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David Philip Hefti: orchestral works & chamber music

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Artikelnummer: NEOS 11120 Kategorien: ,
Veröffentlicht am: Januar 30, 2012

Infotext:

Orchesterwerke und Kammermusik

Gegenklang Konzert für Violoncello und Orchester

Gegenklang entstand 2010 im Auftrag der Tonhalle-Gesellschaft Zürich und ist dem Solisten Thomas Grossenbacher, dem Dirigenten David Zinman und dem Tonhalle-Orchester Zürich gewidmet.

Mein Cellokonzert Gegenklang besteht aus zwei Sätzen, die durch einen Brückenton miteinander verbunden sind. Der erste Satz, Flimmernd, ist in ständiger Bewegung, was sich sowohl großformal anhand eines riesigen Accelerandos als auch kleinformal in der mikrokontrapunktischen Belebung vermeintlich stehender Klangflächen zeigt. Die solistische Einleitung des Cellos darf als ›echte‹ Visitenkarte angesehen werden, da ihr Tonmaterial aus den Namen der Widmungsträger generiert wurde und der ganzen Komposition als Keimzelle dient. Im zweiten Satz, im ruhigen Adagio, wird die Harmonik durch Mikrointervalle und Naturtöne (Viertel-, Fünftel-, Sechstel- und Zwölfteltöne) verdichtet. Diese Klanglichkeit löst sich in einen Viertonakkord auf, der vom Solo-Cello sostenuto gespielt wird, bevor es zum ewig langen Schlusston ansetzt.

Bergwärts 3 Aggregatzustände für Sopran, Flöte, Violine, Violoncello und Klavier
nach einem Gedicht von Felix Philipp Ingold

Bergwärts entstand 2010 im Auftrag des Ensembles Amaltea und ist den Musikerinnen Sylvia Nopper, Isabelle Schnöller, Keiko Yamaguchi, Judith Gerster und Eva Schwaar gewidmet.

In meiner Komposition Bergwärts habe ich das gleichnamige Gedicht des Schweizer Autors Felix Philipp Ingold vertont. Der Körperzustand der Sprache dieses dreiteiligen Gedichtes verflüchtigt sich von Strophe zu Strophe, wobei der Inhalt den gegenteiligen Prozess durchläuft – sich also verdichtet. Meine Musik ist ein Versuch, dieses Phänomen nachzuzeichnen.

Guggisberg-Variationen Streichquartett Nr. 2

Die Guggisberg-Variationen entstanden 2008 im Auftrag des Amar Quartetts und sind Melinda Fürstin Esterházy de Galántha, Fränzi Frick und dem Amar Quartett gewidmet.

In meinem Zweiten Streichquartett, aus 7 Sätzen bestehend, beschäftige ich mich mit dem wohl innigsten Schweizer Volkslied, dem Guggisberg-Lied. Die in Moll stehende Weise hat unter dem Titel Des Hirten Einsamkeit in die Liedersammlung Des Knaben Wunderhorn, herausgegeben von Clemens Brentano und Achim von Arnim, Eingang gefunden. Die sechs Variationen beziehen sich in je eigener Art und unter Verwendung einer breiten Palette an Ausdrucksmöglichkeiten auf das Volkslied. Im ersten Satz erscheint es, quasi als Ouvertüre, beinahe unberührt.

Poème lunaire für Viola und Klavier

Poème lunaire entstand 2008 im Auftrag des Bratschisten Michel Rouilly und ist ihm, Bettina Sutter und Hans J. Bär gewidmet.

Die flimmernden Einleitungstakte öffnen dem Ohr den Raum für einen Sog, der durch die ständige Verdichtung von Motiven, Harmonien, Metren und Aktionen genährt wird und schließlich in einen Strudel von Geräuschen mündet. Die folgenden cantabile-Sequenzen lösen sich in einen kargen Schluss auf, der sowohl in der Viola als auch im Klavier Naturtöne bzw. Mikrointervalle bedient.

