{"id":3172,"date":"2009-05-15T10:03:17","date_gmt":"2009-05-15T10:03:17","guid":{"rendered":"https:\/\/neos-music.com\/?post_type=product&#038;p=3172"},"modified":"2022-11-20T10:05:23","modified_gmt":"2022-11-20T10:05:23","slug":"klaus-huber-erniedrigt-geknechtet-verlassen-verachtet","status":"publish","type":"product","link":"https:\/\/neos-music.com\/en_us\/product\/klaus-huber-erniedrigt-geknechtet-verlassen-verachtet\/","title":{"rendered":"Klaus Huber: Erniedrigt \u2013 Geknechtet \u2013 Verlassen \u2013 Verachtet &#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Infotext:<\/p>\n<table border=\"0\" width=\"100%\" rules=\"none\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"bigcontent2\">\n<div id=\"infotext\">\n<p>Befreiungsutopie und Heilsversprechen<\/p>\n<p>In Klaus Hubers umfangreichem Werk gibt es mehrfach Knotenpunkte, in denen eine l\u00e4ngere Schaffensphase zum Abschluss kommt und eine neue sich ank\u00fcndigt. Markiert werden sie jeweils durch ein gro\u00dfes, vokal-instrumentales Werk. Solche Marksteine waren Anfang der 1960er Jahre das Augustinus-Oratorium Soliloquia und 2001 das B\u00fchnenwerk Schwarzerde. Und genau dazwischen, um 1980, entstand das politische Oratorium Erniedrigt \u2013 Geknechtet \u2013 Verlassen \u2013 Verachtet\u2026<\/p>\n<p>In diesem Werk brachte Huber seine langj\u00e4hrigen Bestrebungen um eine neue Art von politisch engagierter Musik zu einem vorl\u00e4ufigen H\u00f6hepunkt und Abschluss. Seine Textvorlagen sind realistische Aufzeichnungen aus Arbeitswelt, Slum und Gef\u00e4ngnis, erg\u00e4nzt durch Ausz\u00fcge aus den Schriften des nicaraguanischen Priesters und Politikers Ernesto Cardenal, einem der damaligen Wortf\u00fchrer der lateinamerikanischen \u203aTheologie der Befreiung\u2039. Cardenals Texte bilden den gedanklichen Mittelpunkt des Werks.<\/p>\n<p>Religi\u00f6se und politische Ideen verbinden sich in diesem Oratorium zur k\u00fcnstlerischen Vision einer Menschheit, die sich selbst aus ihren Fesseln befreit und das Schicksal in die eigene Hand nimmt; Mitleid mit den Unterdr\u00fcckten, Aufruf zum politischen Widerstand und Transzendenzversprechen gehen eine unverwechselbare Mischung ein \u2013 eine christlich-sozialistische Utopie ganz im Sinne von Cardenal und seinen Glaubensgenossen. In Hubers Werk wird diese Botschaft aber nicht einfach als verbaler Appell formuliert, sondern sie durchdringt die Musik bis in ihre innerste Faser. Bedeutungsgehalt und Lautgestalt der Texte werden in charakteristische Strukturen transformiert und bringen so die Musik selbst zum Sprechen. Sie wird zum weithin hallenden Resonanzraum der revolution\u00e4r-eschatologischen Botschaft.<\/p>\n<p>Der Kompositionsprozess erstreckte sich \u00fcber mehrere Jahre. Der \u00e4lteste Teil des siebenteiligen Werks ist das 1975 uraufgef\u00fchrte Kammermusikwerk Senfkorn, das Huber in unver\u00e4nderter Form in sein Oratorium einbaute; alles andere entstand 1978\u201382, letzte Erg\u00e4nzungen fielen in das Jahr 1983. In einer ersten Fassung wurde das Werk am 11. Juni 1981 in Amsterdam unter Ernest Bour uraufgef\u00fchrt; der dritte Teil (Gefangen, gefoltert\u2026) existierte damals nur in einer vorl\u00e4ufigen Version, die der Sprecher\/S\u00e4nger Theophil Maier als schlagzeugbegleitete Lautkomposition vortrug. Die integrale Urauff\u00fchrung erfolgte am 14. Oktober 1983 in Donaueschingen unter Matthias Bamert.