapsodie from Henle, along with publications from Ethos, are presenting just this type of critical study of our music.<\/p>\n<p>We can catch a glimpse into history through this recording from John Kelly. Mr. Kelly studied the Glazunov from the manuscript score with Sigurd Rascher. His rendition here makes good use of that preparation. Wrong notes in the printed version are corrected as well one tempo indication. The score was restored to the manuscript version and was used for this recording. If one is familiar with Rascher&#8217;s quite different aesthetic regarding this concerto, you can hear the Rascher influence throughout. As presented here, the concerto is not a &#8222;show piece&#8220; or technical tour-de-force. It is a stately, Romantic presentation of the saxophone as Glazunov heard it back in 1933. We will remain indebted to Alexander Glazunov for providing us the only true Romantic-era concerto for the saxophone. It is with this realization, and from this perspective, that the concerto should be studied and performed. Mr. Kelly does an admirable job in all regards, even providing an excellent, self-composed cadenza in lieu of the published version. Printed articulations and phrasings are not taken as definitive, but this, again, reflects the era of composition. If you need to be convinced of this, just look at how many editions there are of the great violin concerti prepared by different performers throughout the years.<\/p>\n<p>The two other compositions on the recording are music of today. Nicola LeFanu gave the saxophone quartet a wonderful work back in 1985 entitled Moon over the Western Ridge, Mootwingee. Ms. LeFanu offers a few words about her 1989 concerto: &#8222;My Concerto for Saxophone is a single movement work lasting about 20 minutes. It has a characteristic and unusual sound world, arising from its virtuosity (in the solo saxophone and strings, too) and also because it employs quarter-tones throughout. The concerto is full of energy and colour; it is essentially a lyric piece, concerned with fantasy and reflection.&#8220;<\/p>\n<p>As with many of the pieces composed for John Kelly, the 4+ octave range of the saxophone is used without reserve. The Concerto by Krzysztof Meyer was composed in 1992-93 and consists of a lamenting, darkly-textured slow movement and a dramatic seven-sectioned, starkly-contrasted fast movement. The music is passionate, expressive, dramatic. The use of the saxophone is remarkable, utilizing the high register with an unhindered virtuosity. Mr. Kelly seems most comfortable with these types of pieces and he creates a riveting performance here.<\/p>\n<p><i>Robert Haley<\/i><\/p>\n<p><a class=\"arcoma_editor_link\" href=\"http:\/\/www.classicsax.com\/index.php\/adolphe-sax-institute\/83-john-edward-kellys-new-glazunov-recording\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.classicsax.com<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Infotext: Glasunow \u2013 LeFanu \u2013 Meyer \u00b7 Saxophonkonzerte Alexander Glasunow \u00b7 Konzert f\u00fcr Altsaxophon und Streichorchester (1934) Der gro\u00dfe russische Romantiker Alexander Glasunow (1865\u20131936) lebte quasi als Fl\u00fcchtling in der N\u00e4he von Paris, als ihn mein Lehrer Sigurd Rascher am 15. Dezember 1933 bat, ein Saxophonkonzert zu schreiben. 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