Mieczysław Weinberg: Symphony No. 6 / Sinfonietta No. 1 – Weinberg Edition Vol. 1

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Artikelnummer: NEOS 11125 Kategorie:
Veröffentlicht am: Juli 20, 2011

Infotext:

[02] Das Geiglein
Lev Kvitko

Ein Kästchen habe ich zerbrochen,
Eine kleine Truhe aus Sperrholz:
Von der Seite sieht das Kästchen
Ganz wie ein Geiglein aus.

An einem Zweiglein habe ich
Vier Härchen angebracht,
Noch niemand hat je
So einen Bogen gesehen.

Ich klebte und ich stimmte,
Arbeitete Tag und Nacht,
Herausgekommen ist ein Geiglein
Wie es kein zweites gibt!

In meinen Händen spielt
Und singt es ganz gehorsam…
Sogar das Hühnchen ist nachdenklich geworden
Und pickt keine Körner mehr.

Und die Spatzen zwitschern,
Schreien durcheinander:
„Welch einen Genuss
Bedeutet doch diese Musik!“

So spiel doch, spiel, mein Geiglein!
Tra-la, tra-la, tra-li!
Musik tönt durch den Garten
Und verliert sich in der Ferne.

Das Katerchen hat den Kopf zurückgeworfen,
Das Pferdchen galoppiert.
Woher kommt er? Woher kommt
Dieser noch nie gesehene Geiger?

Tra-la! Das Geiglein ist verstummt…
Vierzehn Kücken,
Pferdchen und Spatzen
Danken mir.

Ich habe das kleine Geiglein
Nicht zerbrochen und nicht beschmutzt,
Ich trage es sorgsam
Und werde es im Wald verstecken.

Auf einem hohen Baum,
Mitten in den Zweigen
Schlummert leise die Musik
In meinem Geiglein.

 

[04]In rotem Lehm ist ein Graben ausgehoben
Samuil Galkin

***

In rotem Lehm ist ein Graben ausgehoben,
Ich hatte einst einen Herd und ein Obdach…
Hier rauschten im Frühling die Gärten
Und im Winter wehten Schneestürme,
Der saubere Schnee glitzerte wie Salz:
Nun gibt es hier nur Blut und Schmerz.

Wie von einem Donnerschlag
Erbebte das Dach des Hauses.
Die Tür in meinem Haus stand sperrangelweit offen.
Wehe meinem Haus!
Es ist nun der Gewalt geöffnet.
Sie haben mein Blut mit Staub vermengt.
Kinderweinen in nächtlicher Finsternis
ist der faschistischen Henker Fest!

In rotem Lehm ist ein Graben ausgehoben
und bis an die Ränder gefüllt.

Unzählig sind die getöteten Kinder.
Ihr Tod war schwer.
Nicht vom Lehm ist der Graben rot.
Dieser Graben ist ihr Haus und Obdach.
Dort liegen sie bis heute
in der dunklen Grube, im roten Lehm.

Jahr um Jahr vergeht.
Baumäste werden hier ein Dach formen.
Der Schmerz wird nachlassen, die Klage verstummen,
Freude wird wie ein Regenbogen erstrahlen.
Wieder werden Kinder wachsen.
Sollen sie hier herumtoben,
Damit die Lebenden die im heiligen Grab
Schlummernden nicht vergessen.

In rotem Lehm ist ein Graben ausgehoben.
Ich hatte einst einen Herd und ein Obdach…

 

