{"id":3024,"date":"2011-06-04T14:46:07","date_gmt":"2011-06-04T14:46:07","guid":{"rendered":"https:\/\/neos-music.com\/?post_type=product&#038;p=3024"},"modified":"2023-05-22T18:18:08","modified_gmt":"2023-05-22T18:18:08","slug":"luigi-nono-risonanze-erranti-post-prae-ludium-per-donau","status":"publish","type":"product","link":"https:\/\/neos-music.com\/en_us\/product\/luigi-nono-risonanze-erranti-post-prae-ludium-per-donau\/","title":{"rendered":"Luigi Nono: Risonanze erranti &#8211; Post-prae-ludium per Donau"},"content":{"rendered":"<p>Infotext:<\/p>\n<table border=\"0\" width=\"100%\" rules=\"none\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"bigcontent2\">\n<div id=\"infotext\">\n<p><b>DER TON ALS NUKLEUS<\/b><\/p>\n<p>Leider hat Luigi Nono zur \u00c4sthetik seines Sp\u00e4twerks nur wenig publiziert, weshalb es legitim erscheint, hier \u00fcber einen Vortrag zu berichten, den er 1983 im Rahmen eines Seminars im Freiburger\u00a0EXPERIMENTALSTUDIO gehalten hatte. Ausgehend von einer Spektralanalyse, welche er zusammen mit Hans Peter Haller und Roberto Fabbriciani f\u00fcr die Fl\u00f6te durchgef\u00fchrt hatte, stellte er fest, dass ein mikrophonierter Einzelton dieses Instruments bei entsprechender Spielweise entweder sinustonartig oder, bei ausdifferenziertem Spiel mit Blasger\u00e4uschen wie unterschiedlich betonten Obert\u00f6nen, inwendig \u00bbvielf\u00e4ltig wie eine Beethoven-Symphonie\u00ab (Nono) sein k\u00f6nnte, und damit im Gegensatz zum Sinuston einzigartig.<\/p>\n<p>Diese Einzigartigkeit verglich er mit der Leibniz\u2019schen Blattmetapher. Ein Blatt von Ferne betrachtet, gleicht allen anderen Bl\u00e4ttern eines Baumes, indes ist es unter dem Mikroskop, dem Pendant zum Mikrophon, unverwechselbar und so individuell wie ein Fingerabdruck. Diese Individuation des Einzeltones war der Ausgangspunkt von Nonos Arbeit mit Live-Elektronik, wobei sein Rekurrieren auf die inwendige Beethoven-Symphonie keinesfalls die Idee enthielt, auch tradierte Formen wiederzubeleben. Im Gegenteil war es gerade die Sprengung eines Formtyps mit Exposition, Durchf\u00fchrung und vorherh\u00f6rbarer Reprise, die ihn faszinierte.<\/p>\n<p>\u00dcber die im EXPERIMENTALSTUDIO m\u00f6gliche Klanganalyse und Klangumwandlungsverfahren ergab sich f\u00fcr ihn der Blick in die Unendlichkeit, ein Aufbruch in ein neues musikalisches Zeitbewusstsein, auch wenn er hierf\u00fcr mit Giordano Bruno ausgerechnet einen Philosophen des Cinquecento mit dem Zitat \u00bbsuccessiuamente \u00e1 tempi et tempi giongendo lume a lume\u00ab (die im Laufe der Zeit Licht an Licht reihen) anf\u00fchrte.<\/p>\n<p align=\"left\">Detlef Heusinger<\/p>\n<p><b>RISONANZE\u00a0ERRANTI\u00a0\u00b7 POST-PRAE-LUDIUM PER DONAU<\/b><\/p>\n<p align=\"left\"><b><\/b>Die Werke f\u00fcr das Musiktheater,\u00a0<i>Intolleranza 1960<\/i>\u00a0(1960\/61) und\u00a0<i>Al gran sole carico d\u2019amore<\/i>\u00a0(1972\/74), fassten jeweils die vorangegangen Jahrzehnte von Luigi Nonos Schaffen zusammen und schufen Z\u00e4suren, nach denen der Komponist zu neuen Ufern aufbrach. Doch in den vier Jahren nach\u00a0<i>Al gran sole<\/i>\u00a0komponierte Nono fast gar nichts; als 1980 sein Streichquartett\u00a0<i>Fragmente \u2013 Stille, An Diotima<\/i>\u00a0 mit dem LaSalle-Quartett uraufgef\u00fchrt wurde, schien er zun\u00e4chst mit diesem auf Friedrich H\u00f6lderlin bezogenen Werk nicht mehr als jener \u00bbpolitisch engagierte\u00ab Komponist erkennbar, als den man ihn klassifiziert hatte.<\/p>\n<p align=\"left\">Als sein n\u00e4chstes Ziel bezeichnete er \u00bbPrometheus\u00ab, eine neue \u00bbAzione Musica\u00ab f\u00fcr die Frankfurter Oper. Alle Werke, die Nono nach dem Streichquartett bis zu diesem monumentalen\u00a0<i>Prometeo<\/i>\u00a0komponierte, sind Wege, die unmittelbar zu diesem f\u00fchren; diejenigen, die danach bis zum Tod des Komponisten 1990 entstanden sind, kn\u00fcpfen bei\u00a0<i>Prometeo<\/i>\u00a0an und f\u00fchren in weitere, noch unerschlossene \u00bbLandschaften\u00ab.<\/p>\n<p align=\"left\">Von zentraler Bedeutung f\u00fcr Nono auf dem Weg zum Prometeo und nach diesem war seit 1979 die F\u00fclle neuer klanglicher M\u00f6glichkeiten, die ihm die Live-Elektronik des Freiburger EXPERIMENTALSTUDIOS bot. Kaum ein Werk ist f\u00fcr die Suche nach Nonos neuen Wegen nach dem\u00a0<i>Prometeo<\/i>\u00a0in seiner Radikalit\u00e4t so herausragend wie die 1986 entstandenen\u00a0<i>Risonanze erranti<\/i>\u00a0f\u00fcr Alt, Fl\u00f6te\/Piccolo, Tuba\/Posaune, Schlagzeuger und Live-Elektronik. Sie wurden am 15. M\u00e4rz 1986 in K\u00f6ln mit Susanne Otto unter der Leitung des Komponisten und des Dirigenten Peter Hirsch erstmals aufgef\u00fchrt und f\u00fcr eine Reihe von Folgeauff\u00fchrungen vom Komponisten noch mehrmals \u00fcberarbeitet.<\/p>\n<p align=\"left\">\u00bbIrrende Resonanzen\u00ab der Instrumente wie der Singstimme. F\u00fcr die letzte Fassung hat Nono von vier Gedichten von Herman Melville (1819\u20131891) aus dessen\u00a0<i>Battle Pieces<\/i>\u00a0und aus Ingeborg Bachmanns Gedicht\u00a0<i>Keine Delikatessen<\/i>\u00a0nur einzelne Worte ausgew\u00e4hlt: \u00bbdeep abyss\u00ab, \u00bbpain crime\u00ab, \u00bbHunger \u2013 Tr\u00e4nen \u2013 Finsternis\u00ab, \u00bbdespairing\u00ab, \u00bbdeath\u00ab, \u00bbVerzweiflung\u00ab: Eine Landschaft der Verlassenheit, Hoffnungslosigkeit und des Todes. Die\u00a0<i>Risonanze erranti<\/i>\u00a0sind Luigi Nonos \u00bbWinterreise\u00ab, an deren Ende ein\u00a0<i>Fragment finale sospeso!<\/i>\u00a0mit Fragen \u2013 ich? du? er? sie? es? wir? ihr? \u2013 die letzte mit der Vortragsbezeichnung \u00bbduro, wie Anklage, lasciando sospeso\u00ab versehen.