{"id":3208,"date":"2008-10-10T13:00:17","date_gmt":"2008-10-10T13:00:17","guid":{"rendered":"https:\/\/neos-music.com\/?post_type=product&#038;p=3208"},"modified":"2022-11-20T13:02:28","modified_gmt":"2022-11-20T13:02:28","slug":"jose-manuel-lopez-lopez-works-for-soloists-and-ensemble","status":"publish","type":"product","link":"https:\/\/neos-music.com\/en_us\/product\/jose-manuel-lopez-lopez-works-for-soloists-and-ensemble\/","title":{"rendered":"Jos\u00e9 Manuel L\u00f3pez L\u00f3pez: Works for soloists and ensemble"},"content":{"rendered":"<p>Infotext:<\/p>\n<table border=\"0\" width=\"100%\" rules=\"none\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"bigcontent2\">\n<div id=\"infotext\">\n<p>MUSIK ALS KUNST DER LEICHTIGKEIT<\/p>\n<p>Es gibt \u203aschwere\u2039 erdverbundene Musik, die uns von unten her anweht, uns auf wohltuende Weise l\u00e4hmt indem sie uns bewegt: Man denke etwa an die virile Kraft der Rockmusik, an die chthonischen Massen bei Xenakis oder an die Trommeln aus Burundi \u2026 Und dann gibt es \u203aleichte\u2039 Musik, die eher Sublimes im Kantschen Sinne und Gef\u00fchl aufkommen l\u00e4sst, die eher in die L\u00fcfte zu entweichen sucht und dichterische, geheimnisvolle und spirituelle Saiten anschl\u00e4gt.<\/p>\n<p>Sollten wir nun um jeden Preis die Musik von Jos\u00e9 Manuel L\u00f3pez L\u00f3pez mit Hilfe dieses einfachen Begriffspaars einordnen \u2013 man erwartet nun mal von einem Musikwissenschaftler, dass er mit Etiketten hantiert \u2013, dann w\u00fcrden wir diese gerne auf Seiten der \u203aleichten\u2039 Musik sehen. Sie verbreitet sich in vielerlei Hinsicht wie eine Kunst des offensichtlich Klanglichen, als eine Kunst der Aufl\u00f6sung der Materie, deren Aufweichung und Auflockerung: In ihr gibt es keine festen Bestandteile, und kaum tauchen solche auf, werden sie schon verwischt.<\/p>\n<p>Wie bei der Spektralmusik besteht ihre Formstruktur oft aus Prozessen \u2013 eine fortschreitende Entwicklung, bei der die Materie einem aus den Fingern zu gleiten scheint. Eine andere Eigenschaft deutet in die gleiche Richtung: die \u00e4u\u00dferste Verfeinerung der Komposition, insbesondere im Timbre, die an die Musik des Impressionismus erinnert, an die musikalische Kunst der Schattierung, des Entweichens \u2013 diese verfeinerte Kunst geht einher mit dem Bewusstsein einer Vielfalt, die der Komponist f\u00fcr sich beansprucht.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus wird selbst ein erdverbundener H\u00f6rer wohl in die H\u00f6hen der Zypressengipfel katapultiert werden \u2013 dank der vorhandenen \u203aRaketen\u2039 (rasend schnelle Tonleitern aufw\u00e4rts) oder der langen Notenwerte in allerh\u00f6chster Tonlage. Aber vielleicht ist das bedeutendste Merkmal dieser Musik der Schwerelosigkeit das von ihr intensiv vermittelte Gef\u00fchl einer Klangdichtung.<\/p>\n<p>Jos\u00e9 Manuel L\u00f3pez L\u00f3pez erl\u00e4utert seine eigene Entwicklung: \u00bbvon der Note zum Spektrum und von der reinen Musik zur Klangdichtung\u00ab. Dies zeigt auch die vorliegende CD auf: Werke von 2003 und 2005, eines von 1998, ein anderes \u2013 vielleicht noch ein Jugendwerk \u2013 aus einer Zeit, in der die Alchimie aus Spektrum und Klangpoesie noch nicht zu Tage tritt.<\/p>\n<p>Le parfum de la lune (2003) f\u00fcr Solovioline und Instrumentalensemble (ein Dominique Dournaud und Anne Mercier gewidmetes Auftragswerk der R\u00e9sidence en Bourgogne) ist von Yosa Buson (1716\u20131784) und dessen Haikus inspiriert, welche weder Philosophie noch emphatische Gesten, sondern eher \u00e4u\u00dferst feinsinnige Anspielungen an Momente eines innigen Verwachsenseins mit der Natur bieten, wie etwa: \u00bbIm Abendwind \/ streift mein Gesicht \/ ein St\u00fcck des Moskitonetzes\u00ab.