[05] Schlaft, Menschen
Michail Lukonin

Schlaft, Menschen,
ruht euch aus.
Ihr seid müde.
Erholt euch von der Liebe und der Plackerei.
Die Milchstraße ist voll von Sternenschwärmen.
Eure Fenster
verblühen wie Blumen.
Eure Hände haben genug gearbeitet und sind müde,
die Augen haben genug geschaut
und Funken versprüht,
und die Herzen, müde vor Freude und Qual,
zittern leise,
auf die Bremse tretend.
Schlaft, Menschen,
solange die Nacht da ist.
Habt keine Angst, –
der Tag wird erwachen und erneut leben.
Schlaft, Menschen.
Die Nacht ist so wundervoll.
Ruht euch aus,
legt eure Fersen, die wie Äpfel aussehen, ab.
Alle Felder bei Moskau schlafen bereits.
Die Hauptstadt schläft,
sie schläft, die Wange auf die Hand gelegt.
Sie regt auf
durch die Schönheit
und Güte
unseres Lebens und bewahrt seinen Frieden.
Erneut haben die Sterne die Wolga mit Licht überflutet,
es wird Zeit, dass der Mississippi und der Mekong einschlafen.
Die Kinder im sich ausruhenden Russland schlafen.
Stille, stille –
weckt sie nicht bis zum Morgen.
Schlaft, Menschen, eingehüllt in frühmorgendlichen Schlaf,
ruht euch aus
für die Arbeit
und das Spiel,
bindet die Weitstreckenraketen an einen Faden,
so als wären sie grüne Luftballons.
Damit Kinder und Ähren wachsen,
damit ihr
im Tageslicht
und nicht in der Finsternis aufwacht, –
schlaft, Menschen,
ruht euch aus.
Die Sonne wird aufgehen
und Geigen werden vom Frieden auf der Erde singen.

 

Bei der Weinberg-Retrospektive der Bregenzer Festspiele 2010 stand die szenische Uraufführung seiner Oper »Die Passagierin« im Mittelpunkt, doch die Aufführung von über zwanzig weiteren Werken schuf einen Einblick in den unglaublichen Reichtum des Œuvres dieses vergessenen Komponisten. Weinberg fühlte sich zum Komponieren gezwungen, um damit sein Überleben vom Holocaust, als Einziger seiner Familie, zu rechtfertigen. Die dadurch entstandenen großartigen symphonischen und kammermusikalischen Werke sind voller Melancholie und Trotz. Wir danken NEOS dafür, dass nun auch Andere an der Wiederentdeckung dieses inspirierten und wichtigen Komponisten teilhaben können.

David Pountney

Symphonie Nr. 6 in d-Moll für Knabenchor und Orchester op. 79 (1962–1963)

Als nach Stalins Tod 1953 in der Sowjetunion eine »Tauwetterperiode« anbrach, konnten sich die Künstler etwas freier entfalten. Auch für den beim deutschen Angriff auf Polen in die Sowjetunion geflüchteten polnisch-jüdischen Komponisten Mieczysław Weinberg begann eine fruchtbare Zeit, die ihren Höhepunkt in den 1960er Jahren fand. Damals entstanden die Symphonien Nr. 6, 8 und 9. Sie verarbeiten den zurückliegenden Krieg in großformatigen symphonischen Werken mit Chor. Beethovens Idee, Orchester und Chor zu einer gewaltigen »Weltsymphonie« zu bündeln, hatte Gustav Mahler um 1900 fortgeführt.

Ihm folgt Weinberg, wenn er in seiner 6. Symphonie von 1962/63 vokale mit instrumentalen Sätzen vereint. Die riesige Besetzung umfasst etwa sechs Hörner und viel Schlagwerk. Weinberg, dessen Eltern und Schwester im Warschauer Ghetto starben, schrieb einmal: »Viele meiner Werke haben einen Bezug zum Thema Krieg. Dass es so ist, beruht jedoch nicht auf einer freien Entscheidung, die ich getroffen hätte. Die Befassung mit dem Thema Krieg ist mir vielmehr von meinem Schicksal und vom tragischen Schicksal meiner Familie auferlegt worden. Ich betrachte es als meine moralische Pflicht, über den Krieg und über die schrecklichen Dinge zu schreiben, die den Menschen in unserem Jahrhundert widerfahren sind«.

