{"id":3130,"date":"2009-11-26T17:36:58","date_gmt":"2009-11-26T17:36:58","guid":{"rendered":"https:\/\/neos-music.com\/?post_type=product&#038;p=3130"},"modified":"2022-11-21T14:16:08","modified_gmt":"2022-11-21T14:16:08","slug":"bruno-maderna-complete-works-for-orchestra-vol-1","status":"publish","type":"product","link":"https:\/\/neos-music.com\/en_us\/product\/bruno-maderna-complete-works-for-orchestra-vol-1\/","title":{"rendered":"Bruno Maderna Complete Works for Orchestra Vol. 1"},"content":{"rendered":"<p>Infotext:<\/p>\n<p>Alles muss neu gepr\u00fcft werden: Bruno Maderna folgt dieser Nachkriegs-Maxime, indem er einfache, werkstattm\u00e4\u00dfige Titel w\u00e4hlt. Komposition, \u00dcbung, Improvisation \u2013 das bedeutet bei ihm ein H\u00f6chstma\u00df an Freiheit, und zugleich ein Bekenntnis zur entwickelnden Polyphonie, zur Logik und Beweglichkeit der Gedanken. Zu einer schwerelos-transparenten Form, die \u00fcber sich hinausweist und sich selbst in Frage stellt.<\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich seines 80j\u00e4hrigen Bestehens pr\u00e4sentiert das hr-Sinfonieorchester mit dem Dirigenten Arturo Tamayo eine Gesamteinspielung der Orchestermusik von Bruno Maderna. Inmitten der fr\u00fchen St\u00fccke steht eine Vokalkomposition, die von Madernas Freund und Sch\u00fcler Luigi Nono besonders gesch\u00e4tzt wurde: eine Studie \u00fcber das \u201eProcess\u201c-Fragment von Franz Kafka, hier mit den charakteristischen Stimmen von Michael Quast und Claudia Barainsky.<\/p>\n<p>Programm:<\/p>\n<p><b>Bruno Maderna<\/b>\u00a0(1920\u20131973)<\/p>\n<p>[01]\u00a0<b>Composizione n. 1<\/b>\u00a0(1948\u20131949) for orchestra 20:42<br \/>\n<span id=\"flash1\"><\/span><\/p>\n<p>[02]\u00a0<b>Composizione n. 2<\/b>\u00a0(1950) for orchestra 14:51<br \/>\n<span id=\"flash2\"><\/span><\/p>\n<p>[03]\u00a0<b>Studi per \u201cIl Processo\u201d di Franz Kafka<\/b>\u00a0(1950) 19:50<br \/>\n<span id=\"flash3\"><\/span><br \/>\nfor speaker, soprano and orchestra<br \/>\n<a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Quast_Michael.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Michael Quast<\/a>, speaker \u00b7\u00a0<a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Claudia_Barainsky.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Claudia Barainsky<\/a>, soprano<\/p>\n<p>[04]\u00a0<b>Improvvisazione n. 1<\/b>\u00a0(1952) for orchestra 10:37<br \/>\n<span id=\"flash4\"><\/span><\/p>\n<p>[05]\u00a0<b>Improvvisazione n. 2<\/b>\u00a0(1953) for orchestra 07:00<br \/>\n<span id=\"flash5\"><\/span><\/p>\n<p><b>total time 73:02<\/b><\/p>\n<p><a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/hr-Sinfonieorchester.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">hr-Sinfonieorchester\/Frankfurt Radio Symphony Orchestra<\/a><br \/>\n<a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Tamayo_Arturo.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Arturo Tamayo<\/a>, conductor<\/p>\n<p>Pressestimmen:<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/logo_dissonance.jpg?ssl=1\" \/><br \/>\n6\/2015<\/p>\n<p><b>Bruno Maderna: Complete Works for Orchestra Vol. 1\u20135<\/b><\/p>\n<p>Magische Momente sind etwas Kostbares in der Musik. Sie lassen sich nicht erzwingen. Umso erstaunlicher ist es, mit welch traumwandlerischer Sicherheit es Bruno Maderna in seinen sp\u00e4ten Werken gelingt, solche magischen Momente entstehen zu lassen. Etwa bei der H\u00e4lfte des Stu\u0308ckes\u00a0<i>Ausstrahlung<\/i>\u00a0erklingt eine Kinderstimme von Tonband, die immer wieder die W\u00f6rter \u00abso wunderbar\u00bb wiederholt. Die Sopranistin greift die Phrase auf, und innert weniger Takte l\u00e4sst dieses \u00abwunderbar\u00bb die Musik selbst stillstehen und u\u0308ber sich selbst staunen. Oder die schicksalhaften Blechbl\u00e4serpassagen in\u00a0<i>Aura,<\/i>\u00a0die keinen Widerspruch zu dulden scheinen und dem H\u00f6rer den Defaitismus mit zynischem Zorn ins Gesicht speien. Oder wenn sich unerwartet. gegen Ende von\u00a0<i>Giardino religioso,<\/i>\u00a0ein Duo zwischen der Trommel und dem Klavier entspinnt, durch das die Musik sich pl\u00f6tzlich zu befreien scheint aus dem \u00abfrommen Garten\u00bb und sich einmal ganz urwu\u0308chsig und unbefriedet zeigt. \u00dcberhaupt muss man die vielen episodischen Duette im Orchester hervorheben: die Mandoline und die Harfe, die Kontrab\u00e4sse und die Posaune. Und dann sind da noch diese Schlu\u0308sse, bei denen einem der Atem zu stocken scheint: Das Violinkonzert tr\u00f6pfelt ganz unvermittelt mit einem Solo, mit ganz unspektakul\u00e4ren Spiccati im mittleren Register aus; und das Ende von\u00a0<i>Quadrivium<\/i>\u00a0ist in seiner Traurigkeit kaum zu u\u0308berbieten, wenn die hohen Streicher auf ihre Figuren kein Echo und keinen Widerhall mehr im Orchester finden. Das erinnert. nicht von ungef\u00e4hr, an die Sinfonien Gustav Mahlers. Schliesslich hat Maderna Mahler ja nicht nur oft als wichtiges Vorbild genannt, er hat seine eigene Musik auch mit jenem Pr\u00e4dikat versehen, mit dem man Mahlers Sinfonien lange meinte, diskreditieren zu k\u00f6nnen: \u00abKapellmeistermusik\u00bb.