<\/p>\n<p align=\"left\">Doch es gibt noch eine weitere, eine historische Dimension: \u00bbEchos von Guillaume de Machaut, Josquin Desprez und Johannes Ockeghem\u00ab nennt sie das Titelblatt der Partitur, doch nur je zwei, drei Anfangst\u00f6ne dieser Werke Alter Musik aus den fernen 14. und 15. Jahrhunderten hat Nono zitiert. Sie werden von der Singstimme wie den Instrumenten gesungen und durch die Live-Elektronik in immer neue Klangr\u00e4ume gebracht; dagegen verwenden die Fragmente von Melville aus dem amerikanischen B\u00fcrgerkrieg und aus Ingeborg Bachmanns katastrophischem \u00bbdrei\u00dfigsten Jahr\u00ab je eigene Klangr\u00e4ume.<\/p>\n<p align=\"left\">Die Instrumente schaffen schroffe Tonh\u00f6hen- und Dynamikkontraste und Nono erkundet gleichzeitig flie\u00dfende \u00dcberg\u00e4nge zwischen Vokalem, Instrumentalem und den elektronisch transformierten Kl\u00e4ngen. Die weiten R\u00e4ume von Dantes\u00a0<i>Inferno<\/i>\u00a0scheinen beschworen (3:22): \u00bbQuivi, sospiri, pianti et alti guai \/ Risonavan per l\u2019aer senza stelle\u00ab (Seufzer, Klagen und Weherufe \/ hallen in sternenlosen N\u00e4chten) \u2013 gleichzeitig ganz nahe und eine andere Welt. Und immer wieder scheinen sich die harten Schl\u00e4ge der Bongos, die ganz zarten der Crotales und die geheimnisvollen sardischen Glocken in weiten R\u00e4umen und langen Pausen zwischen den Fragmentinseln zu verlieren.<\/p>\n<p align=\"left\">\u00bbSie hat nicht Rollen gesungen, sondern auf der Rasierklinge gelebt\u00ab schrieb Ingeborg Bachmann \u00fcber Maria Callas. Genau solche Grenzsituationen auch bei Melville, Bachmann und Luigi Nono. Mit dem Ziel \u2013 so Nono \u2013 f\u00fcr den H\u00f6rer \u00bballes zu erweitern, alles zu vertiefen, um andere \u00c4nderungen zu schaffen, Ver\u00e4nderungen, menschliche, Gef\u00fchl, sozial, Reform, Denken\u00ab.<\/p>\n<p align=\"left\">Der Titel\u00a0<i>Post-prae-ludium per Donau<\/i>\u00a0f\u00fcr Tuba und Live-Elektronik verweist auf\u00a0 Nonos Absicht, eine Folge von Solowerken mit und f\u00fcr Interpreten zu komponieren, mit denen er seit Beginn der Arbeit im EXPERIMENTALSTUDIO eng zusammengearbeitet hatte \u2013 in diesem Falle der Tubaspieler Giancarlo Schiaffini. Er spielte dieses knapp 14 Minuten dauernde Werk erstmals am 17. Oktober 1987 in Donaueschingen.<\/p>\n<p align=\"left\">Die Verbindung von\u00a0<i>prae-<\/i>\u00a0und\u00a0<i>post-ludium<\/i>\u00a0im Titel steht f\u00fcr die Vorstellung einer \u00bbGleichzeitigkeit\u00ab, die f\u00fcr das Denken des sp\u00e4ten Nono, ein \u00bbSowohl-als-auch\u00ab, charakteristisch ist. Sie l\u00e4sst sich auch auf die Gleichwertigkeit von Interpret und Komponist, von Live-Klang und Elektronik beziehen.<\/p>\n<p align=\"left\">Das\u00a0<i>Post-prae-ludium<\/i>\u00a0besteht aus zwei Teilen, die durch einen kontrastreichen Mittelabschnitt verbunden werden. Der erste Teil (ca. 5:20) wird durch live-elektronisch \u00fcberlagerte Verz\u00f6gerungen von 5, 7, 10 und 15 Sekunden bestimmt; die Tuba spielt sehr leise in h\u00f6chster Lage, dann mit gleichzeitigem Falsett-Gesang, mit Vibrato und normaler Singstimme. Der Klang kommt aus vier im Auff\u00fchrungsraum aufgestellten Lautsprechern. Nach ca. 1:40 des Mittelteils in hoher Lage (um c<sup>2<\/sup>\/f<sup>2<\/sup>) erfolgt ein Absturz auf das tiefste Kontra-C im\u00a0<i>pppppp<\/i>, nach gut zwei Minuten folgt erneut das mikrointervallisch umspielte c<sup>1<\/sup>\/f<sup>1<\/sup>. Der letzte Teil ist eine sukzessive klangliche und dynamische Erweiterung und Verst\u00e4rkung mit einem klangfarblich ver\u00e4nderten Achsenton f1 der Tuba.<\/p>\n<p align=\"left\">Der erste Leiter des Freiburger EXPERIMENTALSTUDIOS, Hans Peter Haller, hat eindringlich beschrieben, wie Luigi Nono seine gemeinsame Arbeit mit den Interpreten und der Live-Elektronik verstanden hat: Nicht, ob etwas sch\u00f6n, korrekt, virtuos und richtig gewesen war, sei entscheidend, wichtiger sei Nono die \u00bbmenschliche Seite der Auff\u00fchrung\u00ab gewesen; alles k\u00f6nne zwar perfekt, doch zu sauber \u2013 weil ohne das entscheidende gewagte \u00e4u\u00dferste Risiko \u2013 sein. Das galt f\u00fcr den Komponisten selbst, die Ausf\u00fchrenden\u00a0<i>und<\/i>\u00a0die H\u00f6rer.<\/p>\n<p align=\"right\">J\u00fcrg Stenzl<\/p>\n<\/div>\n<\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Programm:<\/p>\n<p>[01]\u00a0<b>Risonanze erranti<\/b>\u00a0a Massimo Cacciari (1986\/1987)<b>*<\/b>\u00a040:18<br \/>\nfor contralto, flute, tuba, percussionists and live electronics<\/p>\n<p><b><a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/ENSEMBLE_EXPERIMENTAL.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">ENSEMBLE EXPERIMENTAL<\/a><br \/>\n<\/b><a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Otto_Susanne.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Susanne Otto<\/a>, contralto<br \/>\n<a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Fabbriciani_Roberto.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Roberto Fabbriciani<\/a>, flute<br \/>\n<a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Burger_Klaus.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Klaus Burger<\/a>, tuba<\/p>\n<p><b><a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Les_Percussions_de_Strasbourg.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Les Percussions de Strasbourg<\/a><br \/>\n<\/b>Jean-Paul Bernard, Bernard Lesage, Fran\u00e7ois Papirer<br \/>\nKeiko Nakamura, Olaf Tzschoppe<\/p>\n<p><b><a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/EXPERIMENTALSTUDIO_des_SWR.