<\/p>\n<p>Die sieben Teile, so unterschiedlich sie in Besetzung und Machart sind, f\u00fcgen sich auf wirkungsvolle Weise zu einer zerkl\u00fcfteten Gro\u00dfarchitektur zusammen. Das St\u00fcck durchl\u00e4uft gedanklich einen Prozess von der Darstellung \u00e4u\u00dferster Unfreiheit \u00fcber den Kampf gegen die Repression bis zur mystisch verkl\u00e4rten Apotheose von Freiheit.<\/p>\n<p>Beginn (Um der Unterdr\u00fcckten willen) ist ein Moment der gr\u00f6\u00dften Komplexit\u00e4t und zugleich der gr\u00f6\u00dften Entfremdung. Textgrundlage ist die realistische Beschreibung des Produktionsprozesses aus der Sicht des Gie\u00dfereiarbeiters Florian Knobloch. Der Text wird kompositorisch gleichsam durch eine H\u00e4ckselmaschine gejagt; der seriell komponierte Instrumentalpart ist in sieben Gruppen aufgeteilt, die in unterschiedlichen Tempi spielen und durch drei Dirigenten koordiniert werden. In dieser komplexen Organisation wird der Arbeitsprozess zur monstr\u00f6sen Maschinerie, die das Individuum zermalmt. Einige Zeilen aus dem Psalm 21 kommentieren zum Schluss choralartig das Inferno.<\/p>\n<p>Teil II (Armut, Hunger, Hunger\u2026) bringt eine Milieuschilderung aus einem brasilianischen Slum, wiederum aus der Sicht der Betroffenen. Die Zeilen aus dem Tagebuch der Carolina Mar\u00eda de Jes\u00fas werden kombiniert mit Ausz\u00fcgen aus dem politischen Poem Or\u00e1culo sobre Managua (Orakel \u00fcber Managua) von Ernesto Cardenal. Zur tristen Alltagsbeschreibung erklingt eine \u203amusica povera\u2039, die Assoziationen von Leere, Armut, Stillstand, Abfall usw. wachruft.<\/p>\n<p>Der Text zu Teil III (Gefangen, gefoltert\u2026) stammt aus den Prison Letters des schwarzen US-Amerikaners George Jackson. Die erregte Anklage der Haftbedingungen verarbeitet Einfl\u00fcsse aus der afroamerikanischen Kultur: Bruchst\u00fccke von Arbeitsges\u00e4ngen und \u203aPrison Songs\u2039 aus den S\u00fcdstaaten, die zu einem mosaikartigen Ganzen zusammengef\u00fcgt werden.<br \/>\nNach diesen drei Protokollen von passiv erfahrener Unterdr\u00fcckung erfolgt in Teil IV (Steht alle auf, auch die Toten!) der Umschlag in die Aktion. Der Kampf zwischen zwei Gewaltpotenzialen \u2013 zwischen anarchisch entfesselter Volkswut und milit\u00e4risch geordneter Repressionsmaschinerie \u2013 spitzt sich in mehreren Wellen zu, bis die repressiven Strukturen schlie\u00dflich einer klanglichen Vision von Freiheit weichen.<\/p>\n<p>Teil V (Senfkorn) ist der introvertierte Ruhepunkt nach dem Sturm, in dem die schwachen Kr\u00e4fte der Hoffnung sich erstmals ungehindert artikulieren. Motivmaterial aus der Bass-Arie \u00bbEs ist vollbracht\u00ab aus Bachs Kantate Nr. 159 setzt sich langsam zum tonalen Originalsatz zusammen, w\u00e4hrend eine Knabenstimme die Friedensvision aus Jesaja 11 und Verse aus einem Psalm von Cardenal rezitiert: \u00bbDie neuen F\u00fchrer werden Pazifisten sein und Frieden machen\u2026\u00ab.<\/p>\n<p>Teil VI, beruhend auf Cardenals Gedicht Amanecer (Tagesanbruch), evoziert nach Hubers Worten \u00bbdie in \u00e4u\u00dferster Ferne aufleuchtende Ferne des Friedensreiches\u00ab. Die verhaltene Bewegung in diesem Klangtableau entsteht durch langsames Vertauschen der Akkordt\u00f6ne; Vokal- und Instrumentalklang verschmelzen, klingende Signale menschlicher Aktivit\u00e4t und Vogelrufe beleben die Oberfl\u00e4che.<\/p>\n<p>Teil VII, \u00fcber Worte von Ernesto Cardenal \u00bbDas Volk stirbt nie \/ l\u00e4chelnd tritt es aus der Leichenhalle\u2026\u00ab, stellt eine Profanversion von Auferstehung dar. Intoniert wird sie in vier Choralzeilen, deren Material aus dem Bach-Choral Christ lag in Todesbanden abgeleitet ist. Durch \u00dcberlagerung und Playback vom Tonband entsteht ein Prozess der Verdichtung, und durch zunehmende Diffusion des Klangs \u00f6ffnet sich der Raum zugleich ins Grenzenlose. Die Musik verd\u00e4mmert in mystischer Ferne.