<\/p>\n<p>Der Komponist schreibt: \u00bbDie Idee besteht darin, [\u2026] die verschiedenen Zust\u00e4nde von Gem\u00fct, Zeit und Natur usw. zu verwenden, die Buson als wahrnehmbare Grundlage f\u00fcr aus der Klangphysik abgeleitete Satztechniken vorstellt\u00ab. Es w\u00e4re schwierig, die genaue Entsprechung zwischen einem Haiku und einem musikalischen Moment zu finden, aber es ist wahrscheinlich, dass die Solovioline, welche immer wieder neue Impulse gibt, der eigentliche Motor des Streicherensembles ist.<\/p>\n<p>Was die \u203aKlangphysik\u2039 betrifft: Jos\u00e9 Manuel L\u00f3pez L\u00f3pez leitet sein Klangmaterial aus Spektralanaysen des Klanges und den Spielweisen der verwendeten Instrumente ab. Die Intensit\u00e4t der Klangdichtung, welche sich beim H\u00f6ren von Le parfum de la lune einstellt, entsteht unter anderem aus der unglaublich reichen Auswahl der Klangfarben, Spielarten sowohl der Violine als auch der anderen Instrumente: In mancher Hinsicht ist die Leichtigkeit dieses St\u00fcckes die unserer vergangenen Kindheit.<\/p>\n<p>Dem eiligen H\u00f6rer seien einige \u203aluftige\u2039 Stellen genannt: Zu Beginn die lange Note in allerh\u00f6chster Lage; Spektralarpeggio in Takt 31 (02:00 der vorliegenden Aufnahme); Raketen (T. 38, 02:43); Regenmacher (T. 105, 06:40) \u2013 [Der Regenmacher (oder Regenstab) ist ein Effektinstrument \u2013 ein langes Hohlrohr, das mit verschiedenen Rasselk\u00f6rpern gef\u00fcllt ist und womit spezielle Klangeffekte erzeugt werden k\u00f6nnen]; aufsteigende Glissandi in den Streichern, mehrkl\u00e4ngig in den Bl\u00e4sern, spektrale Tonleitern \u2026 (T. 118, 08:19); Solovioline und dann Streicher-Tutti auf einer Linie, welche \u00bbdie von der Klarinette gespielte Frequenz sucht und dann umspielt\u00ab, auf der Frequenz der h\u00f6chsten spielbaren Note (T. 239, 13:15).<\/p>\n<p>El arte de la siesta (2005) f\u00fcr Soloakkordeon, Fl\u00f6te, Klarinette, Klavier, Schlagwerk, Violine, Violoncello und Echtzeit-Elektronik ist ein Esteban Algora gewidmetes Auftragswerk des CIRM f\u00fcr das Festival Manca 2005 in Nizza. Der Komponist, von chinesischen Dichtern verschiedener Dynastien inspiriert \u2013 wie etwa Lo Tien (772\u2013846), Ming (1368\u20131644), Wen Cheng Min (1470\u20131599) \u2013 \u00bbbezieht sich auf f\u00fcr den Sommer typische Klangeindr\u00fccke: die br\u00fctende Sommerhitze, zwitschernde Singv\u00f6gel in der Abendd\u00e4mmerung, den leichten Windhauch, hei\u00dfen Wind, das \u00fcppig wuchernde Laubwerk der B\u00e4ume, Spr\u00fchregen oder einen Platzregen.<\/p>\n<p>Mit Hilfe der Technik und eines instrumental- und datentechnischen Kompositionssatzes versucht er, diese zeitlosen, uns wohlbekannten Wahrnehmungen darzustellen\u00ab. Es sei hinzugef\u00fcgt, dass das Akkordeon durch sein Gebl\u00e4se f\u00fcr die musikalische Beschreibung einer Siesta bestens geeignet ist. Allerdings ist dies keine stille Siesta! Von Anfang an (T. 2, 00:53) gibt uns der Pianist (indem er den Deckel seines Instrumentes kr\u00e4ftig zuschl\u00e4gt) zu verstehen, dass der Traum mitunter auch zum Albtraum wird; und dies ist tats\u00e4chlich der Fall, denn die Musik wird zunehmend heftiger und d\u00fcsterer. Man sollte wohl keine Siesta nach zu schweren Mahlzeiten empfehlen!<\/p>\n<p>Und doch, wie immer bei Jos\u00e9 Manuel L\u00f3pez L\u00f3pez, obsiegt die Leichtigkeit \u2013 unter anderem dank der Elektronik und deren k\u00f6rniger Klanglichkeit (erstmals zu h\u00f6ren bei Takt 7, 01:14), welche die Instrumente zuweilen imitieren, wenn sie etwa an die Regenmacher erinnern.