Doch nicht nur der Zweite Weltkrieg, auch Judenverfolgungen und die eigene Verhaftung im Stalin-Regime mögen die ernste Musiksprache beeinflusst haben. Am 12. November 1963 wurde das Werk in Moskau mit den Moskauer Philharmonikern und dem Knabenchor der Moskauer Chorschule unter Kyrill Kondraschin uraufgeführt.
Bereits die meditative Einleitung der 6. Symphonie kündet von einschneidenden Erlebnissen, ausdrucksvoll stellt das Horn ein Lamento-Thema vor.

Bezeichnend ist auch die Auswahl der drei Texte: Dem zweiten Satz ist ein Gedicht von Lew Kwitko (1890–1952) unterlegt, der jüdische Autor wurde 1952 vom russischen Geheimdienst innerhalb der Stalinistischen »Säuberungswellen« erschossen. Auch der vierte Satz basiert auf einem Gedicht des lange inhaftierten Schmuel Halkin (1897–1960). Nur das Finale verwendet einen regimetreuen Text des Volksschriftstellers Michail Lukonin (*1918). Das mittlere Gedicht erzählt ergreifend vom Nazi-Massaker an Juden 1941 bei Kiew – das auch Schostakowitsch in seiner zeitgleich entstandenen Babi-Jar-Symphonie zum Thema machte. Mit düsteren Worten erinnert Halkin an die »Schreie der Kinder in der Nacht«.

Die Besetzung der Symphonie mit einem Knabenchor gibt dieser Stelle ihre eindringliche Wirkung, doch auch die Dynamik macht diesen Teil spannungsvoll. Das herausfordernd wilde Scherzo verbindet die Bruckner-Mahler-Tradition mit Schostakowitschs sarkastischer Art. Bemerkenswert ist die polyphone Stimmführung, die Weinbergs Meisterschaft zeigt. Dass sich diese Symphonie zum Ende hin auflichtet, mag einer Anweisung des »Sozialistischen Realismus« verpflichtet sein.

Der Zuhörer durfte nicht allzu niedergeschlagen den Saal verlassen, der von den russischen Streitkräften erkämpfte Sieg und Friede sollte immer als Botschaft präsent bleiben. Weinberg verbindet den strahlenden und ruhigen A-Dur-Schluss zunächst mit einer Erinnerung an den tristen ersten Satz. Doch die Hoffnung auf ein friedliches Leben bricht sich bei Weinberg die Bahn hin zum Völker verbindenden Sonnenaufgang über der Wolga, dem Mississippi und dem Mekong. Schließlich singt eine einsame Violine »über den Frieden auf Erden«.

Ein wenig erinnert diese symbolische Verwendung der in der jüdischen Volksmusik so beliebten Geige auch an John Williams Soundtrack zu Steven Spielbergs Film Schindler’s Liste. Schostakowitsch war von Weinbergs 6. Symphonie übrigens tief beeindruckt und ließ sie in seinem Unterricht am Leningrader Konservatorium analysieren.

Sinfonietta Nr. 1 in d-Moll op. 41 (1948)

Es erscheint geradezu zynisch, dass Tichon Chrennikow vom sowjetischen Komponistenverband Mieczysław Weinbergs erste Sinfonietta als »helles optimistisches Werk […] des leuchtenden, freien Arbeitslebens des jüdischen Volkes im Lande des Sozialismus« bezeichnete.

Das 1948 komponierte Werk entstand immerhin vor dem Hintergrund einer neuen Judenfeindlichkeit und Komponisten-Maßregelung im Stalinismus. Doch der positive und verständliche Charakter der Sinfonietta war der Regierung in diesem Fall äußerst genehm. Darin fand sich auch keine »modernistische Musik«, für die Weinberg früher getadelt wurde. Dennoch komponierte er auch in diesem Werk fortschrittlich und auf der Höhe der Zeit. Durch den einnehmenden Geist der jüdischen Volksmusik lenkt er vom raffinierten »Formalismus« ab.