<\/p>\n<p>Max Nyffeler<\/p>\n<\/div>\n<\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Programm:<\/p>\n<p><b>Erniedrigt \u2013 Geknechtet \u2013 Verlassen \u2013 Verachtet &#8230;<br \/>\n<\/b>(1975\/1978\u201383)<br \/>\nfor solo voices, chorus, orchestra and tape<br \/>\nTexts by Ernesto Cardenal, Florian Knobloch, Carolina Mar\u00eda de Jes\u00fas, George Jackson<\/p>\n<p>[01]\u00a0<b>Vorspruch<\/b>\u00a003:42<br \/>\n[02]\u00a0<b>I Um der Unterdr\u00fcckten willen<\/b>\u00a010:20<br \/>\n<span id=\"flash1\"><\/span><\/p>\n<p>[03]\u00a0<b>II Armut, Hunger, Hunger&#8230;<\/b>\u00a012:49<br \/>\n[04]\u00a0<b>III Gefangen, gefoltert&#8230;<\/b>\u00a008:30<br \/>\n[05]\u00a0<b>IV Steht alle auf, auch die Toten!<\/b>\u00a011:13<br \/>\n[06]\u00a0<b>V Senfkorn<\/b>\u00a007:26<br \/>\n[07]\u00a0<b>VI Tagesanbruch<\/b>\u00a006:08<br \/>\n[08]\u00a0<b>VII Das Volk stirbt nie<\/b>\u00a0 07:37<br \/>\n<span id=\"flash2\"><\/span><\/p>\n<p>total time: 67:58<\/p>\n<p>Anne Haenen, mezzo-soprano<br \/>\nTheophil Maier, tenor and speaker<br \/>\nPaul Yoder, bass baritone<br \/>\nTreble solo from the T\u00f6lzer Knabenchor<\/p>\n<p>Schola Cantorum Stuttgart<br \/>\nClytus Gottwald, rehearsals<br \/>\n<a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/SWR_Vokalensemble_Stuttgart.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">SWR Vokalensemble Stuttgart<\/a><br \/>\nHelmut Franz, rehearsals<\/p>\n<p>SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg<\/p>\n<p>Matthias Bamert, conductor<br \/>\nKenneth Jean\/ Burkhard Rempe\/\u00a0<a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Tamayo_Arturo.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Arturo Tamayo<\/a>, co-conductors<\/p>\n<p>Sound directors:\u00a0<a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Klaus_Huber.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Klaus Huber<\/a>\/ Peter Linke\/ Dieter Mack\/ Bernhard Mangold-M\u00e4rkel<\/p>\n<p>Tape parts: Electronic Studio of the Sweelinck Conservatory, Amsterdam (1981, Parts I &amp; IV \u00b7 Floris van Manen)<br \/>\nEXPERIMENTALSTUDIO des SWR (1983, Parts I\u2013II &amp; V\u2013VII \u00b7 Hans-Peter Haller, Rudolf Strauss, Arthur Kempter)<\/p>\n<p>Pressestimmen:<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/Diverdi-Logo013.jpg?ssl=1\" \/><br \/>\n04\/2010<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/10809_Diverdi_04_2010.jpg?ssl=1\" \/><\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/logo_diapason.jpg?ssl=1\" \/><br \/>\n03\/2010<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/10809_Diapason_03_2010.jpg?ssl=1\" \/><\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/logo_fanfare.jpg?ssl=1\" \/><br \/>\n01-02\/2010<\/p>\n<p>I\u2019ve come to realize that there is a specific musical genre that emerged in the second half of the 20th century in Europe, the politico-metaphysical oratorio. These are sprawling modernist works, usually based on secular subjects, but laced with meditations on the spiritual or philosophic (even if in the end they are discredited or abandoned). These pieces tend to involve theatrical elements, and the vocal delivery spans a range from atonal bel canto to Sprechstimme to full-throated screaming\/barking. I\u2019ve encountered and reviewed several of these by Nono, Lachenmann, and B. A. Zimmerman over the past few years. It\u2019s a form that I have some trouble with, which I\u2019ll detail below. The arrival of the massive work by Klaus Huber (b. 1924), Erniedrigt\u2014Geknechtet\u2014Verlassen\u2014Verachtet (\u201cAbased\u2014Fettered\u2014Abandoned\u2014Despised\u201d), composed in 1975\u201383, alerted my radar that this might not be a particularly pleasant experience (the title alone promises a rigorous evening\u2019s entertainment).