Klangbogen Musik für Orchester

Klangbogen entstand 2009 im Auftrag des Luzerner Sinfonieorchesters (LSO) mit Unterstützung der Kulturstiftung Landis & Gyr. Die Komposition ist dem Dirigenten Michael Sanderling und dem Luzerner Sinfonieorchester gewidmet.

In meiner Orchestermusik Klangbogen entwickeln sich verschiedene Klangflächen aus einem einzigen Klangfaden. Diese Klangflächen gewinnen durch rhythmische Strukturen mehr und mehr an Kontur. Gleichzeitig wird ihr organischer Aufbau durch eine Folge von kurzen Interventionen – äußerlichen Einflüssen – gestört. Nach einem finalen Einschnitt bleibt die Musik stehen und ein Auflösungsprozess wird eingeleitet: Die Harmonik wird durch Mikrointervalle und Naturtöne (Viertel-, Fünftel-, Sechstel- und Zwölfteltöne) zu einer sublimen Klanglichkeit erweitert, eine breite Palette an multiphonischen und fragilen Klängen herrscht vor. Die Orchesterbesetzung wird soweit ausgedünnt, bis nur noch ein einsames Solo-Violoncello übrig bleibt.

David Philip Hefti

Programm:

Gegenklang 18:58
concerto for cello and orchestra (2010)

[01] 1. Flimmernd 11:43
[02] 2. Adagio 07:16

Thomas Grossenbacher, cello
Tonhalle Orchestra Zurich
David Zinman, conductor

Bergwärts 18:39
3 aggregate states for soprano, flute, violin, cello and piano (2010)
to a poem by Felix Philipp Ingold

[03] 1. Fest 06:53
[04] 2. Flüssig 05:37
[05] 3. Gasförmig 06:09

Ensemble Amaltea
Sylvia Nopper, soprano
Isabelle Schnöller, flutes
Keiko Yamaguchi, violin
Judith Gerster, cello
Eva Schwaar, piano

Guggisberg-Variationen 11:52
string quartet no. 2 (2008)

[06] 1. Lied (attacca) 01:04
[07] 2. Windungen 02:58
[08] 3. Reflex(ion) 01:25
[09] 4. Lichtkegel 01:23
[10] 5. Schattenriss 01:22
[11] 6. Idylle 02:35
[12] 7. Im/unter Strom 01:06

Amar Quartet
Anna Brunner & Igor Keller, violins
Hannes Bärtschi, viola
Péter Somodari, cello

[13] Poème lunaire 10:37
for viola and piano (2008)

Michel Rouilly, viola
Bettina Sutter, piano

[14] Klangbogen 11:31
music for orchestra (2009)

Lucerne Symphony Orchestra
Michael Sanderling, conductor

total time 71:58

Pressestimmen:

26 April 2012

www.theguardian.com

Born in Switzerland in 1975, David Philip Hefti was a pupil of Cristóbal Halffter and Wolfgang Rihm, though on the evidence of this selection of his orchestral and chamber pieces from 2008 to 2010, his music seems closest to Rihm’s attenuated style of the 1990s. The orchestral works that frame the disc – Klangbogen and the two-movement cello concerto Gegenklang – show Hefti’s music commuting between the general and the specific, from amorphous, microtonal textures to harder-edged gestures and back again. But the range is wide: Hefti’s second string quartet, Guggisberg Variations, is a series of six brief transformations of a Swiss folk song, while the most impressive work on the disc, Bergwärts, is a setting for soprano, flute and piano trio of a poem by Felix Philipp Ingold that gradually becomes more skeletal and rarefied, so each gesture acquires more and more significance. The fractured soundworld may be more or less European mainstream, but the sensibility shaping it seems more distinctive.

Andrew Clements


02/2013

CD- Und Buchhinweis im Thema „Elfenbeinturm war gestern“ über junge Komponisten

David Philip Hefti
„orchestral works & chamber music“
NEOS 11120

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