<\/p>\n<p>H\u00f6rt man sich heute durch die 25 Jahre Orchestermusik, die Maderna hinterlassen hat. so muss man sich allerdings fragen, ob das Musikleben aus dem \u00abFall Mahler\u00bb nichts gelernt hat. Denn auch im Falle Maderna ist es bis dato vers\u00e4umt worden, das \u0152uvre aufzuarbeiten und in seiner musikhistorischen Bedeutung angemessen zu wu\u0308rdigen. Vor allem von den Orchesterwerken lagen nur wenige bis keine Aufnahmen vor, und vieles dann auch nur in m\u00e4ssigen Produktionen von eher dokumentarischem Wert. Dass sie zwischen 2009 und 2013 das gesamte Orchesterwerk Madernas eingespielt und auf fu\u0308nf CDs ver\u00f6ffentlicht haben, ist also schon einmal als Verdienst des hr-Sinfonieorchesters, des Dirigenten Arturo Tamayo und des Labels NEOS zu verbuchen. (Nur die drei Oboenkonzerte hat man ausgespart, wohl auch, weil sie bereits in guten Einspielungen, etwa mit Heinz Holliger und Gary Bertini, vorliegen.)<\/p>\n<p>H\u00f6rt man sich durch die 25 Jahre Orchestermusik, die Maderna hinterlassen hat, dann zieht auch ein Vierteljahrhundert Musikgeschichte an einem voru\u0308ber, von den noch neoklassizistisch ausgerichteten Werken der vierziger, den seriellen Experimenten der fu\u0308nfziger, den dramatisch-theatralischen Exkursen der sechziger bis zu den gross und offen konzipierten Werken der siebziger Jahre. Man wird an die Zusammenarbeit mit dem Pianisten David Tudor, dem Fl\u00f6tisten Severino Gazzelloni und dem Oboisten Lothar Faber erinnert, die viele dieser Werke, vom\u00a0<i>Klavierkonzert<\/i>\u00a0bis zur\u00a0<i>Grande Aulodia<\/i>, pr\u00e4gten. Man wird auch daran erinnert, wie verstockt und verbohrt man einst u\u0308ber die Zukunft der Musik sprach und wie ausgleichend Maderna in den ideologischen Grabenk\u00e4mpfen der \u00c4sthetiken wirkte. Angesichts seiner Leistungen als Dirigent und als Integrationsfigur geriet seine kompositorische Bedeutung oft aus dem Blickfeld. Und vieles wirkte eben auch nicht so, als k\u00f6nne man es mit den grossen Sch\u00f6pfungen eines Pierre Boulez oder Luigi Nonos vergleichen.<\/p>\n<p>Von der Hand zu weisen ist in der Tat nicht, dass Maderna schnell und manchmal sogar nachl\u00e4ssig komponierte. Vor allem in seinen letzten Lebensjahren, als er derart unter seiner Alkoholsucht litt, dass er seinen Pflichten kaum mehr nachkam, musste viel improvisiert und spontan reagiert werden. Das Ergebnis dieses Arbeitsprozesses aber sind Werke, in denen viele Bru\u0308che zutage treten, Werke, die nicht stromlinienf\u00f6rmig oder aus einem Guss erscheinen, sondern in denen sich eine ausgesprochen heterogene Klangwelt auftut. Und eben diese Bru\u0308che fu\u0308hren ja auch regelm\u00e4ssig zu den eingangs erw\u00e4hnten \u00abmagischen Momenten\u00bb im Werk.<\/p>\n<p>Gleichwohl stellen diese Bru\u0308che im Werk nicht nur die H\u00f6rer vor Probleme, sondern natu\u0308rlich auch die Musiker und Produzenten. Wenn das Geigensolo im Violinkonzert um Minute 16 herum vor Zagen fast auseinander bricht, dann muss man festhalten, dass es eben sogar einem Thomas Zehetmair nicht gelingen will, diesen fragilen Moment souver\u00e4n und selbstbewusst zu gestalten. Auch das Orchester kennt diese Momente; nicht immer wirken die Einspielungen, als h\u00e4tte man die Werke ins Letzte ausgeprobt. Und wenn man im Studio dann die vielen Wechsel zwischen kleinsten Besetzungen und Orchestertutti innerhalb der Stu\u0308cke stimmig in ein Stereoklangbild bringen m\u00f6chte, ist die Verzweiflung greifbar. Diese leichten M\u00e4ngel in der Produktion st\u00f6ren allerdings nicht, sondern lassen sich als Bruch innerhalb der Maderna&#8217;schen \u00c4sthetik h\u00f6ren. Die Ungleichgewichte, die Unwuchten, die Missverh\u00e4ltnisse und Disproportionen sind, vor allem im Sp\u00e4twerk, Teil seines Personalstils. Auch tragen die Werke seit den sp\u00e4ten sechziger Jahren, und das sind immerhin sieben der neunzehn eingespielten Werke, Zu\u0308ge einer offenen Form, die oft spontan vom Dirigenten w\u00e4hrend der Auffu\u0308hrung montiert wird. Werke, die jedes Mal aufs Neue eingerichtet und erfunden werden mu\u0308ssen. Da kann man also ohnehin nicht von einer Referenz- oder gar einer endgu\u0308ltigen Einspielung sprechen, sondern es bedarf vieler verschiedener Aufnahmen, um den Stu\u0308cken wirklich habhaft zu werden. Mit diesen fu\u0308nf CDs haben das hr-Sinfonieorchester und NEOS immerhin einen ersten und wichtigen Schritt in diese Richtung getan.<\/p>\n<p><i>Bj\u00f6rn Gottstein<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/logo_nzz-_2.jpg?ssl=1\" \/><br \/>\n03.06.2011<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/10933_NZZ_030611.jpg?ssl=1\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/logo_supersonic.gif?ssl=1\" \/><br \/>\n03\/2011<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/10933_Pizzicato_03_111.jpg?ssl=1\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/NeueZeitschriftMusik.gif?ssl=1\" \/><br \/>\n07\/08.2010<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/10933_34_NMZ_07-08_2010.jpg?ssl=1\" \/><\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/InternationalRecordReview.gif?ssl=1\" \/><br \/>\n07\/08 2010<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/10933_10934_RecordReview.jpg?ssl=1\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/logo_ilManifesto.jpg?ssl=1\" \/><br \/>\n03.07.2010<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/10933_ALIAS_03_07_2010.jpg?ssl=1\" \/><\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/logo_FAZ.jpg?ssl=1\" \/><br \/>\n26.06.2010<\/p>\n<p><b>Botschaft vom reinen Engel<\/b><\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/10933_34_FAZ_26_06_2010.jpg?ssl=1\" \/><\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/logo_mundoclasico.gif?ssl=1\" \/><br \/>\n21.06.2010<\/p>\n<p><b>S\u00edntesis germ\u00e1nico-mediterr\u00e1nea<\/b><\/p>\n<p>Al paso que lleva, a Arturo Tamayo deber\u00edan erigirle un monumento en Italia, dada la extensa y profunda dedicaci\u00f3n que el director madrile\u00f1o ha mostrado a lo largo de su carrera para con la m\u00fasica contempor\u00e1nea transalpina, de la que nos ha brindado algunos de sus registros discogr\u00e1ficos referenciales. Compositores como Sylvano Bussotti, Franco Donatoni o Goffredo Petrassi han encontrado en Tamayo un director de una sensibilidad extraordinaria a la hora de brindar, especialmente, aquellas partituras de maestros italianos en estrecho contacto con las corrientes postseriales centroeuropeas. Toda una declaraci\u00f3n de intenciones europe\u00edsta una Europa a la deriva.