<\/p>\n<p>A Tempo (1998) f\u00fcr Solovioloncello und Instrumentalensemble, Pierre Strauch gewidmet, ist durch die vielf\u00e4ltigen vorkommenden Zeiten (\u00bbstrukturelle, kontemplative, physische, psychologische, usw.\u00ab \u2013 wie der Komponist schreibt), durch den vorherrschenden Spektralakkord \u00fcber dem Ton C, dessen h\u00f6here Obert\u00f6ne sich unentwegt verfl\u00fcchtigen, durch die \u203aRaketentechnik\u2039 des Satzes und auch durch andere Aspekte wohl das St\u00fcck der CD, das am meisten an Debussy erinnert \u2013 zumindest im Mittelteil, wo man zuweilen den franz\u00f6sischen Meister zu h\u00f6ren meint.<\/p>\n<p>In eben diesem Mittelteil bilden die sehr fl\u00fcssigen Spektralakkorde (wie etwa die das aufsteigende Arpeggio C, G, E, A#, F#, C# in T. 218, 04:52), die sich am Ende des St\u00fcckes aufl\u00f6sen, einen Kontrast zu der zerhackten Satztechnik des Anfangs, die aus kleinen Motiven im Versatz besteht. Im \u00fcbrigen ist A Tempo vielleicht eines der ersten Werke aus dem Katalog von Jos\u00e9 Manuel L\u00f3pez L\u00f3pez, das die \u00c4sthetik der Klangdichtung annimmt, in welcher Spiritualit\u00e4t und Klangphysik verwoben sind.<\/p>\n<p>Man mache sich ein Bild aus der Anmerkung des Komponisten, im Tonfall etwa eines imagin\u00e4ren Zugest\u00e4ndnisses von Borges: In diesem St\u00fcck \u00bbfand ich mich im Zustand einer unerwarteten, eigenartigen chemischen Reaktion, die mich vorantrieb und Takt um Takt weiter in ein Experiment hineintrieb; die mir erlaubte, Wege zu beschreiten, die ich sonst niemals eingeschlagen h\u00e4tte.<\/p>\n<p>So kam es, dass ich allm\u00e4hlich die Symbiose erreichte, die mir jahrelang vorschwebte: die Umwandlung von Klangdichtung in Naturwissenschaft und von Naturwissenschaft in Musik. Eine unendliche Anzahl von Geisteszust\u00e4nden, Gef\u00fchlen oder tief verwurzelten Anwandlungen stellten sich ein und gelangten durch eine musikalische Sprache von einfachen, direkten Gesten in das Reich der physikalischen Grundgesetze, die den Klang regieren.\u00ab<\/p>\n<p>Das Nicolas Brochot gewidmete St\u00fcck Rhea (1989) f\u00fcr Streichtrio und Instrumentalensemble zeugt von einer intensiven Arbeit an der musikalischen Zeit: re\u00f4, griechisch f\u00fcr \u203aflie\u00dfen\u2039; Rhea, die \u00bbG\u00f6ttin der Zeitdauer\u00ab, wie der Komponist sagt. Knapper als die St\u00fccke davor, ist es gleichzeitig auch grober \u2013 weniger leicht, klassischer in gewissem Sinne \u2013 es klingt ein bisschen nach \u203azeitgen\u00f6ssischer Musik\u2039; es arbeitet weniger an Klang, Klangfarbe und Ablauf als an Harmonie und Gestik.<\/p>\n<p>Die urspr\u00fcngliche r\u00e4umliche Inszenierung (die Solisten stehen in der Mitte der B\u00fchne, das Ensemble ist in zwei Untergruppen aufgeteilt, jeweils rechts und links platziert) l\u00e4sst den jungen Jos\u00e9 Manuel L\u00f3pez L\u00f3pez neuartige Klangvorstellungen einbringen. Im \u00fcbrigen \u00bbdient die Beziehung zwischen Zeit und Raum [\u2026] der Entwicklung der Form \u2013 nicht etwa hin zu einem flachen und gradlinigen Objekt, sondern zu einem Objekt mit verschiedenen, wechselnden Oberfl\u00e4chen, einer Art dreidimensionaler Klangskulptur, welche sich vor uns bewegt, um sich in all ihren verschiedenen H\u00f6r-aspekten zu pr\u00e4sentieren\u00ab.