Manfred Trojahn: String Quartets

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Artikelnummer: NEOS 11017 Kategorie:
Veröffentlicht am: März 15, 2011

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Manfred Trojahn – Streichquartette

Bislang sind in Manfred Trojahns Werkliste vier Streichquartette verzeichnet, und zwar aus den Jahren 1976, 1979/80, 1983 und 2009. Indessen hat Trojahn noch weitere Werke für diese Besetzung geschrieben, mitunter erweitert durch zusätzliche Instrumente – wie bereits im 2. Streichquartett, wo in drei Sätzen Mezzosopran und Klari-nette das Streicherensemble ergänzen. In der Sonata IV »Printemps« von 1995 tritt eine Flöte hinzu, und in der Schubert-Hommage Palinsesto von 1996 eine Sopran-stimme.

In dem siebensätzigen Zyklus Lettera amorosa von 2007 wiederum gehen Streichquartett, zwei weitere Violinen und zwei Soprane satzspezifische Besetzungskombinationen ein. Insgesamt gilt auch für Trojahns Quartettschaffen, was spätestens seit Beethovens letzten Quartetten für die Gattung paradigmatisch ist: Auch Trojahns Quartette sind – wie im jeweils angeschlagenen Ton, so in der Konzeption – unverwechselbare Unikate.

Auch sie sind, anknüpfend an Beethovens hochgeschraubte Ansprüche ans eigene Komponieren, Zeugnisse kompositorischer Ambitioniertheit; und auch sie bieten, den verinnerlichten Ausdrucksgestus des Beethovenschen Quartett-Œuvres aufgreifend, den Hörern sozusagen ein Privatissimum der persönlichen Mitteilung.

Das aus sechs aphoristischen Stücken bestehende Werk Fragmente für Antigone von 1988 war ursprünglich als Bühnenmusik für eine Aufführung von Friedrich Hölderlins Antigone-Übersetzung in Bochum gedacht. Die Musik blieb dann aber unbenutzt, weil sie sich, so Trojahn »wegen ihrer radikalen Kargheit … der Eingliederung in das Schauspiel widersetzte«.

Versehen mit fragmenthaften Satzüberschriften aus Hölderlins Text, formuliert die Musik gleichsam Endstationen der Antigone. Disparat gefügte, mit zwei oder drei Motivgesten auskommende Stücke wechseln mit monomotivischen Stücken ab. Insbesondere in ihnen verzichtet Trojahn wegen des blockartigen Einsatzes des Instrumentariums auf den traditionellen Quartettsatz mit flexiblem Rollenspiel.

Im letzten Stück, das lediglich den Ton c im steten Klopfmetrum des Cellos und den Pizzicato-Einschüben der übrigen Streicher präsentiert, wird die »Ein-Tönigkeit« im ursprünglichen Wortsinn zum fatalistischen Ausdrucksgestus der Schritt für Schritt aus dem Leben vertriebenen Titelheldin.

Eine ganz andere musikalische Faktur weist der Chant d’insommnie III, der sechste Satz des Zyklus’ Lettera amorosa auf, der Anno 2007 zur Wiedereröffnung der Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar uraufgeführt wurde: Nachdem die Molto-Adagio-Einleitung das Quartett zunächst als einmütig agierendes Espressivo-Ensemble vorgestellt hat, nimmt die kompositorische Struktur in der Rollenaufteilung zwischen Begleitpatterns und Kantilenen Maß an der Tradition, und es entstehen postromantische Farbwerte.

Es mag sich in diesem »Gesang der Schlaflosigkeit« das poetische Bild eines zwischen Wachen, Halbschlaf und Wiederaufschrecken sich wälzenden Liebenden einstellen, der schließlich im schwerelos flirrenden Wohllaut des Schlussparts vollends ins Reich der Träume entrückt zu sein scheint.