<\/p>\n<p>Si bien ya cont\u00e1bamos en formato discogr\u00e1fico con acercamientos de Arturo Tamayo a la obra de Bruno Maderna (Venecia, 1920 &#8211; Darmstadt, 1973), sin duda la m\u00e1s ambiciosa iniciativa del director madrile\u00f1o en este terreno se acaba de inaugurar ahora, con este proyecto en com\u00fan entre Tamayo, la hr-Sinfonieorchester de Frankfurt y el sello NEOS, que tienen previsto llevar al disco compacto, en los pr\u00f3ximos a\u00f1os, la obra completa para orquesta del compositor y director italiano. Los dos primeros vol\u00famenes que hoy rese\u00f1amos abarcan obras comprendidas entre 1948, fecha en la que comienza la primera de las Composizione para orquesta, y 1966, a\u00f1o en que firma Stele per Diotima.<\/p>\n<p>En este conjunto de obras encontramos a un compositor se\u00f1aladamente marcado por la impronta de la Segunda Escuela de Viena, en concreto por un Anton Webern que los creadores de la avantgarde postserial convertir\u00e1n en una suerte de abanderado y padre espiritual desde el que aventurarse a sus conquistas est\u00e9ticas. No quiere ello decir que los aspectos m\u00e1s expresionistas se diluyan por esta influencia, y en Maderna escuchamos, de igual modo, una fort\u00edsima impronta sch\u00f6nbergiana, que unido a su car\u00e1cter meridional dan lugar a piezas de una fuerza desbordante por momentos. Esta conjunci\u00f3n produce en el primer Maderna, el de las obras aqu\u00ed recogidas, una s\u00edntesis de rigor y libertad que quiz\u00e1s no se resuelve todav\u00eda con la maestr\u00eda que m\u00e1s tarde lograr\u00eda, pero que nos habla de una voz ya decididamente entregada a la renovaci\u00f3n de los lenguajes, si bien todav\u00eda con un muy considerable car\u00e1cter epigonal.<\/p>\n<p>El hecho de que las influencias vienesas graviten sobre toda la obra de Maderna no quiere decir, en absoluto, que otros ecos musicales no se filtren en sus partituras, y de ello la Composizione N\u00b11 (1948-49) es un buen ejemplo, con sus aromas bartokianos y ciertos pasajes que nos recordar\u00e1n inevitablemente a la Cuarta Sinfon\u00eda de Nielsen, por su uso de la percusi\u00f3n. La capacidad de Maderna para hacer proliferar los temas con parquedad de materiales es tambi\u00e9n notoria, as\u00ed como los procesos de abigarramiento y descompresi\u00f3n a los que somete a su m\u00fasica. La Composizione N\u00b12 (1950) apuesta m\u00e1s decididamente por el color, la densidad y el movimiento interno del sonido en la orquesta, repleta de auras, saturaciones mel\u00f3dicas e iridiscencias arm\u00f3nicas. La impronta vienesa es mayor, aunque podemos hablar de una obra en l\u00ednea con la Composizione N\u00b11, especialmente por su car\u00e1cter r\u00edtmico.<\/p>\n<p>Studi per \u201cIl Processo\u201d di Franz Kafka (1950) se conforma a modo de oratorio-cantata para narrador, soprano y orquesta, y en su aparato est\u00e9tico flota una impronta netamente sch\u00f6nbergiana. Los pasajes para narrador est\u00e1n marcados por cierto distanciamiento y frialdad kafkiana, acompa\u00f1ados muy sutilmente, en un ambiente irreal, mientras que los pasajes de soprano se refieren al personaje de Leni, convocando un aura m\u00e1s mediterr\u00e1nea y sensual que quiz\u00e1s casa menos con el esp\u00edritu del checo.<\/p>\n<p>La Improvvisazione N\u00b11 (1952) es ya netamente weberniana, con su refinado trabajo de alturas, en una pieza asc\u00e9tica y desnuda en su comienzo, que nos recordar\u00e1, en cierto modo, la obra de un alumno aventajad\u00edsimo de Maderna: Luigi Nono, en concreto a su Composizione per orchestra N\u00b11 (1951). En el caso de la pieza de Maderna, la Improvvisazione N\u00b11 se va \u2018italianizando\u2019 a medida que se desarrolla, sin abandonar por ello los arranques expresionistas, en una amalgama de estilos e improntas que fue habitual en el veneciano; un compositor que como director tambi\u00e9n estuvo abierto a constantes influencias, no menores que las que convoc\u00f3 en los numerosos cursos y actividades musicales que organiz\u00f3. La Improvvisazione N\u00b12 (1953) es tambi\u00e9n weberniana en su desarrollo, que evoluciona hacia una exposici\u00f3n casi puntillista de los grupos instrumentales y las alturas. Se trata de una obra que refleja una creciente madurez y dominio del lenguaje, y cuyos logros a\u00fanan rigor estructural y una belleza desnuda y austera muy atractiva.<\/p>\n<p>Ya en el segundo volumen de esta primera entrega, encontramos la Composizione in tre tempi (1954), que de nuevo vuelve a poner sobre la palestra un uso generoso y prol\u00edfico de las m\u00e1s diversas percusiones, a las que Maderna trata con un car\u00e1cter y sentido ya plenamente propios de la avantgarde. Esta Composizione in tre tempi podr\u00edamos verla, de alg\u00fan modo, como una s\u00edntesis y recapitulaci\u00f3n de sus hallazgos previos, que consolida en cada movimiento, desde un expresionista e incisivo \u2018Allegro scorrevole\u2019. El \u2018Adagio\u2019 es serenamente textural, mientras que el \u2018Andante-Allegro-Allegro molto\u2019 final superpone diversas tendencias a\u00f1adiendo ecos stravinskianos, con un car\u00e1cter danzable que prolifera en otras obras de Maderna, con su atractiva r\u00edtmica.