<\/p>\n<p>Makis Solomos<br \/>\n<i>\u00dcbersetzung aus dem Franz\u00f6sischen: Franz Dartmann<\/i><\/p>\n<p>Quellenangaben zu den Zitaten: Notizen von Jos\u00e9 Manuel L\u00f3pez L\u00f3pez zu seinen Werken; \u203aLa biolog\u00eda del sonido\u2039, Gespr\u00e4ch mit Jos\u00e9 Manuel L\u00f3pez L\u00f3pez in Andrew Ford\/Jos\u00e9 Luis T\u00e9llez: M\u00fasica presente, Perspectivas para la m\u00fasica del siglo XXI (Madrid, Fundaci\u00f3n Autor, 2006)<\/p>\n<\/div>\n<\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Programm:<\/p>\n<p>[01]\u00a0<b>Le parfum de la lune<\/b>\u00a0(2003) 17:49<br \/>\nfor solo violin and ensemble<br \/>\n<span id=\"flash1\"><\/span><\/p>\n<p>Anne Mercier, violin<br \/>\n<a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Plural_Ensemble.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">PluralEnsemble<\/a><\/p>\n<p>[02]<b>\u00a0El arte de la siesta<\/b>\u00a0(2005) 18:28<br \/>\nfor solo accordion, flute, clarinet, piano, percussion, violin, violoncello and realtime electronics<\/p>\n<p>Esteban Algora, accordion<br \/>\n<a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Plural_Ensemble.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">PluralEnsemble<\/a><\/p>\n<p>[03]\u00a0<b>A Tempo<\/b>\u00a0(1998) 15:00<br \/>\nfor solo violoncello and ensemble<\/p>\n<p>David Apell\u00e1niz, violoncello<br \/>\n<a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Plural_Ensemble.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">PluralEnsemble<\/a><\/p>\n<p>[04]\u00a0<b>Rhea<\/b>\u00a0(1989) 05:58<br \/>\nfor string trio and ensemble<br \/>\n<span id=\"flash2\"><\/span><\/p>\n<p><a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Plural_Ensemble.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">PluralEnsemble<\/a><br \/>\nEnsemble Orchestral Contemporain<\/p>\n<p>total time: 57:14<\/p>\n<p><b><a class=\"arcoma_glossarylink\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/output.php?content=Kuenstler\/Fabian_Panisello.php&amp;treplace=english%2Cgerman\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Fabi\u00e1n Panisello<\/a><\/b>, conductor<\/p>\n<p>Pressestimmen:<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/scherzo_logo.gif?ssl=1\" \/><\/p>\n<p>05\/09<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/10814_scherzo_0509.jpg?ssl=1\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><b>CD Compact<\/b><\/h3>\n<p>05\/09<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/10814_cdcompact_0509.jpg?ssl=1\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/klassikcom.gif?ssl=1\" \/><br \/>\n09.04.2009<\/p>\n<p>Spanischer Impressionismus<\/p>\n<p>Interpretation:\u00a0<img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/stars4.gif?ssl=1\" \/><br \/>\nKlangqualit\u00e4t:\u00a0<img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/stars5.gif?ssl=1\" \/><br \/>\nRepertoirewert:\u00a0<img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/stars4.gif?ssl=1\" \/><br \/>\nBooklet:\u00a0<img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/stars4.gif?ssl=1\" \/><\/p>\n<p>Spanische Komponisten scheinen bei den Labels zurzeit recht beliebt zu sein. Eine ganze Reihe legt das Wiener Label Kairos auf, erschienen sind bereits unter anderem Werke von Jos\u00e9 M. S\u00e1nchez-Verd\u00fa und H\u00e8ctor Parra. Der in Paris lebende Jos\u00e9 Manuel L\u00f3pez L\u00f3pez wird dort nicht fehlen. Auch das Label Neos macht sich um die Verbreitung seiner Werke verdient und hat jetzt eine SACD (abspielbar auch auf CD-Spielern) mit Ensemblewerken von Jos\u00e9 Manuel L\u00f3pez L\u00f3pez ver\u00f6ffentlicht.