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">EXPERIMENTALSTUDIO des SWR<\/a><br \/>\n<\/b>Sound direction &amp; music computing:<br \/>\nReinhold Braig, Joachim Haas, Gregorio Karman<br \/>\nSupervisor:\u00a0<a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Richard_Andre.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Andr\u00e9 Richard<\/a><\/p>\n<p><b><a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Heusinger_Detlef.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Detlef Heusinger<\/a><\/b>, conductor<\/p>\n<p>[02]\u00a0<b>Post-prae-ludium per Donau<\/b>\u00a0(1987) 13:39<br \/>\nfor tuba and live electronics<\/p>\n<p><b><a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Burger_Klaus.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Klaus Burger<\/a><\/b>, tuba<\/p>\n<p><b><a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/EXPERIMENTALSTUDIO_des_SWR.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">EXPERIMENTALSTUDIO des SWR<\/a><br \/>\n<\/b>Sound direction &amp; music computing: Michael Acker, Joachim Haas<br \/>\nSupervisor:\u00a0<a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Richard_Andre.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Andr\u00e9 Richard<\/a><\/p>\n<p>total time: 54:08<\/p>\n<p><b>*<\/b>World Premiere Recording<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/11119_PDSK_dt_4_2011_.jpg?ssl=1\" \/><\/p>\n<p>Pressestimmen:<\/p>\n<p>12\/2011<\/p>\n<p>6\/2011<\/p>\n<p>20.10.2011<br \/>\nDie Sch\u00f6nheit der Verzweiflung<br \/>\nInterpretation:<br \/>\nKlangqualit\u00e4t:<br \/>\nRepertoirewert:<br \/>\nBooklet:<br \/>\n25 Jahre sind mittlerweile seit der Urauff\u00fchrung der ersten Version von Luigi Nonos Komposition &#8218;Risonanze erranti&#8216; f\u00fcr Mezzosopran, Fl\u00f6te, Tuba, sechs Schlagzeuger und Live-Elektronik (1986\/87) im Jahr 1986 vergangen. Dass es genau so lange gedauert hat, bis erstmals eine Einspielung dieses zentralen Werks aus Nonos Sp\u00e4tphase ver\u00f6ffentlicht wurde, hat mit der schwierigen Quellenlage der Kompositionen aus dieser Zeit zu tun, deren live-elektronische Parts \u2013 und damit die Basis f\u00fcr eine Anpassung der Werkwiedergabe in unterschiedlichen R\u00e4umlichkeiten \u2013 oft nur unzureichend fixiert waren und einer Anpassung an die Erfordernisse einer aktuellen Auff\u00fchrung bedurften. Dass man das St\u00fcck in den vergangenen Jahren wieder vermehrt aufgef\u00fchrt und so Erfahrungen f\u00fcr die Produktion der nun bei NEOS erschienene Aufnahme gesammelt hat, ist erfreulich und zeugt von der akribischen Vorbereitung. Damit reiht sich die Ver\u00f6ffentlichung nahtlos in die Reihe der in den vergangenen Jahren auf Tontr\u00e4ger gebannten Realisierungen von Nonos Werken ein und schlie\u00dft eine empfindliche L\u00fccke.<br \/>\nIm Grunde handelt es sich bei den &#8218;Risonanze erranti&#8216; um eine Art \u201aWinterreise\u2018 \u2013 ein Vergleich, der durch den Untertitel \u201aLiederzyklus\u2018 vollauf gerechtfertigt ist, obgleich die Musik nur aus der Ferne an einen solchen erinnert: eine zyklisch konzipierte Musik der Verzweiflung, wie sie Nono sonst niemals wieder formuliert hat. Wortfetzen, die sich auf unterschiedlichen Bahnen durch den Raum bewegen und zu Klangkomplexen werden, immer wieder zerschnitten von harten Schl\u00e4gen der Bongos oder den hohen T\u00f6nen von Crotales und Piccolo, Fragmente einer Sprache \u2013 Nono w\u00e4hlt als Ausgangspunkt Herman Melville und Ingeborg Bachmann \u2013, die ihre Inhalte nur in einzelnen Augenblicken preisgibt. Es ist die tiefe Stille zwischen den kurzzeitigen, manchmal aufschreiartigen Ausbr\u00fcchen, die den H\u00f6rer anzieht, aber auch das \u00fcber Live-Elektronik erreichte Kreisen der Vokal- und Instrumentalkl\u00e4nge im Raum und der dadurch erzielte Aufbau einer klingenden Architektur: Hier entstehen Dank technisch durchdachter Realisierung magische Momente voller Subtilit\u00e4t, die selbst dann ihre Wirkung nicht verfehlen, wenn man sich die SACD nur mit einem Stereo-Abspielger\u00e4t anh\u00f6rt, und im Idealfall gar den Eindruck erwecken, als w\u00fcrde man tats\u00e4chlich einer Auff\u00fchrung beiwohnen und inmitten der Kl\u00e4nge sitzen.<br \/>\nDie Einspielung setzt zudem auf einige Interpreten der ersten Stunde: Der nuancenreiche Gesang der Altistin Susanne Otto, manchmal zu Augenblicken h\u00f6chster Konzentration verdichtet, hat noch immer nichts von seiner Faszination verloren, und Roberto Fabbriciani setzt seinen Fl\u00f6tenpart mit der ihm eigenen Kenntnis von Nonos Sp\u00e4twerk um. Neu hinzugekommen ist der Tubist Klaus Burger, der sich, ebenso wie die Musiker der Percussions de Strasbourg, auf ideale Weise in die vom Experimentalstudio des SWR betreute und von Detlef Heusinger geleitete Wiedergabe einf\u00fcgt. Letzterer hat sich mittlerweile so tief in die Musik eingearbeitet, so dass alle Reste von Unsicherheit, wie sie noch vor einigen Jahren in Live-Auff\u00fchrungen des Werkes zu h\u00f6ren waren, auf der Strecke geblieben sind. Dadurch wird der Weg frei zur Entfaltung einer Sch\u00f6nheit und Fragilit\u00e4t, die ihn Nonos Schaffen einzigartig geblieben ist.