<\/p>\n<p>En el Concerto per flauto e orchestre (1954), al igual que en Dimensioni III (1962-63), casi diez a\u00f1os posterior, nos encontramos con una suerte de s\u00edntesis-choque entre un elemento solista de car\u00e1cter netamente meridional y un aparato orquestal en el que resuena como un verdadero tumulto la influencia centroeuropea. Los apuntes de flauta -con largos solos en Dimensioni III- resultan un tanto ap\u00e1ticos, mientras que los pasajes de orquesta -especialmente en el Concerto- subygantes y potent\u00edsimos. Esta conjunci\u00f3n de elementos, esta s\u00edntesis de aromas, se filtra tambi\u00e9n en Aria (1964), para flauta, soprano y orquesta. M\u00e1s moderna en sus texturas instrumentales, en estilo general, Aria vuelve a asociar la flauta a lo mediterr\u00e1neo, mientras que la voz -en alem\u00e1n- fluct\u00faa entre ambos universos referenciales, con influencias notables del monodrama Erwartung (1909), de Sch\u00f6nberg. Desde este punto de vista de la s\u00edntesis estil\u00edstica, es desde el que puede resultar m\u00e1s interesante la obra de Maderna, un hombre y un compositor que se mantuvo entre diversos contextos y que supo aunar valores de dichos contornos culturales.<\/p>\n<p>Por \u00faltimo, Stele per Diotima (1966) nos habla del profundo inter\u00e9s de Maderna por la figura y obra de Friedrich H\u00f6lderlin, inter\u00e9s que compartir\u00e1 de forma muy especial con su alumno y paisano Luigi Nono. En Maderna no s\u00f3lo esta Stele per Diotima aborda el universo h\u00f6lderliniano, sino que lo har\u00e1 tambi\u00e9n el vasto ciclo de obras agrupado en Hyperion (1960-69), a partir de la novela epistolar del poeta suabo. Stele per Diotima resulta una m\u00fasica muy quebrada, rota, huidiza e informe, en la que el discurso arm\u00f3nico entra en crisis y en la que el espacio cobra una nueva significaci\u00f3n; un espacio deslocalizado por el que resuenan instrumentos en grupos perdidos. No podemos hablar, por todo ello, de un compositor que hubiese alcanzado todav\u00eda una voz propia e independiente, como ya mostraban por entonces los Nono, Xenakis, Boulez, Stockhausen, Cage, Ligeti, Lachenmann, etc. Personalmente, no creo que Maderna se encuentre al nivel de los compositores antes mencionados, si bien su aportaci\u00f3n es digna de conocer como la de un compositor que tendi\u00f3 puentes y contribuy\u00f3 a la conformaci\u00f3n de un archipi\u00e9lago musical europeo en la postguerra. Ser\u00eda con composiciones como Quadrivium (1969), Ausstrahlung (1971), Aura (1972), Biogramma (1972), o el Concierto para oboe N\u00b13 (1973), cuando Maderna alcanzar\u00eda las cotas m\u00e1s personales de su estilo como compositor, por lo cual los siguientes vol\u00famenes de esta serie se nos antojan los m\u00e1s apetecibles, aunque de por s\u00ed todo el recorrido que proponen Tamayo y NEOS sea digno de alabanza. Charlando hace unos meses con el director ovetense Nacho de Paz, me se\u00f1alaba la especial afinidad que Tamayo muestra con algunas de las obras citadas, en las que dice descubre aspectos reveladores de las partituras. Ello no hace m\u00e1s que aumentar la expectaci\u00f3n, que esperemos responda a lo mucho que promete.<\/p>\n<p>Por lo que se refiere a las interpretaciones, son realmente notabil\u00edsimas, de una potencia, contundencia y t\u00e9cnica portentosas, algo que tiene pasajes ejemplares, como el Concerto per flauto e orchestre. El hecho de tratarse de una orquesta germ\u00e1nica y de un director como Arturo Tamayo hace que la conjunci\u00f3n nos remita al universo de s\u00edntesis cultural que el propio Maderna represent\u00f3, por lo cual el conflicto est\u00e9tico y sus f\u00e9rtiles consecuencias resultan no s\u00f3lo expuestas con n\u00edtida claridad, sino resueltas con sapiencia para una mejor profundizaci\u00f3n en la m\u00fasica. Entre los solistas, me quedo con Michael Quest en la narraci\u00f3n de los Studi per \u201cIl Processo\u201d di Franz Kafka, as\u00ed como con la siempre eficiente Claudia Barainsky en Aria.<\/p>\n<p>Las tomas sonoras son sobresalientes, de gran cuerpo y realismo espacial, gracias a su presentaci\u00f3n en SACD. La edici\u00f3n de estos compactos es la habitual en NEOS, aunque algo parca en las notas. Esperamos, por tanto, que esta traves\u00eda entre el sur y el norte se complete con estos niveles de calidad.<\/p>\n<p>Paco Y\u00e1\u00f1ez<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/logo_Deutschlandfunk.jpg?ssl=1\" \/><br \/>\n13.06.2010<\/p>\n<p><b>H\u00f6lderlin als Kraftzentrum<\/b><\/p>\n<p>Das Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks unter Leitung des spanischen Dirigenten Arturo Tamayo hat Orchestermusik des italienischen Komponisten Bruno Maderna auf CD eingespielt. Herausgekommen ist ein Werk voller farblich reizvoller Splitter und immenser Dynamik.