Mit dem weichen Melos dieser Nachtmusik kontrastiert Trojahns konzentriert-knappes 3. Streichquartett von 1983 deutlich. In flexibler, von Beethovens Quartettkunst inspirierter Disposition reagieren die Parte höchst spannend aufeinander und benötigen zur Kommunikation nur ein kleines Repertoire von scharf konturierten, kurzen und prägnanten Klanggesten. Die Satztypen der Tradition sind allenfalls noch zu erahnen: etwa in der Disparatheit der Motivik im 1. Satz, im ruhigen Tempo des in eine Siciliano-Bewegung mündenden 2. Satzes oder dem auf Brüche, rhythmische Kontraste und Umschwünge setzenden 3. Satz.

Im Schlusssatz mit seiner kleinen Scherzando-Episode wiederum ist das Prinzip der Reihung wirksam, so dass die Motiv-Bausteine aufgrund ihrer mehrfachen Wiederkehr eine Rondo-Anmutung geben. Während die Komprimiertheit des musikalischen Geschehens aus der Auseinandersetzung mit Werken der Wiener Schule hervorgegangen sein mag, schlägt sich in der avancierten Harmonik, die allenfalls flüchtige Anklänge an die Tonalität einfließen lässt, der Zeitstil des späten 20. Jahrhunderts nieder.

Freilich ist Avantgardismus kein Selbstzweck des Trojahnschen Komponierens – umso mehr die künstlerische Bekundung einer geschichtsbewussten Individualität. Und so bietet Trojahns 4. Streichquartett nichts weniger als eine moderne Fortschreibung der musikalischen Romantik. Bereits im mit tristanesker Chromatik aufwartenden Eingangssatz ist tonale Fixierung einkalkuliert. Kantilenen und duettierende Passagen evozieren die Vorstellung einer elegischen Szene.

Indem Trojahn dem 2. Satz, einem brillanten Scherzo, das mit durchbrochener Arbeit und virtuoser Spielfreude aufwartet, den Untertitel »Erste fremde Szene« gibt, überlässt es der Komponist dem Hörer, herauszubekommen, worin die Fremdheit besteht. Mit Blick auf das Uraufführungsjahr 2009 liegt es angesichts von Felix Mendelssohn Bartholdys 200. Geburtstag nahe, an eine turbulente Mendelssohniade zu denken.

Der 3. Satz wiederum knüpft stimmungsmäßig an den ersten an. Sanglichkeit, die Einfärbung der melodischen Hauptlinien durch Begleitstimmen lassen Schubert- oder Dvořák-Nähe vermuten, wobei insbesondere im Schlussteil durch verfremdete Spielweisen jener fragil-schwebende Klangeindruck entsteht, der für Trojahns Quartettschaffen insgesamt typisch ist. Eine »Zweite fremde Szene« setzt Trojahn in ironisch herbeizitierter Kehraus-Tradition an den Schluss des Werks. Tarantellahafte Rhythmik kontrapunktiert und stört volksliedhafte Sextenseligkeit.

Mit einem Augenzwinkern in Tönen stellt Trojahn damit zwischen Komponist und Hörern jenes kommunikative Einvernehmen her, das zwar beim Hörer aktive Rezeption voraussetzt, von der eigenen Musik aber ein Miteinbeziehen überkommener Tonfälle und Idiome verlangt, so dass »der Gedankenschluss vollzogen werden könnte«, so Trojahn 1989, dass »Hörer und Komponist ähnliche Erfahrungen und Kenntnisse verbinden«.