<\/p>\n<p>I have heard very little of Huber\u2019s music, but his reputation in Europe is extremely high, and above all, he\u2019s renowned as the teacher of several generations of major composers, mostly at his post in Freiburg, Germany (from which he\u2019s now retired). The work under review is in seven sections with an introduction, and is a compendium of texts primarily from the \u201cliberation theologist\u201d Ernesto Cardenal, but there are many others woven in, including that of Black Panther George Jackson. The overall tone of the work is that of outrage at political oppression and injustice, motivated by a Protestant religious fervor.<\/p>\n<p>I can say at the beginning what deflates me about the music, but stay with me; a more rounded picture is going to emerge by the end. There is a lot of angst throughout, and the tone is entirely humorless. (The one inadvertently funny thing is the echt-German delivery of the letters of George Jackson, albeit in English.) One can\u2019t help but feel that high German Expressionism, when mated with a Calvinistic view of man, indeed a rather omniscient judgment of human inhumanity, leads to a wrenching, indeed abrasive product. It can also seem condescending, preaching on high to the rest of us fools. This music is never fun, but then Huber is absolutely determined it should not be, as the subject is so serious and depressing. So in a sense it is exactly what it intends to be, and it\u2019s up to us as listeners to decide how to react to it.<\/p>\n<p>Having said that, I need to pull back and add a little perspective. I came to this piece with an admittedly skeptical perspective, and certainly much of it did not disappoint my expectations. But Huber actually has a number of things going for him, and, in fact, this piece strikes me as one of the best I\u2019ve heard in the aforementioned genre. The opening, with the distant voices of choristers sounding like muffled torture victims screaming from their cells (the work uses pre-recorded parts effectively) is chilling. And over its course, the music frankly gets better, asserts more personality, and transcends at least somewhat the clich\u00e9s of its medium. The fourth section, with its outbursts of quasi-chaotic Ivesian band music, alternating with what sounds like thousands of marching boots, gathers real force. The fifth section, a deconstruction and then reassembly of a Bach aria, has a haunting fragility. And the conclusion, with its huge waves of voices and instruments, which transform into a taped version that slowly echoes into silence over several minutes, makes a deep impression.<\/p>\n<p>The upshot is that Huber actually makes something of worth here, and his subject is well served. (I\u2019ll also say that while as an American I\u2019m not fond of being lectured by Europeans on our failings as a culture, I share many of his opinions and concerns.) Nor is the piece nihilistic or totally despairing, as much of it suggests the enormous force of the people\u2019s will, and by such representation creates some hope of it being activated for positive results.