<\/p>\n<p><b>Bruno Maderna, Composizione n.1<\/b><\/p>\n<p>Ein schleppender Marsch? Ein langsamer, unaufhaltsamer Fluss? Ein Schwerelossein, ein permanentes Changieren? Keine der Beschreibungen taugt, wiewohl sie das Geh\u00f6rte und den historischen Standort des musikalischen Urhebers allesamt treffen. Komponist Bruno Maderna, geboren 1920 in Venedig, ein junger Antifaschist, schreibt seine erste Orchestermusik mit noch nicht ganz 30, und es ist un\u00fcberh\u00f6rbar, dass er sich seinerzeit orientiert, das hei\u00dft auf Traditionen bezieht und sich an ihnen reibt. Die Composizione n. 1 von 1948\/49 ist vierteilig; Mahler&#8217;sche Idiomatik scheint auf; ein Interesse an Klangfarben. Ein Jahr darauf, mit dem n\u00e4chsten Orchesterst\u00fcck vollzieht der Sch\u00fcler Dalla-picciolas und Hermann Scherchens den Sprung in die vorderste Front der Neuen Musik.<\/p>\n<p>Scherchen dirigiert das Opus in Darmstadt, dann gr\u00fcndet der Komponist mit Luciano Berio in Mailand das erste Elektronische Studio Italiens, gemeinsam mit Pierre Boulez wird er das Internationale Kammerensemble der Darmst\u00e4dter Ferienkurse bis in die 60er-Jahre hinein leiten &#8211; und doch wird Bruno Maderna nie zum Kreis der orthodoxen Serialisten geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Zwei in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Rundfunk und dessen Sinfonie-Orchester entstandene, beim M\u00fcnchner Label NEOS ver\u00f6ffentlichte neue CDs dokumentieren Entwicklung und Lebenswerk des Komponisten auf dem Gebiet der Orchesterkomposition.<\/p>\n<p>Diese ebenso ambitionierte wie verdienstvolle Anthologie, die auf dem Schallplattenmarkt eine wichtige L\u00fccke schlie\u00dft, umfasst die zwei sch\u00f6pferischen Jahrzehnte Madernas &#8211; sie endet mit einer knapp<br \/>\n20-min\u00fctigen Arbeit, die bereits im Titel auf ihren Zusammenhang mit dem Projekt der Hyperion-Oper verweist. H\u00f6lderlin als Kraftzentrum. Sich auf den gescheiterten Klassiker zu berufen, galt seinerzeit als ebenso avanciert wie subversiv. Stele per Diotima aus dem Jahre 1966, ein Orchesterst\u00fcck mit Solo-Kadenzen f\u00fcr Violine, Klarinette, Bassklarinette und Horn offeriert eine Klanglandschaft voller Kontraste. Farblich reizvolle Splitter wechseln mit Passagen von immenser Dynamik, in vielk\u00f6pfigem Schlagzeug-Einsatz l\u00f6st sich am Ende das orchestrale Gewebe geradezu auf.<\/p>\n<p><b>Bruno Maderna, Stele per Orchestra<br \/>\n<\/b><br \/>\nDas Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks unter Leitung des spanischen Dirigenten Arturo Tamayo hat Orchestermusik von Bruno Maderna auf CD eingespielt &#8211; die Aufnahmen sind beim Label NEOS erschienen.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Edition tr\u00e4gt die Jahreszahl 2008 &#8211; das Label indes promotet sie in seinen News des laufenden Monats, so als gelte es, sie auf keinen Fall zu \u00fcbersehen. Es handelt sich um historische Aufnahmen &#8211; sie dokumentieren Sinfonisches Schaffen in der ehemaligen DDR. Die Ver\u00f6ffentlichung der 5-CD-Box ist nicht nostalgisch gemeint, vielmehr als Einladung f\u00fcr Nicht-Kenner zu unbefangenem H\u00f6ren. Zusammengestellt wurde, was aus den Archiven der Firma &#8222;edel&#8220; in Hamburg nach der \u00dcbernahme noch nicht wieder ver\u00f6ffentlicht oder auf dem Markt nicht mehr vorhanden war. Zwei Schwerpunkte kristallisieren sich dabei heraus: zum einen Werke der Avancierten &#8211; sie reichen von der Kammersinfonie des Sch\u00f6nberg-Sch\u00fclers Hanns Eisler bis zu Friedrich Goldmanns legend\u00e4rer Sinfonie Nr.1 und Georg Katzers Orchesterkonzert.<\/p>\n<p>Hier interessieren die anderen, deren Namen und Werke sich &#8211; weil politisch zu angepasst und\/oder \u00e4sthetisch zu konservativ &#8211; in den letzten 20 Jahren verloren: zum Beispiel Fritz Geissler, Johann Cilensek oder Max Butting. Rudolf Wagner-R\u00e9geny (1903 in Siebenb\u00fcrgen geboren) war beides zweifellos nicht, wiewohl: Der Schreker-Sch\u00fcler gab sich gern a-politisch, was mit einer kompositorischen Handschrift korrespondierte, die unverbindlich blieb, traditionell, gezeichnet von gewisser &#8218;Feingeistigkeit&#8216;. Zugleich war Wagner-R\u00e9geny einer der wenigen Ostdeutschen mit internationaler Ausstrahlungskraft. Die letzte seiner Opern wurde 1961 bei den Salzburger Festsspielen uraufgef\u00fchrt, sein Prometheus-Oratorium er\u00f6ffnete 1959 das neu erbaute Staatstheater in Kassel. Zu diesem Werk sind die hier ausgew\u00e4hlten Drei Orchesterst\u00fccke Vorstudien. Die drei S\u00e4tze wirken zun\u00e4chst autonom, eine gemeinsame Zw\u00f6lftonreihe verbindet. Unter introvertierter Harmlosigkeit scheinen subtile Klangmischungen auf &#8211; der Gestus wechselt zwischen Schw\u00e4rmerei, Zuversicht und Melancholie, wie das Berliner Sinfonie-Orchester unter Hans-Peter Frank 1981 bei der Plattenaufnahme pr\u00e4zise herauszuarbeiten.<\/p>\n<p>Frank K\u00e4mpfer<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/logo_resmusica.jpg?ssl=1\" \/><br \/>\n19.05.2010<\/p>\n<p><b>Bruno Maderna, s\u00e9rial mais sensuel?<\/b><\/p>\n<p>Compagnon de route de Pierre Boulez et de Luigi Nono lors de leurs exp\u00e9rimentations radicales des ann\u00e9es 1950-1960, Bruno Maderna fut surtout un infatigable d\u00e9fenseur de la musique contemporaine en tant que chef d\u2019orchestre. Son d\u00e9c\u00e8s pr\u00e9coce, sa carri\u00e8re plus centr\u00e9e sur les podiums et la fin du dogme dod\u00e9caphonique n\u2019ont pas contribu\u00e9 \u00e0 pr\u00e9server la m\u00e9moire de ce cr\u00e9ateur pourtant historiquement majeur.<\/p>\n<p>Sa m\u00e9moire ne subsiste que par ses trois concertos pour hautbois et orchestre, des piliers de l\u2019instrument, et par une \u0153uvre de Pierre Boulez qui lui est d\u00e9di\u00e9e : Rituel \u00ab In memoriam Maderna \u00bb, que le compositeur fran\u00e7ais composa suite au d\u00e9c\u00e8s de son ami.