Robert Maschka

Programm:

Manfred Trojahn (*1949)

Third String Quartet (1983) 12:39
[01] I. Molto Adagio 04:13
[02] II. sehr zart, äußerst langsam 03:46
[03] III. Agitato 01:27
[04] IV. sehr langsam, mit äußerster Ruhe 03:16

Fragmente für Antigone 21:46
Six pieces for string quartet (1988)
[05] I. …wenn uns nicht im Finstern hält die Zeit (Hölderlin) 03:31
[06] II. nicht kam ein Wort zu mir… (Hölderlin) 02:37
[07] III. …marmornen Glanz… (Hölderlin) 03:17
[08] IV. …dieselben Stöße der Seele (Hölderlin) 05:21
[09] V. O mir, grad vor dem Tode ist dies das Wort. (Hölderlin) 02:17
[10] VI. …und nicht wohin ich gehe. (Hölderlin) 04:40

[11] Chant d’insomnie III 10:16
No. 6 from Lettera amorosa (2007)

Fourth String Quartet (2009) 20:43
Dedicated in friendship to the Henschel Quartett
This composition was commissioned and supported by Kunststiftung NRW
[12] I. molto moderato 05:15
[13] II. moltissimo vivace (Erste fremde Szene) 03:29
[14] III. lento, rubato 06:14
[15] IV. andante, leggiero, sempre un poco staccato (Zweite fremde Szene) 05:44

total time: 66:04

Henschel Quartett
Christoph Henschel, violin · Markus Henschel, violin
Monika Henschel, viola · Mathias Beyer-Karlshøj, violoncello

Pressestimmen:


24.02.2012

Hölderlins Erneuerung
frm. Vielleicht konnte Friedrich Hölderlin in der neuen Musik auch deswegen zu einer zentralen Inspirationsquelle werden, weil er an eine Erneuerung der Welt durch die Kunst und die Musik glaubte. Nach zwei infernalischen Weltkriegen war diese Haltung Trost und Ansporn zugleich. Jedenfalls fällt auf, dass so unterschiedliche Komponisten wie Paul Hindemith, Hanns Eisler, Stefan Wolpe, Wolfgang Fortner, Benjamin Britten, Hans Werner Henze, Aribert Reimann, György Ligeti, Wolfgang Rihm, Luigi Nono, Bruno Maderna oder Heinz Holliger den Dichter reflektierten.

Auch Manfred Trojahn und Peter Ruzicka haben sich mit Hölderlin auseinandergesetzt, wie zwei CD mit Streichquartetten von Trojahn (Henschel-Quartett) und Klavierwerken von Ruzicka (Sophie-Mayuko Vetter) bezeugen. So verarbeitet Ruzicka in «Parergon» von 2006/07 sechs Abbilder aus seiner Oper «Hölderlin», wobei die «ewige Sehnsucht des Menschen nach Einheit mit sich und der Natur» von schattenhaftem Erschaudern über größte Zerstörungslust bis zur äussersten Stille führt.

Einen ähnlichen inneren Zyklus zeichnen Trojahns sechs «Fragmente für Antigone» von 1988, die als Bühnenmusik für eine Aufführung von Hölderlins «Antigone»-Übersetzung geplant waren; in ihnen lebt gleichsam eine radikale Kargheit. Aus diesen zwei Hölderlin-Zentren entwickeln die Musiker zwingende Hörreisen.

 


11/2011

 


28.07.2011

Born in 1949, Manfred Trojahn is one of a number of middle-aged, middle-ranking German composers whose music remains practically unknown in Britain. To date, he’s composed five symphonies, four operas, and four numbered string quartets, two of which the Henschel Quartet play here alongside the six pieces for quartet that make up his Fragmente für Antigone, and a shorter work taken from an ensemble cycle called Lettera Amorosa.

Pinning down Trojahn’s personal style from these works is tricky, though. The Third Quartet and the Fragmente, both from the 1980s, are essentially latter-day expressionist in style. They are terse, economical, and impressively coherent, most clearly indebted to the Second Viennese School and to Webern especially, but also to the composers who followed in his wake after the second world war.

The Fourth Quartet from 2009, is, however, very different. Its music is never neo-romantic in a simplistic way, but seems to look back at the great 19th-century string quartets – notably Schubert, Mendelssohn and Brahms – through a prism that adds piquancy to the string writing while remaining fundamentally tonal and classical in form.

It’s sometimes striking and sometimes disconcerting, though the Henschels‘ performance is always wonderfully assured.