<\/p>\n<p>So this is a recommendation, almost despite myself. The recording is clear and the performance strong. While all the texts are printed, they are multilingual, and without translation, so non-readers of German, Spanish, and Portuguese will be out of luck.<\/p>\n<p>Robert Carl<\/p>\n<p><b>Tages-Anzeiger<br \/>\n<\/b>23.11.2009<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/10809_Tages_Anzeiger_23_11_.jpg?ssl=1\" \/><\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/klassikcom.gif?ssl=1\" \/><br \/>\n09.09.2009<\/p>\n<p><b>Dem Frieden eine Stimme verleihen<\/b><\/p>\n<p>Klaus Huber geh\u00f6rt zu den Komponisten, dem erst sp\u00e4t die Achtung zuteil geworden ist, die ihm geb\u00fchrt. In diesem Jahr wurde ihm der Ernst von Siemens Musikpreis verliehen, und nicht wenige fragen sich, warum seine Meisterschaft erst so sp\u00e4t erkannt wurde, geh\u00f6rt doch Klaus Huber zu den wachen Komponisten, die \u00e4u\u00dferst sensibel auf ihre Zeit reagieren, ohne sich den Gesetzen des Marktes anzupassen. Vielleicht liegt es daran, dass ein griffiger Personalstil bei Huber schwer zu lokalisieren ist. Das Etikettendenken unserer Zeit verlangt nach griffigen Schlagw\u00f6rtern, mit denen Schubladen zu f\u00fcllen sind, und eine eindeutige Einordnung l\u00e4sst Hubers Musik nicht zu. Seine Sprache richtet sich nicht nur nach dem Sujet, die sie behandelt, sie bleibt auch kompromisslos experimentierfreudig, so dass er auch in hohem Alter, wo andere ihre Errungenschaften in einem Sp\u00e4twerk hegen und pflegen, stets neues Material findet und sich verf\u00fcgbar macht. Erst k\u00fcrzlich hat er dies in seinem monumentalen Bekenntniswerk \u2018Quod est Pax \u2013 Vers la raison du coeur\u2019 in Donaueschingen erneut bewiesen.<\/p>\n<p>\u00dcberhaupt sind es oft jene bekenntnishaften Vokalwerken von gro\u00dfem Ausma\u00df, die Meilensteine oder Wendepunkte in den Schaffensphasen von Klaus Huber markieren. Dazu z\u00e4hlt ohne Zweifel das gro\u00df angelegte Oratorium \u2018Erniedrigt \u2013 Geknechtet \u2013 Verlassen \u2013 Verachtet&#8230;\u2019 f\u00fcr Stimmen, Chor, Orchester und Tonband, das 1983 vollendet und uraufgef\u00fchrt wurde. Ein Mitschnitt dieser Auff\u00fchrung in Donaueschingen ist jetzt in einer sch\u00f6nen Edition bei NEOS erschienen.<\/p>\n<p>Das Werk ist gewisserma\u00dfen ein Pendant zu Luigi Nonos \u2018Prometeo\u2019. Entstanden in einer Zeit, in der sich das Scheitern der Vision einer anderen Gesellschaft abzeichnete, weisen beide Komponisten mit ihrer Musik in eine offene Zukunft und zu einer befreiten Menschheit hin, ohne dogmatische Parolen, sondern mit einer messianischen Offenheit hinein ins Unbekannte der Nacht. In \u2018Erniedrigt \u2013 Geknechtet \u2013 Verlassen \u2013 Verachtet&#8230;\u2019 ist es der f\u00fcnfte Teil, \u2018Senfkorn\u2019 betitelt, in dem eine schwache Vision von einer Insel des Friedens aufleuchtet. Motive aus der Bass-Arie \u2018Es ist vollbracht\u2019 von Johann Sebastian Bach erinnern an das christliche Versprechen von menschlicher W\u00e4rme und Frieden f\u00fcr alle Menschen, eine Erinnerung, die gleichzeitig Vision f\u00fcr die Zukunft sein soll.<\/p>\n<p>Hubers Oratorium beginnt mit der Darstellung des geknechteten Menschen. Texte, Originalberichte aus der Welt der Produktion, der Gef\u00e4ngnisse und Slums, bilden die Grundlage der Komposition, hinzu kommen Ausz\u00fcge aus Schriften des Befreiungstheologen Ernesto Cardenal, die den geistigen Mittelpunkt des Werkes bilden. Die Musik entsteht aus dem semantischen Material: So ist der erste Satz ein Tableau von h\u00f6chster Komplexit\u00e4t, der Text wird zerhackt, die Musik besteht aus verschiedenen seriellen Schichten in unterschiedlichen Tempi, die von drei Dirigenten koordiniert werden, so dass eine gigantische Maschinerie entsteht, in der kein Platz ist f\u00fcr das individuelle Schicksal des Menschen.