<br \/>\nAls Erg\u00e4nzung zu dem rund 40-min\u00fctigen Werk erweist sich Nonos &#8218;Post-Prae-Ludium per Donau&#8216; f\u00fcr Tuba und Live-Elektronik (1987) als erstklassige, ideale Wahl: Die Solokomposition, zur Zeit ihrer Urauff\u00fchrung durch die geforderten neuen Anblastechniken und deren Kombination mit live-elektronischer Klangumwandlung ihren Interpreten mit v\u00f6llig neuen Aufgabenstellungen konfrontierend, geh\u00f6rt mittlerweile zum Kernrepertoire der neueren Musik f\u00fcr Tuba. Burgers Umsetzung ist faszinierend: Der Musiker schafft eine Welt aus sensibel geformten, runden und oftmals auch sinnlichen Kl\u00e4ngen, die er selbst in den extrem leisen Bereich mit enormer Pr\u00e4senz erf\u00fcllt. Einen besseren Abschluss f\u00fcr diese Produktion h\u00e4tte man sich nicht w\u00fcnschen k\u00f6nnen.<br \/>\nDr. Stefan Drees<br \/>\nhttp:\/\/magazin.klassik.com\/reviews\/reviews.cfm?TASK=REVIEW&#038;RECID=21127&#038;REID=12960<\/p>\n<p>01.10.2011<\/p>\n<p>10\/2011<\/p>\n<p>10\/2011<br \/>\nNeue CDs mit Neuer Musik, abgeh\u00f6rt von Max Nyffeler<br \/>\nIm fragmentarisierten, live-elektronisch transformierten Vokal- und Instrumentalklang der \u201eRisonanze erranti\u201c (1986\/87) von Luigi Nono klingt noch der \u201ePrometeo\u201c nach.\u00b7 Doch unter dem Einfluss der depressiv-nihilistischen Texte unter anderem von Ingeborg Bachmann und\u00b7Herman Melville wird nun die Werkstruktur bis an die Grenze der Selbstaufl\u00f6sung gef\u00fchrt.<br \/>\nDas Ensemble Experimental unter der Leitung von Detlef Heusinger spitzt die Kontraste entsprechend zu: Die stark in den Vordergrund ger\u00fcckten Bongos knallen, die Dissonanzen schmerzen, die langen Pausen sind fast \u00fcberlang.<br \/>\nEine \u00fcberdeutliche, technisch makellose Aufnahme aus dem EXPERIMENTALSTUDIO des SWR.<br \/>\nDas prozesshaft flackernde Tubasolo \u201ePost-prae-ludium per Donau&#8220; ist eine gute Erg\u00e4nzung<\/p>\n<p>26.09.2011<br \/>\nZwei Werke aus dem Sp\u00e4tschaffen Luigi Nonos: bewegende musikalische Zeugnisse einer rastlosen Suche im schlechthin Unbekannten.<br \/>\nWeltweit erstmals auf Tontr\u00e4ger ver\u00f6ffentlicht: die 1986 in einer ersten, 1987 in dritter, definitiver Fassung entstandenen Risonanze erranti f\u00fcr tiefe Altstimme, Piccolo bzw. Bassfl\u00f6te, Posaune bzw. Tuba, sechs Schlagzeuger und Live-Elektronik. Ein als &#8222;Liederzyklus&#8220; apostrophiertes Meisterwerk im Nachklang unter anderem zur monumentalen &#8222;Trag\u00f6die des H\u00f6rens&#8220; Prometeo, f\u00fcr welche Nonos K\u00fcnstlerfreund, der Philosoph und Widmungstr\u00e4ger Massiomo Cacciari den Textcorpus zusammengestellt hatte. Dort hatte es zwischen insularen musikalischen Gebilden der Eindringlichkeit noch die Vorstellung realer Spuren einer weghaften Vernetzung gegeben; in den Risonanze erranti aber fehlt jede Stringenz eines Richtungswillens. Komponiert sind tats\u00e4chlich irrende, umherirrende Resonanzen &#8211; in vielerlei Weise kontrastierende Klangereignisse und stimmliche Evokationen in einem Meer aus Stille.<br \/>\nTrotz gelegentlicher Impulsattacken der Bongos oder markersch\u00fctternd greller Piccolo-Flatterzungen: die Anmutung des rund vierzig Minuten dauernden Werkes voller mythischer Echor\u00e4ume und zeitverlorenen Nachlauschens tr\u00e4gt deutlich rituelle Z\u00fcge. In den elektroakustisch vielschichtig verfremdeten Raum-Zeit-Koordinaten regen sich das Echo geschichtlicher Momente und der Vorschein k\u00fcnftiger Zeichen. Denn Nonos sp\u00e4te Musik lauscht vor allem nach vorn, ins Offene. Auch wenn sie &#8211; wie in den Risonanze erranti &#8211; dunkel get\u00f6nt ist. Denn das Werk, dessen fragmentierter Gesang von Ungl\u00fcck und \u00d6dnis, von Zweifel und Abgrund auf Wortsplittern aus der Lyrik von Herman Melville und Ingeborg Bachmann beruht, in dessen Struktur Tonsiegel aus Klageliedern von Machaut, Ockeghem, Josquin vorborgen sind, galt Nono als Winterreise &#8222;in meinem Herzen&#8220;.  Freilich: eine Musik, welche wandernd im Horizont existenzieller Fragen nach dem Neuen, dem Unerh\u00f6rten sucht, kann, nein: Muss bei erster Ann\u00e4herung fremd wirken, manchem H\u00f6rer vielleicht sogar befremdlich. Wer sich dem Abendteuer allerdings stellt &#8211; und den fantastischen Interpreten, sowie der virtuosen live-Elektronik-Klangzauberern des Experimantalstudios des SWR ist unter Detlef Heusinger eine Aufnahme voller Pr\u00e4senz und Augenblicksmagie gegl\u00fcckt, das Paradox einer Balance im dem Boden-, Himmel- und Richtungslosen &#8211; wird Erfahrungen machen, die nicht kalt lassen k\u00f6nnen.<br \/>\nWie bereits im Titel angedeutet, hat auch das zweite aufgenommene St\u00fcck mit der Relativit\u00e4t von Zeitlichkeit zu tun: Klaus Burger, seines Zeichens Blechbl\u00e4ser der Ausnahmeklasse, realisierte Nonos 1987 in Donaueschingen uraufgef\u00fchrtes Post-prae-ludium n.1 per Donau f\u00fcr Basstuba und Live-Elektronik. Ein Musizieren ohne Netz und doppelten Boden; Risiko, Wagnis, Konzentration des Gestaltens; und gl\u00fcckendes, begl\u00fcckendes Eintauchen in ein Klangband inwendig voller Leben.<br \/>\nHelmut Rohm<br \/>\nhttp:\/\/www.br-online.de\/br-klassik\/cd-tipps\/cd-aktuell-klassik-cd-luigi-nono-ID1317129861719.xml<\/p>\n<p>15.09.2011<br \/>\nThe biggest project of Luigi Nono&#8217;s last decade was the composition of Prometeo, the &#8222;tragedy for listening&#8220; first performed in 1984. In the pieces that followed, up to his death in 1990, Nono built on the new world of electro-acoustic possibilities he had opened up in that work, and of those, perhaps the most extraordinary is Risonanze Erranti for contralto, bass flute, tuba, percussionists and live electronics, which first appeared in 1987, though Nono continued to revise the score for each subsequent performance. It has remained the most elusive of the late works, and this meticulous recording is its first appearance on disc.