Andrew Clements

www.guardian.co.uk

My experience has been that Manfred Trojahn’s music is rarely encountered. I have come across his Symphony No. 3 with the Berlin RSO under John Carewe as part of a six CD box set titled German Symphonic Works 1950-2000, Volume 2 on RCA Red Seal. In addition his opera Enrico 1989/90 is available on the CPO label.

The present fine release of music for string quartet should assist Trojahn to gain notice by a larger audience. The performers the Henschel Quartet inform me that all scores contained on the disc are world premiere recordings.

Trojahn was born in 1949 at Cremlingen Braunschweig in Germany. Studying mainly at the Hochschule Hamburg he later spent a year of study at the Villa Massimo, Rome. From 1991 Trojahn has been professor of composition at the Robert-Schumann-Hochschule, Dusseldorf. A close contemporary of fellow German composers Wolfgang Rihm and Detlev Glanert, Trojahn’s work list shows he has composed a substantial body of scores including operas and five symphonies.

I have been following the career of the outstanding Munich-based Henschel Quartet for some time and was excited to hear that a disc of contemporary works for string quartet by Manfred Trojahn was in the process of being recorded.

Trojahn’s four movement String Quartet No. 3 was composed in 1983 and premièred the same year by the Auryn Quartet in Hamburg. Stark and uncompromising the score initially seemed uninviting and even a touch threatening. With repeated hearings this highly absorbing music became far more engaging.

The opening movement greets the listener with a wall of harmonics. Cold as steel, there is an unwelcoming quality to this bleak writing. From 0:52 the singing tone of the violin serves as a gleaming shaft of light through all the gloom. This is music of significant tension and heavily laden with harmonics. Dying away quietly the writing could depict a lonely figure walking towards a distant horizon. Movement two inhabits a warmer more tranquil sound world. At 0:54-1:33 the doleful cello plays its deep rich line. The slowly shifting music provides a sense of the metaphysical, leaving a breathlessness that fades to nothing. Unquestionably unsettling the extremely short third movement consisting of sharp contrasts just thrusts and surges forward. In the Finale the atmosphere is similar in many respects to the opening movement but with a more prominent cello. The fluctuating patterns and varying tempi and textures are predominantly austere and unwelcoming. Overall there is a surprising degree of tranquillity in the writing that at times suggested to me the late quartets of Webern and Berg.

From 1988 Fragments for Antigone are a set of six pieces for string quartet. Trojahn created the series as incidental music for a staging in Bochum of the Friedrich Hölderlin version of Sophocles’s tragedy Antigone. Considered inappropriate for the play the music wasn’t actually used. Described in the accompanying booklet notes as “aphoristic pieces” the titles for each of the six have been allocated titles extracted from Hölderlin’s text. I have been provided with an approximate English translation of each of the six titles to serve as a guide. The score was premièred by the Auryn-Quartet at the Goethe-Institute at Barcelona in 1988.

The opening piece ….wenn uns nicht im Finstern hält die Zeit (…if not time holds us in the darkness) is music of severity, recurrently prodding, punching and screeching. The hostility of the writing conveys an atmosphere of gathering anxiety.

Piece number two ….nicht kam ein Wort zu mir… (…not came a word to me…) uses a nervy ostinato that just flashes by. The writing is interspersed with numerous silences that seem almost as important as the music.

Containing liberal use of high harmonics the third piece titled .…marmornen Glanz… (…marble shine…) projects an eerie tension. I was struck by the wide and often razor-sharp dynamics of the writing. From 1:17 and 2:43 there are short shifts of mood and texture after which any remaining vitality seems to burn itself out.

Playing tightly as a unit the febrile fourth piece …dieselben Stöße… der Seele… (…the same convulsions… of the soul…) contains a strident and unrelenting ostinato like a septic throb. The overload of tension created is of neurosis proportions. On first hearing the uneasiness that the writing creates was quite overwhelming.