<\/p>\n<p>C\u2019est donc avec bienveillance que le commentateur accueille des deux premiers volumes de son \u0153uvre pour orchestre \u00e9dit\u00e9s par l\u2019excellent label allemand Neos. L\u2019\u00e9quipe artistique : le chef Arturo Tamayo et l\u2019orchestre de la radio de Francfort composent un team de haut vol, rompu aux plus redoutables musiques contemporaines.<\/p>\n<p>Ces deux albums, agenc\u00e9s avec sens de l\u2019int\u00e9r\u00eat \u00e9ditorial nous emm\u00e8nent de mani\u00e8re chronologique \u00e0 travers l\u2019\u00e9volution artistique du cr\u00e9ateur. Le tome n\u00b01 est un voyage, entre 1948 et 1953, sur les traces d\u2019un artiste qui cherche sa voie entre l\u2019h\u00e9ritage du pass\u00e9 et le s\u00e9rialisme int\u00e9gral naissant. L\u2019 amour des timbres de l\u2019orchestre est une constante chez Maderna qui agence des alliages \u00e0 la fois ondoyants et lumineux m\u00eame si la forme est parfois \u00e9tir\u00e9e et laisse l\u2019impression d\u2019un temps suspendu planant dans l\u2019espace sonore. Construites avec un art passionn\u00e9 d\u2019artisan m\u00e9ticuleux : Composizione n\u00b01 et n\u00b02 et Improvvisazione n\u00b01 et n\u00b02 sonnent comme des brumes orchestrales \u00e9th\u00e9r\u00e9e o\u00f9 l\u2019oreille se rep\u00e8re, dans une structure tr\u00e8s \u00e9labor\u00e9e, gr\u00e2ce \u00e0 des r\u00e9miniscences de th\u00e8mes ou de danses.<\/p>\n<p>Les partitions des ann\u00e9es 1954-1966, au c\u0153ur du volume n\u00b02, poursuivent avec ce soin esth\u00e9tique et sonore, moins aride que d\u2019autres \u0153uvres de l\u2019\u00e9poque, mais avec toujours une forme savante. Le concerto pour fl\u00fbte et orchestre de 1954 est une parfaite illustration d\u2019une \u0153uvre, encadr\u00e9e par un corps structurel rigide mais qui vise l\u2019int\u00e9gration de l\u2019instrument soliste \u00e0 la masse orchestrale plut\u00f4t que le choc et l\u2019opposition.<\/p>\n<p>Les interpr\u00e8tes sont engag\u00e9s et foncent t\u00eate baiss\u00e9e dans cette aventure et la prise de son rend toutes les facettes sonores de ce langage.<\/p>\n<p>L\u2019initiative du label Neos est \u00e0 th\u00e9sauriser pour sa coh\u00e9rence \u00e9ditoriale et pour un fini technique qui donne une nouvelle chance \u00e0 un compositeur attachant.<\/p>\n<p>par Pierre-Jean Tribot<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/logo_diapason.jpg?ssl=1\" \/><br \/>\n04\/2010<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/10933_34_diapason.jpg?ssl=1\" \/><\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/logo_FonoForum.gif?ssl=1\" \/><br \/>\n04\/2010<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/10933_34_FonoForum_04_2010.jpg?ssl=1\" \/><\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/logo_la_repubblica.jpg?ssl=1\" \/><br \/>\n20.03.2010<\/p>\n<p>MADERNA Primo passo dell&#8216; integrale orchestrale dedicata al compositore italiano pi\u00f9 ardito e personale degli anni 5070. Rigore e fantasia, anche nell&#8216; esecuzione: per ripensare al nostro Novecento migliore. H.R. &#8211; Rundfunk Orch. Francoforte, dirige A. Tamayo (cd Neos)<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/logo_zeit.gif?ssl=1\" \/><br \/>\n18.03.2010<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/10933_34_Die_Zeit_2010.jpg?ssl=1\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/klassikcom.gif?ssl=1\" \/><br \/>\n03.03.2010<\/p>\n<p><b>L\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4lliges Projekt<\/b><\/p>\n<p>Interpretation:\u00a0<img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/stars5.gif?ssl=1\" \/><br \/>\nKlangqualit\u00e4t:\u00a0<img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/stars5.gif?ssl=1\" \/><br \/>\nRepertoirewert:\u00a0<img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/stars5.gif?ssl=1\" \/><br \/>\nBooklet:\u00a0<img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/stars3.gif?ssl=1\" \/><\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/logo_klassikcom_empfehlung.jpg?ssl=1\" \/><\/p>\n<p>Ein l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4lliges Projekt entsteht derzeit in Zusammenarbeit von Hessischem Rundfunk und dem Label NEOS: eine Gesamtaufnahme jener Werke, die der Komponist und Dirigent Bruno Maderna (1920-1973) unter Mitwirkung des Orchesters geschrieben hat. In historischer Folge beeinhaltet die erste SACD der Reihe die beiden Orchesterwerke &#8218;Composizione n. 1&#8216; (1948\/49) und &#8218;Composizione n. 2&#8216; (1950), die &#8218;Studi per \u00bbIl Processo\u00ab di Franz Kafka&#8216; f\u00fcr Sprecher, Sopran und Orchester (1950) und die beiden Orchesterwerke &#8218;Improvvisazione n. 1&#8216; (1952) und &#8218;Improvvisazione n. 2&#8216; (1953). Die fr\u00fchen Arbeiten erweisen sich als sinfonische Werke, in denen Maderna sich auf kreative Weise mit Tradition auseinandersetzt und doch zugleich auch den Aufbruch zu neuen Ufern markiert, w\u00e4hrend die beiden sp\u00e4teren formal durch das Spannungsfeld zwischen Konstruktion und Freiheit gekennzeichnet sind; allesamt weisen sie Maderna als einen Komponisten aus, der die M\u00f6glichkeiten des Orchesters in all ihren Feinheiten beherrscht und mit ihrer Hilfe ganz au\u00dferordentliche Situationen vor den Ohren des H\u00f6rers aufzubauen wei\u00df.