Oberflächlich betrachtet gibt sich die Sinfonietta Nr. 1 op. 41 als bravouröses Orchesterstück mit schmissigen Themen und wundervollen Kantilenen. Der Einbezug melodischer Besonderheiten wie übermäßiger Sekunden sorgen für den folkloristischen Einschlag. Instrumente wie Oboe, Violine und Horn werden solistisch hervorgehoben, so im langsamen Satz. Die Reprisen der beiden Ecksätze sind clever verkürzt und das Scherzo tendiert untypisch zu einem Variationensatz. Es mag Passagen geben, die an den befreundeten Dmitri Schostakowitsch erinnern.

Auch dieser schaffte in mehreren Werken einen Spagat zwischen unterhaltsamem Überbau und tiefsinnigem Unterbau. Weinberg selbst lehnte jedoch stilistische Parallelen zum »größten Komponisten des 20. Jahrhunderts« ab und verwies auf eine mehr innere Verwandtschaft: »Viele Leute glauben oder haben sogar geschrieben, ich sei Schüler Schostakowitschs gewesen, was nicht der Fall war. Allerdings war die Schostakowitsch-Schule für meine künstlerische Arbeit von grundlegender Bedeutung.«

Matthias Corvin

Programm:

Symphony No. 6 op. 79 (1962–1963) 44:11
for boys’ choir and orchestra

[01] Adagio sostenuto 12:21
[02] Allegretto 07:24
[03] Allegro molto 07:14
[04] Largo 07:03
[05] Andantino 10:09

Wiener Sängerknaben
Gerald Wirth, choirmaster
Wiener Symphoniker
Vladimir Fedoseyev, conductor

Sinfonietta No. 1 in d minor op. 41 (1948) 22:47

[06] Allegro risoluto 05:00
[07] Lento 08:08
[08] Allegretto 03:25
[09] Vivace 06:14

Symphonieorchester Vorarlberg
Gérard Korsten, conductor

total time: 66:59

Live Recording

Pressestimmen:


12/2012

 


12/2011

These recordings are the first and second in what I hope will be a series emanating from the Bregenz Festival. The Festival also saw the stage premiere of Weinberg’s opera The Passenger now enjoying an eight night run at the ENO. The ambitious Requiem was also performed. The Passenger (1967-8) is based on a disturbing story in which a former Auschwitz guard by chance meets one of ‘her prisoners’ on an ocean liner. The production is by David Pountney who supplies a brief preface to the notes for each of these NEOS CDs. There are to be other performances of The Passenger in Wielki Teatr, Warsaw and Teatro Real, Madrid. It’s time has clearly come and surely a recording cannot be too far behind. There are six other operas as well as 22 symphonies and 17 string quartets.

Weinberg, also shown in previous times in Russianised form as ‘Moishe Vainberg’ first emerged for many LP listeners in the 1970s on EMI-Melodiya ASD 2755. Kogan was the soloist in the Violin Concerto and Kondrashin conducted the Fourth Symphony. That coupling was reissued on CD on Olympia OCD622. Olympia, during the 1980s and until about 2003, issued a ‘Vainberg Edition’ the symphonic volumes of which numbered OCD471 (6, 10), OCD472 (7, 12), OCD589 (18, 19) and OCD590 (17). These are now difficult to find and/or prohibitively expensive on ebay or Amazon. However they have been joined by a new generation of CDs from Chandos who have produced recordings of symphonies 1 and 7, 3, 4, 5, 14 and 16 as well as some of the concertos. Add to this harvest home the Northern Flowers CD of Symphony No. 1 and Alto’s revivification of two Olympias of the chamber symphonies and Symphony No. 2. The Manchester-based Danel Quartet who also performed at the Bregenz Festival have a cycle of the quartets with CPO: The five CPO volumes of the Weinberg: String Quartets are: Volume 1: 7773132; Volume 2: 7773922; Volume 3: 7773932; Volume 4: 7773942; Volume 5: 7775662. The Piano Quintet is on a Nimbus disc.