<br \/>\nBased on texts by Herman Melville (from his civil war Battle Pieces) and Ingeborg Bachmann (her poem Keine Delikatessen), as well as quoting fragments from 14th- and 15th-century songs by Machaut, Josquin and Ockeghem, Risonanze Erranti is an almost frighteningly bleak and austere work, in which every word seems suspended in its own time and space, and interspersed with sounds conjured from flute, tuba and the electronic transformations that envelope them, punctuated by fierce percussion attacks. Also from 1987, Post-prae-ludium Donau is very obviously a splinter from the same creative block, placing a solo tuba at the centre of a web of electronic refractions and echoes. Both works are strangely beautiful, mysterious and totally compelling.<br \/>\nAndrew Clements<br \/>\nhttp:\/\/www.guardian.co.uk\/music\/2011\/sep\/15\/nono-risonanze-erranti-review<\/p>\n<p>15.09.2011<br \/>\nRAUM AUS KLANG<br \/>\nDer mikroskopische Blick in die Tiefe des Klangs pr\u00e4gt das Sp\u00e4twerk von Luigi Nono (+1992). M\u00f6glich geworden waren derlei Erkundungen durch die computergest\u00fctzte live-elektronische Klangmanipulationen. Auf der vorliegenden CD wurde die Musik durch das Experimentalstudio des SWR realisiert, mit dem Nono schon in den 1980er Jahren eng zusammengearbeitet hat.<br \/>\nIn dem 1986\/87 entstandenen Risonanze erranti, das nun erstmals eingespielt wurde, setzt Nono einen tiefen Alt, eine Fl\u00f6te und Tuba gegen ein Ensemble von f\u00fcnf Schlagzeugern, wobei die Grundfarben \u00fcber die Dauer des Ganzen St\u00fcckes klar identifizierbar bleiben. Dabei werden die durch Spieltechniken und Elektronik transformierten \u201eAtemkl\u00e4nge\u201c von Singstimme und Bl\u00e4sern mit oft harten, rhythmisch pointierten Einw\u00fcrfen konfrontiert, die klare Z\u00e4suren setzten.<br \/>\nDie Textur ist, wie meistens in Nonos Sp\u00e4twerk, extrem reich in der Aussch\u00f6pfung von Klangfarben, dabei zugleich sehr ausged\u00fcnnt und fragmentiert. Einzelne Klangereignisse manifestieren sich f\u00fcr einen Augenblick, schweben im Raum, wandern umher, nehmen einen fl\u00fcchtigen Kontakt mit anderen Elementen auf, um dann wieder in die Stille des Raumes hinein zu verklingen. Eine hintergr\u00fcndige Balance sorgt daf\u00fcr, dass dieses Spiel irrender Resonanzen nicht auseinanderf\u00e4llt. Trotz der relativ offenen Architektur entsteht eine Atmosph\u00e4re von ritualhafter Strenge, die Assoziationen an asiatisches Theater weckt, wobei die Kl\u00e4nge wie Personen auf- und abtreten.<br \/>\nUnterst\u00fctzt wird dieser dramatische Eindruck durch die Expressivit\u00e4t, die Nono zu erzeugen versteht, indem er heftige Forte-Ausbr\u00fcche in Klangereignisse an der Schwelle zur Stille einbettet. Au\u00dferdem integriert er Bruchst\u00fccke polyphoner Renaissance-Kompositionen in die Musik. Diese &#8218;zerbrochenen Sch\u00f6nheiten&#8216; sorgen immer wieder f\u00fcr die vertraute rhetorische oder gestische Anmutung verlorener Belcanto-Welten.<br \/>\n Wesentlich abstrakter wirkt das 1987 entstandene Post-prae-ludium per Donau. Nono konzentriert sich hier auf die Tuba, deren elektronische Transformation sehr weitgehend ist. Ob es sich um Instrumental- oder Naturkl\u00e4nge oder gar menschlichen Gesang handelt, ist nicht immer mit Bestimmtheit zu sagen. Aus den Volumen und Schichtungen des Klangs formt Nono einen eigenen Klangraum, der in maritime Tiefen oder kosmische Weiten hineinzulauschen scheint. Am Ende verzehrt sich die Musik selbst in einem geheimnisvollen spektralen Leuchten.<\/p>\n<p>Die Interpretationen durch das Ensemble Experimental, Les Percussions de Strasbourg und die Tontechniker des Experimentalstudios des SWR sind in ihrer Verbindung von ausdrucksvoller Strenge und sinnlicher Abstraktion musterg\u00fcltig.<\/p>\n<p>Georg Henkel<br \/>\nhttp:\/\/www.musikansich.de\/review.php?id=10508<br \/>\nPreis der deutschen Schallplattenkritik 4\/2011 f\u00fcr Luigi Nono<\/p>\n<p>Die Juroren der Vereinigung &#8222;Preis der deutschen Schallplattenkritik&#8220; zeichnen die NEOS-Produktion &#8222;Luigi Nono: Risonanze erranti, Post-prae-ludium per Donau.&#8220; NEOS 11119 durch die Aufnahme in die Bestenliste 4\/2011 aus.<br \/>\nLange Passagen der Stille, pl\u00f6tzliche Ausbr\u00fcche, im Raum wandernde Resonanzen: Luigi Nonos \u201eRisonanze erranti\u201c erkunden Grenzbereiche des H\u00f6rens<br \/>\n(F\u00fcr die Jury Thomas Meyer)\u2028<\/p>\n<p>Auszeichnungen &#038; Erw\u00e4hnungen:<\/p>\n<p>12\/2011<\/p>\n<p>6\/2011<\/p>\n<p>20.10.2011<br \/>\nDie Sch\u00f6nheit der Verzweiflung<br \/>\nInterpretation:<br \/>\nKlangqualit\u00e4t:<br \/>\nRepertoirewert:<br \/>\nBooklet:<br \/>\n25 Jahre sind mittlerweile seit der Urauff\u00fchrung der ersten Version von Luigi Nonos Komposition &#8218;Risonanze erranti&#8216; f\u00fcr Mezzosopran, Fl\u00f6te, Tuba, sechs Schlagzeuger und Live-Elektronik (1986\/87) im Jahr 1986 vergangen. Dass es genau so lange gedauert hat, bis erstmals eine Einspielung dieses zentralen Werks aus Nonos Sp\u00e4tphase ver\u00f6ffentlicht wurde, hat mit der schwierigen Quellenlage der Kompositionen aus dieser Zeit zu tun, deren live-elektronische Parts \u2013 und damit die Basis f\u00fcr eine Anpassung der Werkwiedergabe in unterschiedlichen R\u00e4umlichkeiten \u2013 oft nur unzureichend fixiert waren und einer Anpassung an die Erfordernisse einer aktuellen Auff\u00fchrung bedurften. Dass man das St\u00fcck in den vergangenen Jahren wieder vermehrt aufgef\u00fchrt und so Erfahrungen f\u00fcr die Produktion der nun bei NEOS erschienene Aufnahme gesammelt hat, ist erfreulich und zeugt von der akribischen Vorbereitung. Damit reiht sich die Ver\u00f6ffentlichung nahtlos in die Reihe der in den vergangenen Jahren auf Tontr\u00e4ger gebannten Realisierungen von Nonos Werken ein und schlie\u00dft eine empfindliche L\u00fccke.