<br \/>\nSiesta<br \/>\nDie Kompositionen entstanden zwischen 1989 und 2005, also in einem Zeitraum von 16 Jahren. Hier ist, wenn man die vier Titel von hinten nach vorn h\u00f6rt, eine interessante kompositorische Entwicklung zu verfolgen. So fehlt es dem fr\u00fchesten Werk &#8218;Rhea&#8216; noch etwas an einer eigenen kompositorischen Sprache, es klingt eben so, wie neue Musik damals klang. Individueller wird seine Sprache mit &#8218;A Tempo&#8216; von 1998, das als eine der ersten seiner Klangdichtungen gelten kann. Mit den beiden neuesten Werken, &#8218;Le parfum de la lune&#8216; (2003) und &#8218;El arte de la siesta&#8216; (2005) hat Jos\u00e9 Manuel L\u00f3pez L\u00f3pez die Kunst seiner Klangdichtung zur Vollkommenheit entwickelt. Sie zeichnet sich aus durch den raffinierten Einsatz gelungener Instrumentenkombinationen, in &#8218;El arte de la siesta&#8216; noch unterst\u00fctzt von einer unauff\u00e4llig mit dem herk\u00f6mmlichen Instrumentarium verschmolzenen Echtzeit-Elektronik, mit denen Jos\u00e9 Manuel L\u00f3pez L\u00f3pez sch\u00f6ne Mischungen erzeugt. ,Sch\u00f6n&#8216; ist hier das treffende Wort, denn er strebt nach Klangsch\u00f6nheit. Bemerkenswert ist auch sein Gef\u00fchl f\u00fcr Phrasen, die bei ihm fast zu einem lebendigen Atmen werden. Weiter auffallend, neben der Verwendung sehr hoher T\u00f6ne, ist die wirklich gelungene Erzeugung von Atmosph\u00e4ren. Dramatisch geschieht wenig, die Spannung r\u00fchrt von den filigranen und sehr abwechslungsreichen Zeichnungen der Atmosph\u00e4ren her. Da flirrt es vor Hitze, da h\u00f6rt man einen Regen. Und oft kommt der Gedanke auf, dass hier wieder an den Impressionismus eines Claude Debussy angekn\u00fcpft wird.<br \/>\nVirtuos<br \/>\nDas Plural Ensemble spielt die Kompositionen einf\u00fchlsam und virtuos, bringt die Luft vor Hitze zum Zittern, schiebt eine Wolke vor die Sonne, l\u00e4sst die H\u00f6rer die N\u00e4sse des Regens sp\u00fcren. Die gelungene Produktion wird noch abgerundet von einem ansprechenden Booklet, das mit Notenbeispielen jeder der vier Werke aufwartet.<\/p>\n<p>Patrick Beck<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Diverdi 12\/2008<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/neos-music.com\/images\/news\/10814_Diverdi_1208.jpg?ssl=1\" \/><\/p>\n<p><a title=\"ZIP-Archiv document, 3,1 MB\" href=\"https:\/\/neos-music.com\/downloads\/album-infos\/NEOS_10814.zip\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Infopaket f\u00fcr Presse und Vertriebe\u00a0\u00bb<\/a><br \/>\n(ZIP-Archiv, 3,1 MB)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Infotext: MUSIK ALS KUNST DER LEICHTIGKEIT Es gibt \u203aschwere\u2039 erdverbundene Musik, die uns von unten her anweht, uns auf wohltuende Weise l\u00e4hmt indem sie uns bewegt: Man denke etwa an die virile Kraft der Rockmusik, an die chthonischen Massen bei Xenakis oder an die Trommeln aus Burundi \u2026 Und dann gibt es \u203aleichte\u2039 Musik, die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"featured_media":3209,"template":"","meta":{"site-sidebar-layout":"default","site-content-layout":"default","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"","footer-sml-layout":"","theme-transparent-header-meta":"default","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"default","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}}},"product_brand":[],"product_cat":[26],"product_tag":[],"class_list":{"0":"post-3208","1":"product","2":"type-product","3":"status-publish","4":"has-post-thumbnail","6":"product_cat-zeitgenossische-musik","7":"pa_artikelnummer-neos-10814","8":"pa_brand-neos-music","9":"pa_ean-750","10":"desktop-align-left","11":"tablet-align-left","12":"mobile-align-left","14":"first","15":"instock","16":"taxable","17":"shipping-taxable","18":"purchasable","19":"product-type-simple"},"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.5 - 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