The Sixth Symphony – unlike the 17th – is in five movements and is laid out for boys choir and orchestra. The choir sings three poems two of them being by dissenting poets. The last – used in the finale – deploys a poem that would have sung directly and compliantly to the Soviet regime. The words are not reproduced in the booklet which is a shame – a small shame. War and the holocaust arch over this music and over the eight and ninth symphonies. It should be borne in mind that the composer’s parents and sister died in the Warsaw ghetto and that the symphony was contemporaneous with the Cuban missile crisis. The music is grave and serious however within this consistent intensity Weinberg’s ideas range freely and in splendid and ear-intriguing variety. There’s a suggestion of klezmer nostalgia at 9.00 in the first movement which ends with sustained strings and quiet intoning of the solo clarinet. The second movement sometimes recalls Orff and the Britten Spring Symphony. The singing is fine, soft yet incisive. Weinberg paints with a nuanced palette balancing furious and serene. There are however some garish moments where orchestra and choir have pari passu roles. The third orchestra-only movement is explosive with high-shrieking woodwind. This is raucously active writing suggestive of Shostakovich. It has a somewhat fugal character at times. It ends on a bell’s resonance from which emerges the fourth movement. This is a Largo – bleak and high tensile – setting words by Shmuel Halkin on the subject of the Nazis’ massacre of the Kiev Jews – a subject also addressed in Shostakovich 13 Babi Yar, written in 1962. Tenderness and sunlit misty fields float into vision. If you enjoy Britten Spring Symphony or the Mathias This Worldes Joie then this should appeal strongly. That said, its corrosive acid bites to the bone and deeper than either comparator work. This acerbic face is hardly softened by the optimism of many sections of V even if we are confronted with gentle invocatory hymns to a unity that arches over Volga, Mekong and Mississippi. Sun and mists mingle in seraphically murmured peace as the work closes.

The four movement Sinfonietta No. 1 is in the outer movements brilliant, dynamic, ethnic and jolly. This is folk-inspired material with Prokofiev’s sharp accent and a Khachaturian whirl. It’s not a work of the profundity of the symphonies. Its arena is concerned with the enjoyably recreational. The second movement is more poetic and partakes of the same tributaries as the start of the finale of the Sixth Symphony. The jolly little Allegretto burbles smilingly in the first Klezmer echo – a touch of the dances of Kodaly. The Vorarlberg orchestra play it with élan and with a temperate yield.

Weinberg’s symphonies 17-19 share a collective schema: The Threshold of War. All three were recorded in Soviet readings by Fedoseyev who has a long track-record of championing Weinberg and is also the dedicatee of the Symphony No. 17. It starts with concentrated, unglamorous, glowing string-writing. This is melancholy rather than morose, serious but laced with an apt drama and a generalised Semitic sway (7:03 in tr. 1). The second movement makes tense play of low-key fast-racing piano lines over which the woodwind quietly muses. There’s a sense of urgency at one tier and of sorrowing reflection at the other. This gives way to gaunt exchanges between searingly imperious violins and brass figures. At 9.40 we hear Janáček-like string shrieks and the suggestion of the Dies Irae. There’s even a hammered-out Mars-like triple forte. At 4.03 in III there’s a touching balletic nostalgia but always with a diluted acerbic accent. The finale is a 17 minute Andante only a minute shorter than the second movement Allegro Molto. This drifts undemonstratively and with pensive inclination. After about half the finale’s length a more bleakly victorious tone is struck with fanfares bruited and sirened about. Then comes an almost prayerful intimate musing (12:00) that evolves a tenderness (14:30) touched in by the celesta. The symphony ends with a protesting and brilliantly scythed gesture.

Live performances are preserved on these two discs so some coughs and atmosphere must be anticipated including the creak of chairs but without applause.

NEOS use their usual card-fold format to present these two CDs.

These recordings have been financed by the Institute that bears the name of the Polish poet and publisher Adam Mickiewicz (1798-1855).

Neos will, I am sure, be giving us other provocative discoveries from Bregenz. The one most keenly anticipated is the Requiem which was played there on 1 August 2010.

Two deeply serious but only occasionally grim symphonies and an entertaining Sinfonietta.

Rob Barnett

http://www.musicweb-international.com/classrev/2011/Dec11/Weinberg_v12_neos111256.htm

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