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Franz Schubert , Dmitri Shostakovich: Grand Duo

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Artikelnummer: NEOS 20801 Kategorien: ,
Veröffentlicht am: August 17, 2009

Infotext:

Orchestrale Musik für Klavier zu vier Händen, punktgenau und schnörkellos interpretiert: Franz Schuberts „Grand Duo“ von 1824 in Gegenüberstellung mit der 5. Symphonie von Dmitri Schostakowitsch aus dem Jahr 1937 (in einer vom Komponisten autorisierten Bearbeitung). Hier die Reduktion eines realen Orchesterklangs – dort ein romantischer Ausdruckswille, der an die Grenzen des Instruments vorstößt, vielleicht auch über sie hinaus will. Hier eine Festlichkeit, die ins Unheimliche umschlägt – dort die Doppelbödigkeit lyrischer Passagen zwischen schroffen Klangblöcken. Historische Distanz wird nicht verschleiert, sondern betont; in diesem Bewusstsein korrespondiert das ferne Donnern im „Grand Duo“ durchaus irritierend mit den gellenden Schlusstönen der Symphonie.

Programm:

Grand Duo
Schubert – Shostakovich

Franz Schubert (1797–1824)
Sonata in C major, D 812 “Grand Duo” (1824) 37:15
for piano four hands
[01] Allegro moderato 12:34
[02] Andante 10:13

[03] Scherzo and Trio (Allegro vivace) 05:11
[04] Finale (Allegro vivace) 09:17

Dmitri Shostakovich (1906–1975)
Symphony No. 5 in D minor, op. 47 (1937) 42:35
Version for piano four hands
[05] Moderato 14:59

[06] Allegretto 05:17
[07] Largo 11:36
[08] Allegro non troppo 10:43

total time: 39:55

GrauSchumacher Piano Duo

Pressestimmen:


01/2010


25.11.2009

Auf sicherem Fundament

Über 25 Jahre spielt das Klavierduo Andreas Grau und Götz Schumacher – seit einiger Zeit unter dem zusammengezogenen Markennamen ‘GrauSchumacher’ – nunmehr zusammen und darf innerhalb seiner Zunft einen führenden Platz beanspruchen. Aus dem kollegialen Rahmen fallen sie eigentlich nur dadurch, dass es sich bei ihnen im Gegensatz zu den namhaften Duos Labèque, Pekinel, Kontarsky oder Paratore nicht um ein Geschwisterpaar handelt. In Koproduktion mit dem SWR haben GrauSchumacher nun für das Label Neos Werke von Schubert und Schostakowitsch aufgenommen.

Zur durchaus geläufigen vierhändigen Literatur gehört Schuberts C-Dur-Sonate D 812 mit dem Beinamen ‚Grand Duo’. Letzteren hat sie wie so oft nicht vom Komponisten, sondern in diesem Fall erst nach dessen Tod aus verkaufstaktischen Gründen vom Verleger erhalten. Ihre klangliche Weitschweifigkeit war schon Robert Schumann aufgefallen, der sie in einem Artikel besprach und ihren sinfonischen Charakter hervorhob. Die vielfältigen thematischen Schichten des Kopfsatzes verdeutlichen bereits, dass zwischen beiden Klavierpartnern blindes Verständnis herrscht. Mit sicherer Diktion werden Akkordakzente und agogische Impulse gesetzt, mit sicherer Balance greifen die Stimmen in- und die Klangschichten übereinander. Musikalisch pointiert schreitet das ‚Andante’ dahin, das Scherzo tobt sich mit vitalem Elan aus, und im ‚Allegro vivace’ verschmelzen geschmeidige Virtuosität mit zwingendem musikalischem Fluss.

In denkbar starkem programmatischem Kontrast hierzu ist das zweite Werk der CD gewählt. Mit der Fassung für zwei Klaviere von Schostakowitschs Fünfter Symphonie begeben sich GrauSchumacher auf weitaus seltener beschrittenes Terrain. Die Bearbeitung stammt nicht, wie man vielleicht meinen könnte, von fremder Hand. Schostakowitsch hat die Version selbst angefertigt und als einer der beiden Klavierpartner auch eigenhändig zur Aufführung gebracht. Im Einleitungssatz entfalten beide einen Klangteppich, dessen Fasern verlässlich fest und gleichmäßig geknüpft sind. Auch die nötige, sich allmählich, aber unaufhaltsam entladende Wucht und Energie werden darin frei.

Das Fundament der sinfonischen Architektur trägt auch in den darauffolgenden Sätzen sicher und läuft zu keiner Zeit Gefahr, auseinanderzubrechen. Eingangs des ‚Largo’ dürften beide zwar noch ein wenig mehr den musikalischen Atem anhalten, dafür gelingt der von einem Tremolo-Hauch umwehte Mittelteil atmosphärisch atemberaubend dicht. Im ‚Allegro non troppo’ hätte die eine oder andere Diskantspitze vielleicht noch schärfer und provozierender gesetzt werden können, das Gesamtergebnis unterstreicht aber, weshalb GrauSchumacher mit an vorderster Front der renommierten Klavierduos spielen.

Interpretation: 
Klangqualität: 
Repertoirewert: 
Booklet: 

Thomas Gehrig

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