Contrastingly piece five O mir, grad vor dem Tode ist dies das Wort. (O me, just before death this is the word.) is marked by feather-light textures. A mesmerising drone is interrupted by an abundance of silences.

The final piece six .…und nicht wohin ich gehe. (…and not where I go.) is underpinned by incessant and deeply resonant beats on the cello that ever so gradually lessen in weight. A remarkable grief-laden sound created by the cellist hitting the string very near the bridge with his right thumb. Intermittent dancing pizzicato impedes only fleetingly on the cello texture.

Chant d’insomnie III (Song to Insomnia III) is the penultimate movement of the seven movement score Lettera amorosa (Love letter) for 2 sopranos, 2 violins and string quartet (2007). The Henschel premièred the piece in 2007 at the reopening after fire damage of the Duchess Anna-Amalia Library in Weimar, Germany. This substantial nocturne-like movement is probably the most immediately accessible work on the disc. Long melodic lines create a dreamlike and mainly romantic setting. From 4:33 the intensity increases to form music that borders on the delirious. At 5:04 the mood lightens becoming one of essentially calm refection with a curious sense of weightlessness. A terse, acrimony-filled episode from 7:35-7:59 is the only real disruption. From 8:45 birdlike fluttering accompanies the sorrowful melodic line and brings the score to a close.

The most recent score on the disc the String Quartet No. 4 was written for and dedicated to the Henschel Quartet. At its première in 2009 at the Haus der Stadt,
Düren the four movement work garnered considerable acclaim for both composer and performers. With its broad melodic lines the Elysian opening movement is an engaging mix of the amorous with an occasional sense of heartbreaking despair. Trojahn could easily be depicting a torrid love affair.

The Henschel asked Trojahn to design a Mendelssohnian link in the score and they got it in movement two. Subtitled ‘First strange scene’ the movement comes across as a contemporary version of an elfin Scherzo in the manner of Mendelssohn. This is intriguing and highly virtuosic writing from Trojahn creating thrilling and vibrantly imaginative music twisting and weaving that just gallops on and on with great momentum. Quartet violist Monika Henschel-Schwind has described this writing as a contemporary Sommernachtstraum (Midsummer Night’s Dream) movement.

Broad languid melodies in the third movement provide a warm and comforting blanket. The prominent ostinato figure first heard at 1:40 could have come from a Dvorák quartet. Wistful introspection strangely draws the listener in. From 4:29-5:04 harmonics surround the singing melodic line. A romantic close to the movement provides an ethereal sense of floating. This would make a wonderful independent piece.

The concluding movement subtitled ‘Second strange scene’ is an uncommon mix of
tarantella rhythms and cheerful melodies of a distinct folk feel. Although maintaining Trojahn’s unique style the writing seemed on occasions suggestive of Romantic composers: Beethoven, Schubert and Schumann. A race at breakneck speed sends the listener hurdling to the conclusion.

Clearly the preparations for these demanding Trojahn scores, all world première recordings, must have presented the quartet with innumerable challenges. Scrupulously prepared as always the Henschel Quartet demonstrate an impeccable unity to their expressive playing. With an enviable control notable is their outstanding phrasing, articulation and tone. Yet to reach their peak I marvel at how much better these hard-working and talented players can become.

Trojahn doesn’t seem an overly derivative composer; he has his own unique sound-world. These are challenging and rewarding contemporary scores certainly within the compass of the average listener. They can be best appreciated with an open mind and a reasonable degree of concentration. The two most immediately accessible scores Chant d’insomnie III and the String Quartet No.4 are quite exceptional and deserve to be staples of the contemporary string quartet repertoire. Lovers of progressive chamber music repertoire should search out this outstanding Neos music release from the Henschel Quartet. A cast-iron certainty to be one of my ‘Recordings of the Year’ for 2011.

Most discerning about their choice of repertoire it would be good to see the Henschel turn their attention to the string quartets of Haydn and Schumann or maybe Schulhoff and Britten.

Michael Cookson

www.musicweb-international.com

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