<\/p>\n<p>Mit Arturo Tamayo wurde f\u00fcr das Projekt ein ausgezeichneter Dirigent verpflichtet, der schon in der Vergangenenheit durch seine Lesarten von zeitgen\u00f6ssischer Musik \u00fcberzeugen konnte. Sein Zugriff auf die Werke setzt auf die von Maderna ausgearbeiteten Farbwerte und stellt die Musik \u2013 insbesondere in den beiden fr\u00fchen &#8218;Composizioni&#8216; \u2013 im Spannungsfeld zwischen orchestralen Wirkungen und kammermusikalisch feiner Inszenierung dar. Mit tatkr\u00e4ftiger Unterst\u00fctzung der Musiker des HR-Sinfonieorchester zeichnet der Dirigent atmosph\u00e4risch dichte Portr\u00e4ts, und modelliert sie \u2013 dabei immer wieder die Zartheit und Kantabilit\u00e4t einzelner Parts herausarbeitend und sie in polyphonen Verlaufsprozessen verdichtend \u2013 zu au\u00dfergew\u00f6hnlich suggestiven Klangsituationen, arbeitet aber auch (so in den &#8218;Improvvisazioni&#8216;) so manchen ironisch pointierten Tonfall heraus.<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt stehen freilich die oratorisch-kantatenhaften Kafka-Studien, die, wahrscheinlich im Zusammenhang mit einem niemals realisierten Musiktheaterprojekt entstanden, ein Musterbeispiel f\u00fcr Madernas kompositorische \u00d6konomie darstellen. Faszinierend ist hier gerade die vokale Umsetzung: Die weitgehend sachliche, immer wieder nachdr\u00fccklich auf bestimmten Formulierungen beharrende Sprechstimme von Michael Quast und der klare, stellenweise bet\u00f6rend sinnlich eingef\u00e4rbte Sopran von Claudia Barainsky stehen sich als Quellen unterschiedlicher stimmlicher Beschaffenheit gegen\u00fcber, sind jedoch zugleich, zwei unterschiedliche Textebenen der Kafka-Vorlage repr\u00e4sentierend, als aufeinander bezogene Sprachschicht in die fein ausgearbeitete Klangdramaturgie des Orchesters eingebunden.<\/p>\n<p>Bereits in dieser ersten Produktion zeichnet sich die besondere diskografische Relevanz der Reihe ab, denn die hohe Qualit\u00e4t von Interpretation und klanglicher Umsetzung l\u00e4sst f\u00fcr die zuk\u00fcnftigen Produktionen, insbesondere die auf R\u00e4umlichkeit bedachten Werke Madernas, allerlei Aufregendes erhoffen. Sie stellt zudem erstmals die zentrale Bedeutung des Komponisten f\u00fcr die historischen Entwicklungen nach 1950 heraus. V\u00f6llig unangemessen erscheint demgegen\u00fcber die Beschr\u00e4nkung des Booklet-Texts auf drei Seiten. Hier h\u00e4tte das Label NEOS doch einmal \u00fcber seinen Schatten springen m\u00fcssen, um dem Thema Maderna besser gerecht zu werden, denn weitaus mehr bliebe hier zu sagen als das wenige, was hier tats\u00e4chlich zu lesen ist.<\/p>\n<p><i>Dr. Stefan Drees<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/Diverdi-Logo013.jpg?ssl=1\" \/><br \/>\n02\/2010<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/10933_34_Diverdi_02_10.jpg?ssl=1\" \/><\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/logo_Rondo.gif?ssl=1\" \/><br \/>\n01\/2010<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/10933_Rondo_01_10.jpg?ssl=1\" \/><\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/logo_br_klassik.jpg?ssl=1\" \/><br \/>\n11.01.2010<\/p>\n<p><b>Bruno Maderna\u00a0&#8211; Orchesterwerke<br \/>\n<\/b><i>Helmut Rohm<\/i><\/p>\n<p>Wenige Monate vor dem Tag, an dem der 1973 viel zu fr\u00fch verstorbene Bruno Maderna seinen neunzigsten Geburtstag h\u00e4tte feiern k\u00f6nnen, sind beim ambitionierten Label NEOS die ersten beiden CDs einer geplanten Gesamtedition der Orchestermusik des genialen italienischen Komponisten erschienen. Unter der Leitung von Arturo Tamayo haben die Musiker des Sinfonieorchesters des Hessischen Rundfunks ein wunderbares Projekt begonnen! Bereits die erste CD mit zwischen 1948 und 1953 entstandenen, k\u00fcnstlerisch voll g\u00fcltigen Fr\u00fchwerken setzt Ma\u00dfst\u00e4be. Die in surround-Technik aufgenommenen Einspielungen sind klangsch\u00f6n und hochtransparent; wer \u00fcber eine entsprechende Anlage verf\u00fcgt, kann sich im wahrsten Sinne des Wortes umranken lassen von bezwingend organisch sich entfaltenden musikalischen Geflechten.<\/p>\n<p>In\u00a0<i>Composizione n. 1<\/i>\u00a0(1948\/49) durchdringen sich melisch-thematische Pr\u00e4gungen und Reihenstrukturen auf geradezu metamorphotische Weise. Auch\u00a0<i>Composizione n. 2<\/i>\u00a0(1950) bildet ein treffliches Beispiel f\u00fcr Madernas kompositorisch integrativen Ansatz, bei dem \u2013 vereinfacht gesagt \u2013 traditionelles kantables Material modernen seriellen Verfahren unterworfen wird. Gespielt vom Englischhorn hebt das St\u00fcck an mit dem sogenannten Seikilos-Lied, einer der \u00e4ltesten vollst\u00e4ndig erhaltenen Melodien, die irgendwann in den Jahrhunderten um Christi Geburt samt interpretierbarer Proto-Notation in den Stein einer kleinasiatischen Grabstele gemeiselt worden war. Latent durchschimmernde Modalit\u00e4ten und Tonalit\u00e4ten, potentiell m\u00f6gliche Reprisen: nichts als Sakrilege f\u00fcr Leute wie Karlheinz Stockhausen!<\/p>\n<p>Klar, dass Maderna mit seinen halb dodekaphon, halb franko-fl\u00e4misch inspirierten, mit magischen Quadraten und Zahlenreihen operierenden Verfahren seinerzeit in Darmstadt, dem Mekka des orthodoxen Serialismus als Komponist hatte eher ein Au\u00dfenseiter bleiben m\u00fcssen. L\u00e4ngst aber liebt man das Raffinement, das Herzblut und die Klangsinnlichkeit seiner Musik. Herber, bis zu einem gewissen Grade Webern\u2019scher, klingen die subtil instrumentierten und fein ausbalancierten St\u00fccke\u00a0<i>Improvvisazione n. 1<\/i>\u00a0und\u00a0<i>Improvvisazione n. 2<\/i>\u00a0(1921\/52 bzw. 1953). Ausserdem auf der neuen CD ein kantatenartiges Werk Bruno Madernas: die zwischen 1948 und 1950 entstandene\u00a0<i>Studi per \u2018Il Processo\u2019 di Franz Kafka<\/i>\u00a0f\u00fcr Rezitator, Sopran und Orchester. Der Komponist musikalisierte Textpassagen, die sich auf die Advokaten und auf die Figur der Leni beziehen. Josef K\u00a0bleibt abwesend. Bewundernswert ist sein \u00f6konomischer Umgang mit dem musikalischen Material: mit wenigen T\u00f6nen gelingen ihm\u00a0beklemmende Atmosph\u00e4ren und halluzinatorische Szenerien.