<br \/>\nIm Grunde handelt es sich bei den &#8218;Risonanze erranti&#8216; um eine Art \u201aWinterreise\u2018 \u2013 ein Vergleich, der durch den Untertitel \u201aLiederzyklus\u2018 vollauf gerechtfertigt ist, obgleich die Musik nur aus der Ferne an einen solchen erinnert: eine zyklisch konzipierte Musik der Verzweiflung, wie sie Nono sonst niemals wieder formuliert hat. Wortfetzen, die sich auf unterschiedlichen Bahnen durch den Raum bewegen und zu Klangkomplexen werden, immer wieder zerschnitten von harten Schl\u00e4gen der Bongos oder den hohen T\u00f6nen von Crotales und Piccolo, Fragmente einer Sprache \u2013 Nono w\u00e4hlt als Ausgangspunkt Herman Melville und Ingeborg Bachmann \u2013, die ihre Inhalte nur in einzelnen Augenblicken preisgibt. Es ist die tiefe Stille zwischen den kurzzeitigen, manchmal aufschreiartigen Ausbr\u00fcchen, die den H\u00f6rer anzieht, aber auch das \u00fcber Live-Elektronik erreichte Kreisen der Vokal- und Instrumentalkl\u00e4nge im Raum und der dadurch erzielte Aufbau einer klingenden Architektur: Hier entstehen Dank technisch durchdachter Realisierung magische Momente voller Subtilit\u00e4t, die selbst dann ihre Wirkung nicht verfehlen, wenn man sich die SACD nur mit einem Stereo-Abspielger\u00e4t anh\u00f6rt, und im Idealfall gar den Eindruck erwecken, als w\u00fcrde man tats\u00e4chlich einer Auff\u00fchrung beiwohnen und inmitten der Kl\u00e4nge sitzen.<br \/>\nDie Einspielung setzt zudem auf einige Interpreten der ersten Stunde: Der nuancenreiche Gesang der Altistin Susanne Otto, manchmal zu Augenblicken h\u00f6chster Konzentration verdichtet, hat noch immer nichts von seiner Faszination verloren, und Roberto Fabbriciani setzt seinen Fl\u00f6tenpart mit der ihm eigenen Kenntnis von Nonos Sp\u00e4twerk um. Neu hinzugekommen ist der Tubist Klaus Burger, der sich, ebenso wie die Musiker der Percussions de Strasbourg, auf ideale Weise in die vom Experimentalstudio des SWR betreute und von Detlef Heusinger geleitete Wiedergabe einf\u00fcgt. Letzterer hat sich mittlerweile so tief in die Musik eingearbeitet, so dass alle Reste von Unsicherheit, wie sie noch vor einigen Jahren in Live-Auff\u00fchrungen des Werkes zu h\u00f6ren waren, auf der Strecke geblieben sind. Dadurch wird der Weg frei zur Entfaltung einer Sch\u00f6nheit und Fragilit\u00e4t, die ihn Nonos Schaffen einzigartig geblieben ist.<br \/>\nAls Erg\u00e4nzung zu dem rund 40-min\u00fctigen Werk erweist sich Nonos &#8218;Post-Prae-Ludium per Donau&#8216; f\u00fcr Tuba und Live-Elektronik (1987) als erstklassige, ideale Wahl: Die Solokomposition, zur Zeit ihrer Urauff\u00fchrung durch die geforderten neuen Anblastechniken und deren Kombination mit live-elektronischer Klangumwandlung ihren Interpreten mit v\u00f6llig neuen Aufgabenstellungen konfrontierend, geh\u00f6rt mittlerweile zum Kernrepertoire der neueren Musik f\u00fcr Tuba. Burgers Umsetzung ist faszinierend: Der Musiker schafft eine Welt aus sensibel geformten, runden und oftmals auch sinnlichen Kl\u00e4ngen, die er selbst in den extrem leisen Bereich mit enormer Pr\u00e4senz erf\u00fcllt. Einen besseren Abschluss f\u00fcr diese Produktion h\u00e4tte man sich nicht w\u00fcnschen k\u00f6nnen.<br \/>\nDr. Stefan Drees<br \/>\nhttp:\/\/magazin.klassik.com\/reviews\/reviews.cfm?TASK=REVIEW&#038;RECID=21127&#038;REID=12960<\/p>\n<p>01.10.2011<\/p>\n<p>10\/2011<\/p>\n<p>10\/2011<br \/>\nNeue CDs mit Neuer Musik, abgeh\u00f6rt von Max Nyffeler<br \/>\nIm fragmentarisierten, live-elektronisch transformierten Vokal- und Instrumentalklang der \u201eRisonanze erranti\u201c (1986\/87) von Luigi Nono klingt noch der \u201ePrometeo\u201c nach.\u00b7 Doch unter dem Einfluss der depressiv-nihilistischen Texte unter anderem von Ingeborg Bachmann und\u00b7Herman Melville wird nun die Werkstruktur bis an die Grenze der Selbstaufl\u00f6sung gef\u00fchrt.<br \/>\nDas Ensemble Experimental unter der Leitung von Detlef Heusinger spitzt die Kontraste entsprechend zu: Die stark in den Vordergrund ger\u00fcckten Bongos knallen, die Dissonanzen schmerzen, die langen Pausen sind fast \u00fcberlang.<br \/>\nEine \u00fcberdeutliche, technisch makellose Aufnahme aus dem EXPERIMENTALSTUDIO des SWR.<br \/>\nDas prozesshaft flackernde Tubasolo \u201ePost-prae-ludium per Donau&#8220; ist eine gute Erg\u00e4nzung<\/p>\n<p>26.09.2011<br \/>\nZwei Werke aus dem Sp\u00e4tschaffen Luigi Nonos: bewegende musikalische Zeugnisse einer rastlosen Suche im schlechthin Unbekannten.<br \/>\nWeltweit erstmals auf Tontr\u00e4ger ver\u00f6ffentlicht: die 1986 in einer ersten, 1987 in dritter, definitiver Fassung entstandenen Risonanze erranti f\u00fcr tiefe Altstimme, Piccolo bzw. Bassfl\u00f6te, Posaune bzw. Tuba, sechs Schlagzeuger und Live-Elektronik. Ein als &#8222;Liederzyklus&#8220; apostrophiertes Meisterwerk im Nachklang unter anderem zur monumentalen &#8222;Trag\u00f6die des H\u00f6rens&#8220; Prometeo, f\u00fcr welche Nonos K\u00fcnstlerfreund, der Philosoph und Widmungstr\u00e4ger Massiomo Cacciari den Textcorpus zusammengestellt hatte. Dort hatte es zwischen insularen musikalischen Gebilden der Eindringlichkeit noch die Vorstellung realer Spuren einer weghaften Vernetzung gegeben; in den Risonanze erranti aber fehlt jede Stringenz eines Richtungswillens. Komponiert sind tats\u00e4chlich irrende, umherirrende Resonanzen &#8211; in vielerlei Weise kontrastierende Klangereignisse und stimmliche Evokationen in einem Meer aus Stille.