<\/p>\n<p>Demgegen\u00fcber steht im zweiten Teil, der die Armut brasilianischer Slums beschreibt, eine entkleidete Musik, in der kein Platz mehr f\u00fcr klanglichen Reichtum ist. Die Haftbedingungen, die der dritte Teil des Oratoriums mit den \u2018Prison Letters\u2019 des Afroamerikaners George Jackson anklagt, werden durch Kl\u00e4nge, die allesamt aus der amerikanischen Hymne abgeleitet sind, drastisch verdeutlicht: Huber konstruiert aus dem harmonischen Material der Hymne Vierteltonakkorde, die wie Gef\u00e4ngnisst\u00e4be die Musik einpferchen.<\/p>\n<p>Hubers Musik begn\u00fcgt sich nicht mit der Anklage der grausamen Zust\u00e4nde sondern evoziert eine Vision von Frieden und Freiheit: nach dem Wendepunkt im \u2018Senfkorn\u2019 breitet sich die \u2018Ferne des Friedensreiches\u2019 aus, mit Material des Bach-Chorals \u2018Christ lag in Todesbanden\u2019 und klingenden Zeugnissen von Mensch und Natur, die sich vom Tonband mit der Musik vermischen.<\/p>\n<p>Zwei Ch\u00f6re, die Schola Cantorum Stutttgart und das SWR Vokalensemble, das Sinfonieorchester des SWR, vier Solisten und ein elektronisches Tonband verleihen dem formal und klanglich hochkomplexen Werk zahlreiche individuelle Stimmen. Vier Dirigenten und Klangregisseurs k\u00fcmmern sich um die Koordination von Musikern und Tonband. Dass das Experiment gelungen ist, zeigt diese Aufnahme, mittlerweile schon ein historisches Dokument. Trotz aller Historizit\u00e4t ist Hubers Werk heute aktueller denn je: die Vision, der er durch die Musik Ausdruck verleiht, ist noch weit davon entfernt, reale Gegenwart zu werden.<\/p>\n<p>Paul H\u00fcbner<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/logo_klassikcom_empfehlung.jpg?ssl=1\" \/><\/p>\n<p>Interpretation:\u00a0<img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/stars4.gif?ssl=1\" \/><br \/>\nKlangqualit\u00e4t:\u00a0\u00a0<img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/stars4.gif?ssl=1\" \/><br \/>\nRepertoirewert:\u00a0<img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/stars5.gif?ssl=1\" \/><br \/>\nBooklet:\u00a0<img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/stars3.gif?ssl=1\" \/><\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/logo_nzz-_2.jpg?ssl=1\" \/><br \/>\n03.07.2009<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/10809_NZZ_07_2009.jpg?ssl=1\" \/><\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/logo_Rondo.gif?ssl=1\" \/><br \/>\n05\/2009<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/10809_Huber_05_09.jpg?ssl=1\" \/><\/p>\n<p>Auszeichnungen &amp; Erw\u00e4hnungen:<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/Huber-Erniedrigt4-09Engl.jpg?ssl=1\" \/><\/p>\n<p><a title=\"ZIP-Archiv document, 1,7 MB\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/downloads\/album-infos\/NEOS_10809.zip\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Infopaket f\u00fcr Presse und Vertriebe\u00a0\u00bb<\/a><br \/>\n(ZIP-Archiv, 1,7 MB)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Infotext: Befreiungsutopie und Heilsversprechen In Klaus Hubers umfangreichem Werk gibt es mehrfach Knotenpunkte, in denen eine l\u00e4ngere Schaffensphase zum Abschluss kommt und eine neue sich ank\u00fcndigt. 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