<\/p>\n<p>Auszeichnungen &amp; Erw\u00e4hnungen:<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/logo_supersonic.gif?ssl=1\" \/><br \/>\n03\/2011<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/10933_Pizzicato_03_111.jpg?ssl=1\" \/><\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/logo_klassikcom_empfehlung.jpg?ssl=1\" \/><br \/>\n03.03.2010<\/p>\n<p><b>L\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4lliges Projekt<\/b><\/p>\n<p>Interpretation:\u00a0<img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/stars5.gif?ssl=1\" \/><br \/>\nKlangqualit\u00e4t:\u00a0<img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/stars5.gif?ssl=1\" \/><br \/>\nRepertoirewert:\u00a0<img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/stars5.gif?ssl=1\" \/><br \/>\nBooklet:\u00a0<img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/stars3.gif?ssl=1\" \/><\/p>\n<p>Ein l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4lliges Projekt entsteht derzeit in Zusammenarbeit von Hessischem Rundfunk und dem Label NEOS: eine Gesamtaufnahme jener Werke, die der Komponist und Dirigent Bruno Maderna (1920-1973) unter Mitwirkung des Orchesters geschrieben hat. In historischer Folge beeinhaltet die erste SACD der Reihe die beiden Orchesterwerke &#8218;Composizione n. 1&#8216; (1948\/49) und &#8218;Composizione n. 2&#8216; (1950), die &#8218;Studi per \u00bbIl Processo\u00ab di Franz Kafka&#8216; f\u00fcr Sprecher, Sopran und Orchester (1950) und die beiden Orchesterwerke &#8218;Improvvisazione n. 1&#8216; (1952) und &#8218;Improvvisazione n. 2&#8216; (1953). Die fr\u00fchen Arbeiten erweisen sich als sinfonische Werke, in denen Maderna sich auf kreative Weise mit Tradition auseinandersetzt und doch zugleich auch den Aufbruch zu neuen Ufern markiert, w\u00e4hrend die beiden sp\u00e4teren formal durch das Spannungsfeld zwischen Konstruktion und Freiheit gekennzeichnet sind; allesamt weisen sie Maderna als einen Komponisten aus, der die M\u00f6glichkeiten des Orchesters in all ihren Feinheiten beherrscht und mit ihrer Hilfe ganz au\u00dferordentliche Situationen vor den Ohren des H\u00f6rers aufzubauen wei\u00df.<\/p>\n<p>Mit Arturo Tamayo wurde f\u00fcr das Projekt ein ausgezeichneter Dirigent verpflichtet, der schon in der Vergangenenheit durch seine Lesarten von zeitgen\u00f6ssischer Musik \u00fcberzeugen konnte. Sein Zugriff auf die Werke setzt auf die von Maderna ausgearbeiteten Farbwerte und stellt die Musik \u2013 insbesondere in den beiden fr\u00fchen &#8218;Composizioni&#8216; \u2013 im Spannungsfeld zwischen orchestralen Wirkungen und kammermusikalisch feiner Inszenierung dar. Mit tatkr\u00e4ftiger Unterst\u00fctzung der Musiker des HR-Sinfonieorchester zeichnet der Dirigent atmosph\u00e4risch dichte Portr\u00e4ts, und modelliert sie \u2013 dabei immer wieder die Zartheit und Kantabilit\u00e4t einzelner Parts herausarbeitend und sie in polyphonen Verlaufsprozessen verdichtend \u2013 zu au\u00dfergew\u00f6hnlich suggestiven Klangsituationen, arbeitet aber auch (so in den &#8218;Improvvisazioni&#8216;) so manchen ironisch pointierten Tonfall heraus.<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt stehen freilich die oratorisch-kantatenhaften Kafka-Studien, die, wahrscheinlich im Zusammenhang mit einem niemals realisierten Musiktheaterprojekt entstanden, ein Musterbeispiel f\u00fcr Madernas kompositorische \u00d6konomie darstellen. Faszinierend ist hier gerade die vokale Umsetzung: Die weitgehend sachliche, immer wieder nachdr\u00fccklich auf bestimmten Formulierungen beharrende Sprechstimme von Michael Quast und der klare, stellenweise bet\u00f6rend sinnlich eingef\u00e4rbte Sopran von Claudia Barainsky stehen sich als Quellen unterschiedlicher stimmlicher Beschaffenheit gegen\u00fcber, sind jedoch zugleich, zwei unterschiedliche Textebenen der Kafka-Vorlage repr\u00e4sentierend, als aufeinander bezogene Sprachschicht in die fein ausgearbeitete Klangdramaturgie des Orchesters eingebunden.<\/p>\n<p>Bereits in dieser ersten Produktion zeichnet sich die besondere diskografische Relevanz der Reihe ab, denn die hohe Qualit\u00e4t von Interpretation und klanglicher Umsetzung l\u00e4sst f\u00fcr die zuk\u00fcnftigen Produktionen, insbesondere die auf R\u00e4umlichkeit bedachten Werke Madernas, allerlei Aufregendes erhoffen. Sie stellt zudem erstmals die zentrale Bedeutung des Komponisten f\u00fcr die historischen Entwicklungen nach 1950 heraus. V\u00f6llig unangemessen erscheint demgegen\u00fcber die Beschr\u00e4nkung des Booklet-Texts auf drei Seiten. Hier h\u00e4tte das Label NEOS doch einmal \u00fcber seinen Schatten springen m\u00fcssen, um dem Thema Maderna besser gerecht zu werden, denn weitaus mehr bliebe hier zu sagen als das wenige, was hier tats\u00e4chlich zu lesen ist.<\/p>\n<p><i>Dr. Stefan Drees<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Infotext: Alles muss neu gepr\u00fcft werden: Bruno Maderna folgt dieser Nachkriegs-Maxime, indem er einfache, werkstattm\u00e4\u00dfige Titel w\u00e4hlt. Komposition, \u00dcbung, Improvisation \u2013 das bedeutet bei ihm ein H\u00f6chstma\u00df an Freiheit, und zugleich ein Bekenntnis zur entwickelnden Polyphonie, zur Logik und Beweglichkeit der Gedanken. 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