<br \/>\nTrotz gelegentlicher Impulsattacken der Bongos oder markersch\u00fctternd greller Piccolo-Flatterzungen: die Anmutung des rund vierzig Minuten dauernden Werkes voller mythischer Echor\u00e4ume und zeitverlorenen Nachlauschens tr\u00e4gt deutlich rituelle Z\u00fcge. In den elektroakustisch vielschichtig verfremdeten Raum-Zeit-Koordinaten regen sich das Echo geschichtlicher Momente und der Vorschein k\u00fcnftiger Zeichen. Denn Nonos sp\u00e4te Musik lauscht vor allem nach vorn, ins Offene. Auch wenn sie &#8211; wie in den Risonanze erranti &#8211; dunkel get\u00f6nt ist. Denn das Werk, dessen fragmentierter Gesang von Ungl\u00fcck und \u00d6dnis, von Zweifel und Abgrund auf Wortsplittern aus der Lyrik von Herman Melville und Ingeborg Bachmann beruht, in dessen Struktur Tonsiegel aus Klageliedern von Machaut, Ockeghem, Josquin vorborgen sind, galt Nono als Winterreise &#8222;in meinem Herzen&#8220;.  Freilich: eine Musik, welche wandernd im Horizont existenzieller Fragen nach dem Neuen, dem Unerh\u00f6rten sucht, kann, nein: Muss bei erster Ann\u00e4herung fremd wirken, manchem H\u00f6rer vielleicht sogar befremdlich. Wer sich dem Abendteuer allerdings stellt &#8211; und den fantastischen Interpreten, sowie der virtuosen live-Elektronik-Klangzauberern des Experimantalstudios des SWR ist unter Detlef Heusinger eine Aufnahme voller Pr\u00e4senz und Augenblicksmagie gegl\u00fcckt, das Paradox einer Balance im dem Boden-, Himmel- und Richtungslosen &#8211; wird Erfahrungen machen, die nicht kalt lassen k\u00f6nnen.<br \/>\nWie bereits im Titel angedeutet, hat auch das zweite aufgenommene St\u00fcck mit der Relativit\u00e4t von Zeitlichkeit zu tun: Klaus Burger, seines Zeichens Blechbl\u00e4ser der Ausnahmeklasse, realisierte Nonos 1987 in Donaueschingen uraufgef\u00fchrtes Post-prae-ludium n.1 per Donau f\u00fcr Basstuba und Live-Elektronik. Ein Musizieren ohne Netz und doppelten Boden; Risiko, Wagnis, Konzentration des Gestaltens; und gl\u00fcckendes, begl\u00fcckendes Eintauchen in ein Klangband inwendig voller Leben.<br \/>\nHelmut Rohm<br \/>\nhttp:\/\/www.br-online.de\/br-klassik\/cd-tipps\/cd-aktuell-klassik-cd-luigi-nono-ID1317129861719.xml<\/p>\n<p>15.09.2011<br \/>\nThe biggest project of Luigi Nono&#8217;s last decade was the composition of Prometeo, the &#8222;tragedy for listening&#8220; first performed in 1984. In the pieces that followed, up to his death in 1990, Nono built on the new world of electro-acoustic possibilities he had opened up in that work, and of those, perhaps the most extraordinary is Risonanze Erranti for contralto, bass flute, tuba, percussionists and live electronics, which first appeared in 1987, though Nono continued to revise the score for each subsequent performance. It has remained the most elusive of the late works, and this meticulous recording is its first appearance on disc.<br \/>\nBased on texts by Herman Melville (from his civil war Battle Pieces) and Ingeborg Bachmann (her poem Keine Delikatessen), as well as quoting fragments from 14th- and 15th-century songs by Machaut, Josquin and Ockeghem, Risonanze Erranti is an almost frighteningly bleak and austere work, in which every word seems suspended in its own time and space, and interspersed with sounds conjured from flute, tuba and the electronic transformations that envelope them, punctuated by fierce percussion attacks. Also from 1987, Post-prae-ludium Donau is very obviously a splinter from the same creative block, placing a solo tuba at the centre of a web of electronic refractions and echoes. Both works are strangely beautiful, mysterious and totally compelling.<br \/>\nAndrew Clements<br \/>\nhttp:\/\/www.guardian.co.uk\/music\/2011\/sep\/15\/nono-risonanze-erranti-review<\/p>\n<p>15.09.2011<br \/>\nRAUM AUS KLANG<br \/>\nDer mikroskopische Blick in die Tiefe des Klangs pr\u00e4gt das Sp\u00e4twerk von Luigi Nono (+1992). M\u00f6glich geworden waren derlei Erkundungen durch die computergest\u00fctzte live-elektronische Klangmanipulationen. Auf der vorliegenden CD wurde die Musik durch das Experimentalstudio des SWR realisiert, mit dem Nono schon in den 1980er Jahren eng zusammengearbeitet hat.<br \/>\nIn dem 1986\/87 entstandenen Risonanze erranti, das nun erstmals eingespielt wurde, setzt Nono einen tiefen Alt, eine Fl\u00f6te und Tuba gegen ein Ensemble von f\u00fcnf Schlagzeugern, wobei die Grundfarben \u00fcber die Dauer des Ganzen St\u00fcckes klar identifizierbar bleiben. Dabei werden die durch Spieltechniken und Elektronik transformierten \u201eAtemkl\u00e4nge\u201c von Singstimme und Bl\u00e4sern mit oft harten, rhythmisch pointierten Einw\u00fcrfen konfrontiert, die klare Z\u00e4suren setzten.<br \/>\nDie Textur ist, wie meistens in Nonos Sp\u00e4twerk, extrem reich in der Aussch\u00f6pfung von Klangfarben, dabei zugleich sehr ausged\u00fcnnt und fragmentiert. Einzelne Klangereignisse manifestieren sich f\u00fcr einen Augenblick, schweben im Raum, wandern umher, nehmen einen fl\u00fcchtigen Kontakt mit anderen Elementen auf, um dann wieder in die Stille des Raumes hinein zu verklingen. Eine hintergr\u00fcndige Balance sorgt daf\u00fcr, dass dieses Spiel irrender Resonanzen nicht auseinanderf\u00e4llt. Trotz der relativ offenen Architektur entsteht eine Atmosph\u00e4re von ritualhafter Strenge, die Assoziationen an asiatisches Theater weckt, wobei die Kl\u00e4nge wie Personen auf- und abtreten.