Klaus Huber: Vocal Works

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Artikelnummer: NEOS 12203-04 Kategorie:
Veröffentlicht am: April 29, 2022

Programm:

Klaus Huber (1924–2017)
Vocal Works

CD 1
total playing time: 59:58

Oratio Mechtildis (1957) 26:23
Chamber symphony for chamber orchestra with alto voice
Texts: Mechthild von Magdeburg (1207–1282)
Ossia version for Katharina Rikus
Live recording

[01] 1. Andante molte espressivo – Poco allegro 06:16
[02] 2. Molto tranquillo 06:04
[03] 3. Poco sostenuto – Agitato – Largo 09:18
[04] Interludium: »Velum« 01:20
[05] 4. Epilogus 03:25

Katharina Rikus, contralto
Deutsche Radio Philharmonie
Brad Lubman, conductor

[06] Umkehr – im Licht sein … (1997) Version 2 33:23
Diptych for choir, mezzo-soprano, speaker and small orchestra
Texts: Elias Canetti (1905–1994), Max Frisch (1911–1991),
Ossip Mandelstam (1891–1938) and Kurt Marti (1921–2017)
For Katharina Rikus
Live recording of the world premiere

Katharina Rikus, mezzo-soprano
Christoph Werkhausen, speaker
Hungarian Radio Choir Budapest
Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt
Lucas Vis, conductor

 

CD 2
total playing time: 61:38

Das kleine Lied (1955) 21:17
Two times seven duets for alto voice and viola
Texts: Regula Gräfin von Sparr (1935–2019)

Erster Teil

[01] I Wer bist Du? 01:43
[02] II Ich hatte einen kleinen, stillen Traum 01:28
[03] III Ich halte die Hände empor 01:42
[04] IV Eine kleine Blüte? 01:07
[05] V Meine Seele singt … (alto voice solo) 01:34
[06] VI Ruinen – 01:00
[07] VII Ich bin gelaufen … 00:48

Zweiter Teil

[08] I Mit off’nen, wachen Augen 01:18
[09] II Und wieder klingt es leise auf in mir 01:02
[10] IIIa Einst warst du mein (alto voice solo) 01:30
[11] IIIb Ich kann nicht weinen (viola solo) 01:46
[12] IV Nicht zurücksehen … 00:44
[13] V Doch wir sind auf die Brücke getreten … 01:37
[14] VI Und gehen nun zu beiden Seiten … 01:34
[15] VII Kleines Lied, schwing dich hinüber … 02:24

Katharina Rikus, contralto
Mariana Doughty, viola

[16] Ein Hauch von Unzeit (1972 / 76 / 87) 19:19
Version for voice and accordion
Texts: Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770–1831) and Max Bense (1910–1990)

Katharina Rikus, mezzo-soprano
Hugo Noth, accordion

[17] Nous!? – La raison du cœur … (2008) for alto voice 03:55
In memoriam Jacques Derrida
Texts: Jacques Derrida (1930–2004)
Solo version for Katharina Rikus
Live recording of the world premiere

Katharina Rikus, contralto

Intarsioso (2009) for fortepiano, string quartet and alto voice 16:33
Texts: Kurt Marti (1921–2017)
For Katharina Rikus
Live recording of the world premiere

[18] I. Intarsioso 04:54
[19] II. Pianto – Specchio di Memorie 06:26
[20] III. Unità 05:13

Katharina Rikus, contralto
Jean-Jacques Dünki, fortepiano
Arditti Quartet (Irvine Arditti, 1st violin ∙ Ashot Sarkissjan, 2nd violin · Ralf Ehlers, viola  ∙ Lucas Fels, cello)

World premiere recordings

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Pressestimmen:


175 / November 2022

Klaus Hubers Werk orientiert sich an geistlichen Fragen. Seine Kompositionen zeugen beispielhaft von sozialem und politischem Engagement. Werkkommentare wie der zu „Umkehr – im Licht sein …“ nennen die Angst vor der Selbstzerstörung der Menschheit durch die Atombombe, den Gedanken der Umkehr (Metanoia), wie ihn der Theologe Johann Baptist Metz formulierte, die Klage über den Verlust der Transzendenz und den auf leisen Sohlen daherkommenden Ungeist, „eine einzige Ideologie (nach dem angeblichen Tod aller Ideologien) nicht nur stillschweigend zu akzeptieren, sondern alle unsere Lebensverhältnisse nach ihr aus-zurichten“. Huber nennt das die „totalitäre Ideologie der sogenannten freien Markwirtschaft“.
Indes, nichts vergilbt so leicht wie das außermusikalische Sujet. Vielleicht, dass die Sozialutopien des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts angesichts der katastrophischen derzeitigen Weltlage in die Jahre gekommen sind und ihren einstigen Nimbus verloren haben. Denn ganz so leicht wie noch vor wenigen Jahren will sich kritisches Hören den einst visionär, heute allenfalls noch ouvertürenhaft wirkenden politischen Statements von Elias Canetti, Max Frisch, Ossip Mandelstam, Kurt Marti und anderen nicht mehr hingeben. Was nicht hinwegtäuschen soll über die herausragenden Qualitäten dieses Doppelalbums, das in mustergültiger Präsentation (Werkauswahl, Einführungstext, Interpretation) als denkbar glaubwürdige Vox humana die Altsingstimme von Katharina Rikus, der Tochter des Komponisten, ins Zentrum des Geschehens stellt. An allen Stücken, einigen davon als Uraufführungen, ist sie solistisch beteiligt, von den reizenden frühen Duetten für Alt und Viola „Das kleine Lied“ (1955) bis hin zu „Intarsioso“, einer der letzten Kompositionen Klaus Hubers, die der Grundidee folgt, Motivpartikel aus Mozarts spätem Klavierkonzert B-Dur KV 595 wie Intarsien in den musikalischen Kontext einzufügen.

Manfred Karallus

 


Oktober 2022

Alte Meister

In den letzten Jahren ist es eher still geworden um Klaus Huber. Vielleicht kann diese Produktion mit wenig bekannten, teils ersteingespielten Vokalwerken den 2017 verstorbenen Schweizer Komponisten wieder ein bisschen zurückholen in eine Gegenwart, die Hubers Musik nötiger hätte denn je. Sie präsentieren Huber als einen Komponisten, der es wie kaum ein anderer verstand, Spiritualität, Gesellschaftskritik, Humanismus und höchsten künstlerischen Anspruch zusammenzubringen. […] Eine sehr persönliche Note erhält diese Veröffentlichung dadurch, dass mit Katharina Rikus Hubers Tochter alle Solopartien bestreitet. Ihr Mezzo zeigt sich angenehm wandelbar.

Dirk Wieschollek

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