<br \/>\nUnterst\u00fctzt wird dieser dramatische Eindruck durch die Expressivit\u00e4t, die Nono zu erzeugen versteht, indem er heftige Forte-Ausbr\u00fcche in Klangereignisse an der Schwelle zur Stille einbettet. Au\u00dferdem integriert er Bruchst\u00fccke polyphoner Renaissance-Kompositionen in die Musik. Diese &#8218;zerbrochenen Sch\u00f6nheiten&#8216; sorgen immer wieder f\u00fcr die vertraute rhetorische oder gestische Anmutung verlorener Belcanto-Welten.<br \/>\n Wesentlich abstrakter wirkt das 1987 entstandene Post-prae-ludium per Donau. Nono konzentriert sich hier auf die Tuba, deren elektronische Transformation sehr weitgehend ist. Ob es sich um Instrumental- oder Naturkl\u00e4nge oder gar menschlichen Gesang handelt, ist nicht immer mit Bestimmtheit zu sagen. Aus den Volumen und Schichtungen des Klangs formt Nono einen eigenen Klangraum, der in maritime Tiefen oder kosmische Weiten hineinzulauschen scheint. Am Ende verzehrt sich die Musik selbst in einem geheimnisvollen spektralen Leuchten.<\/p>\n<p>Die Interpretationen durch das Ensemble Experimental, Les Percussions de Strasbourg und die Tontechniker des Experimentalstudios des SWR sind in ihrer Verbindung von ausdrucksvoller Strenge und sinnlicher Abstraktion musterg\u00fcltig.<\/p>\n<p>Georg Henkel<br \/>\nhttp:\/\/www.musikansich.de\/review.php?id=10508<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 2018 erschien dieser Artikel, in dem Dr. Hartmut Hein Andreas Skouras&#8216; Einspielung der Klavierwerke Kalevi Ahos mit der von Sonja Fr\u00e4kis aus dem Jahr 2014 vergleicht: https:\/\/magazin.klassik.com\/reviews\/reviews.cfm?TASK=REVIEW&#038;RECID=32221&#038;REID=17601<\/p>\n<p>08\/17<br \/>\nKalevi Aho (geb. 1949) ist vor allem als Sch\u00f6pfer von Orchesterwerken ein Begriff (16 Sinfonien!), sein \u0152uvre f\u00fcr Klavier ist vergleichsweise schmal geblieben. Seltsam angesichts der Qualit\u00e4t, die sich in Andreas Skouras&#8216; fast vollst\u00e4ndigem \u00dcberblick zeigt.<br \/>\nGewichtiges und Aphoristisches halten sich hier die Waage, auch insofern als Bedeutendes immer zug\u00e4nglich klingt und die \u201eKleinigkeiten\u201c unerwartete Abgr\u00fcnde \u00f6ffnen k\u00f6nnen. Das liegt nicht zuletzt an den so differenziert klangsinnlichen wie rhythmisch zupackenden Interpretationen von Skouras. Die dreis\u00e4tzige \u201eSonata\u201c (1980) und das \u201eSolo II\u201c (1985) verlangen alles, was ein avancierter Pianist an Virtuosit\u00e4t und expressivem Gestaltungsverm\u00f6gen aufbieten kann. Sie schwanken zwischen lyrischem Innehalten und vorw\u00e4rtstreibender Motorik, pr\u00e4sentieren schillernde harmonische Schwebezust\u00e4nde und orchestrales Denken in komplexer Rhythmik. Das Prestissimo der Sonate endet in heftigen Clusterentladungen, das raumgreifende Tranquillo molto beginnt mit stillen Klanginseln und m\u00fcndet in Liszt&#8217;schen Orchesterevokationen.<br \/>\nDie Ersteinspielung des etwas altbackenen \u201eHalla\u201c f\u00fcr Violine und Klavier (1992) hingegen pr\u00e4sentiert eine elegisch-verkl\u00e4rte Zwiesprache in n\u00e4chtlichen Klangvaleurs.<br \/>\nAuch die bescheidener angelegten St\u00fccke haben es in sich: Die \u201eThree Small Piano Pieces\u201c (1971) scheinen mit ausgebeinter Faktur und sardonischen Zwischent\u00f6nen Schostakowitsch die Ehre zu erweisen; die \u201eTwo Easy Piano Pieces for Children\u201c (1983) verstecken im lustigen Scherzo-Gewand bizarre Gewaltausbr\u00fcche.<br \/>\nBemerkenswert auch die \u201e19 Preludes\u201c (1965-68), die das enorme Talent des damals 16-j\u00e4hrigen Komponisten an den Tag legen. Der Zyklus ist zwar noch deutlich an sp\u00e4tromantische Vorbilder angelehnt, beinhaltet jedoch ungemein reife, ausdrucksstarke Eingebungen, die im \u201eGrave\u201c t\u00f6dlichen Ernst ausstrahlen k\u00f6nnen.<br \/>\nDirk Wieschollek<\/p>\n<p>07 \/ 2017<br \/>\n[&#8230;] &#8222;Sonata&#8220; (1980) und &#8222;Solo&#8220; (1985) verlangen alles, was ein avancierter Pianist an Virtuosit\u00e4t und expressivem Gestaltungsverm\u00f6gen so aufbieten kann. Das &#8222;Prestissimo&#8220; der &#8222;Sonate&#8220; endet in heftigen Clusterentladungen, das raumgreifende &#8222;Tranquillo molto&#8220; beginnt still und m\u00fcndet in Liszt&#8217;schen Orchesterevokationen. Auch die bescheidener angelegten St\u00fccke haben es in sich. [&#8230;] Andreas Skouras&#8216; Interpretationen sind klanglich differenziert und rhythmisch zupackend.<br \/>\nDirk Wieschollek<\/p>\n<p>07 \/ 2017<\/p>\n<p>22.06.2017, SZ- Extra<br \/>\nCD-Tipp<br \/>\nAndreas Skouras beginnt seine spannende CD, die das Klavierwerk des 1949 geborenen renommierten finnischen Komponisten Kalevi Aho enth\u00e4lt, mit seinem gewichtigsten und in jeder Hinsicht anspruchsvollsten Werk, der \u201eSonata\u201c von 1980. Sie klingt kontrastreich und farbig wie ein riesiges dreis\u00e4tzigen Orchesterst\u00fcck. Er endet mit fr\u00fchen Pr\u00e9ludes des 16- bis 19-J\u00e4hrigen, die einen sch\u00f6nen Einblick in die Entwicklung des Musikers bieten und ein guter Einstieg f\u00fcr den H\u00f6rer sind. Dazwischen gibt es eine feine Sonatina (1993), witzige kleine St\u00fccke sowie \u201eHalla\u201c f\u00fcr Violine und Klavier.<br \/>\nKlaus Kalchschmid<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Infotext: DER TON ALS NUKLEUS Leider hat Luigi Nono zur \u00c4sthetik seines Sp\u00e4twerks nur wenig publiziert, weshalb es legitim erscheint, hier \u00fcber einen Vortrag zu berichten, den er 1983 im Rahmen eines Seminars im Freiburger\u00a0EXPERIMENTALSTUDIO gehalten hatte. 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